Freitag, 26. Mai 2017

Lila-Rosa lockt im Schmetterlingsgarten

Der Monat Mai hatte bisher wettertechnisch einiges zu bieten. Von Starkregen über Hagel und Gewitter schaute die Sonne manchmal schon so heftig vorbei, dass im nahegelegenen Weiher erstes Baden angesagt war. Bei Temperaturen nahe an 30 Grad fühlen sich auch sie Schmetterlinge am wohlsten und honorieren die kleinsten Bemühungen, sie mit Nektar zu locken.
Wenn das Grün des Rasens noch die vorherrschende Farbe ist, dann werde ich sogar vom kräftigem Lila magisch angezogen. Sonst wäre er mir garantiert entgangen....der Besuch des Schwalbenschwanzes auf dem Blaukissen 'Kitte', dass hier die äußerste Ecke des neuen Schmetterlingsbeetes füllt.



Mein erstes Schmetterlingsbeet im alten Garten lockte zwar auch Schmetterlinge in großer Zahl, aber meistens erst in den Monaten Juli-August. Lag es daran, dass es ein Stadtgarten war oder war es im Frühjahr einfach noch nicht warm genug für Schmetterlinge?

Ein erstes Plus ist hier der Nachbargarten, der noch nicht angelegt ist und viel Wildwuchs und freie Sandflächen bietet. So findet man es in Städten kaum noch. Alles wird ständig neu gebaut und Brachflächen sind eher rar. 
Der Schwalbenschwanz benötigt zur Eiablage Doldenblütler, wie Wilde Möhre, Bärwurz, Kleine Bibernelle und die Wiesensilge.  Im Garten kann man Dill, Fenchel oder Möhren aussäen.
Nektar saugen die Schwalbenschwänze gerne an rosa Blüten, wie Kratzdisteln, Kartäusernelke oder Rotklee.....und wenn nichts anderes da ist, auch mal am exotischen Blaukissen.



Das Lila lockte wenig später auch den Zitronenfalter, der aber bei weitem nicht so wählerisch war und alle lila und rosa Blüten reihum in Beschlag nahm.


Die Taubenskabiosen sind sehr beliebt obwohl sich die Blüte gerade erst öffnen wollte.



Die andere Skabiose hatte schon mehr zu bieten...



Die Weißlinge konnte ich immer am Lavendel beobachten, aber Blau ist zur Zeit noch rar. Sie besetzten überwiegend die winzig kleinen Blüten, wie hier beim Kleinen Storchschnabel



Ein anderer nagte an den Überresten vom Ackerstiefmütterchen.

Das Viola arvensis ist eine wichtige Nahrungspflanze für Raupen vom Kleinen Perlmuttfalter. Die Eier werden entweder direkt an die Pflanze oder im Herbst an trockener Pflanzensubstanz an Stellen abgelegt, wo im Frühjahr Sämlinge von Veilchen wachsen werden. Ganz schön raffiniert, oder? 



Das Tagpfauenauge überwintert genau, wie die Zitronenfalter. Dieses Exemplar sah schon etwas zerfleddert aus und lag lieber faul in der Sonne herum. 



Ganz neu war mich ein Besuch vom Kleinen Feuerfalter, der hektisch umherflatterte und ich ihm durch den ganzen Garten hinterherrennen musste, bis er sich mal setzte. Zum Glück viel er mit seiner roten Farbe auf. Ich glaube, er fand einfach noch nicht seine Leibspeise.



Im Schmetterlingsbeet Nr. 2 wächst es erfreulicherweise recht schnell....Mitte Mai...





und nun Ende Mai sieht es schon üppiger aus.
Ein Pflanzplan folgt an anderer Stelle....




Naturdonnerstag bei Jahreszeitenbriefe