Pilzwetter und Pilzwettbewerb


Leider sind wir am Wochenende nicht von der Sonne verwöhnt worden, aber für eine Sache war es dann doch ideal. Die Pilze wachsen....wie verrückt! Es ist das erste Mal, das wir sogar eigene Champignons im Garten haben, gleich vorne auf der Wiese und auch an der Seite. Jetzt weiß ich gar nicht, wie die dort hinkommen. Aber der Rasenmäher konnte die letzte Zeit nicht rausgeholt werden. Zu nass alles.











Auf der Wiese hinter dem Haus, ganz unten, stehen jedes Jahr zuverlässig Tintenschöpflinge, aber ich kam kaum zum Foto machen, da hatten die Jungs hier schon fast alle zerstört. Das muss eine riesen Freude machen, wenn Pilze in ihre Einzelteile zerfallen.




Also wollten wir diese Pilz-Begeisterung mal in richtige Bahnen leiten. Am Samstag ging es in die Pilze.
Unser Sohn maulte ziemlich rum, denn essen will er auch keine. Nicht mal auf der Pizza darf der kleinste Champignon  zu erkennen sein. Also wird es immer eine "Margerita".


Nachdem wir ihn damit lockten, er könne die Pilze doch mit seinem neuen Taschenmesser abschneiden, war die Lust schon ein bisschen da, aber richtig groß wurde sie erst, als Herr Steinigergarten vorschlug, einen Pilzwettbewerb zu starten.

Wer den "Größten Pilz" findet, gewinnt den Wettbewerb und erhält einen Preis.

Nicht weit von uns ist der Tharandter Wald, der für solche Unternehmungen bestens geeignet ist. Unsere Pilzecke wird natürlich nicht verraten, aber im September/ Oktober trifft man unser Auto häufig in der Nähe von Grillenburg an.

Es dauerte gar nicht lange, schon hatte Herr Steinigergarten zwei stattliche Rotkappen und ich dachte der 1. Preis geht nun an ihn selbst.


 

Nach kurzer Zeit kam ein Aufschrei vom Sohnemann...meist findet er wunderschöne Giftpilze...aber nein...das war ein echter Anwärter auf den Gewinner.


Und wenig später entdeckten wir sogar eine kleine Ringelnatter,
die nach dem Fototermin schleunigst das Weite suchte



Wir trafen auf  Hexenringe 

und die Reizker kennen wir seit letztem Jahr (eßbar, gut)

sie erkennt man gut an der karottenroten Milch beim Aufschneiden




Am Ende waren die Körbe gut gefüllt, da ich aber noch einen Pilz endlich mal bestimmen lassen wollte, suchten wir einen Pilzberater auf. Der arbeitet immer zuverlässig an der Tankstelle....

Er schaute sich unsere Champignons an und befand sie für gut, da sie nicht gelblich wurden beim Anschneiden

Und auch diese Pilze habe ich noch nie genommen, aber immer gehört, sie seien ähnlich gut, wie Steinpilze

Flockenstielige Hexenröhrlinge



....aber mal ehrlich -  schon der Name und dann die Farbe...machen es einem nicht leicht, die Pilze sorgenlos in die Pfanne zu stecken.



    Am Ende hatten wir ein richtig leckeres Abendessen und mein Sohn war  glücklich mit seinem Überraschungs-Ei, das er sich als Gewinner des Pilzwettbewerbes ausgesucht hat.

Aber jetzt könnte doch mal wieder die Sonne raus kommen...damit endlich der Rasen gemäht werden kann.

Viele Grüße
aus dem steinigen Garten!

Kommentare

  1. Oh, das ist ja eine ganz stattliche Ausbeute! Ja, ja...der Tharandter Wald...ich erinnere mich...war lange nicht mehr dort...LG Lotta.

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  2. Pilze sammeln macht viel Spaß, leider komme ich kaum mal dazu, kenne keine guten Stellen und weiß auch keinen Pilzberater, bei dem man mal vorsichtig die eigenen Kenntnisse erweitern könnte.

    Schöne Ausbeute habt ihr da jedenfalls - waren sie doll wurmig?

    LG Lorenz

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    1. Ja, die Steinpilze leider schon. Die anderen weniger. LG Sigrun

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  3. In meinem Rasen wachsen auch Pilze vom vielen Regen! Ich denke aber mal, dass die wohl ungenießbar wären! Bei mir kommen sowieso nur Pilze aus dem Supermarkt in die Pfanne, da ich wirklich null Ahnung habe!!! Natürlich geschmacklich nicht vergleichbar mit frischen Pilzen aus dem Wald!!!!
    Musste schmunzeln... bei uns darf nämlich auch kein Pilze irgendwo im Essen sein! Und auch bei uns geht ausschließlich Pizza Margeritha!!!! Im Urlaub hat mein Großer übrigens jeden Abend Pizza Margeritha gegessen!!! Mir wär das ja zu blöd... aber irgendwann werden sie schon noch auf den Geschmack kommen!
    Viele Grüße von
    Margit

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  4. Hach, ich liebe die Pilzsaison. Satte Beute! Ich muss auch bald wieder los, die erste Fuhre hatte ich bloß getrocknet.

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  5. Ich fotografiere auch leidenschaftlich gerne Pilze und gerade bei diesem Wetter gibt es bestimmt reichlich davon im Wald, aber im Moment fehlt mir einfach die Zeit.

    lg kathrin

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  6. Welch eine Ausbeute, die Pilze faszinieren mich jedes Jahr aufs Neue. Da ich zu wenig Kenntnisse habe getraue ich mich sie nicht zu ernten.
    Herbstgrüsse von Juralibelle

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  7. Hallo Sigrun,
    da wart ihr ja wirklich erfolgreich beim Pilze sammeln. Ich trau mich immer nicht so richtig. Aber es reizt mich wahnsinnig, denn im Vergleich zu deinem Sohnemann lieben wir Pilze.

    LG
    Annika

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  8. Oh, ich dachte immer der Hexenröhrling sei giftig, wir haben noch so ein uraltes DDR-Pilzbuch, da sind aber die Illustrationen so schön.
    Ich musste in unserem Garten riesige Baumpilze beseitigen. Lg

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    1. Ja, auch nur mit Pilzberater habe ich mir getraut, die zu nehmen. Giftig ist nur der Satanspilz. Der hat aber einen helleren Hut und kommt kaum vor bei uns.
      LG Sigrun

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  9. Oh, bei Dir auch - Pilze - im Garten! Bei uns auch, da sind es allerdings eher die Stäublinge ;-) Post darüber habe ich noch nicht geschafft. ;-)

    Bei Champignons würde ich mich ja nicht trauen. Hatte mir immer vorgenommen, ein Mikroskop anzuschaffen, um die Sporenfarbe eigenhändig zu bestimmen, doch bei dem frommen Willen blieb es dann auch. Irgendwann kam Tschernobyl und dann aß man jahrelang keine Pilze aus der freien Natur mehr... jetzt bin ich davon irgendwie ganz abgekommen. Trotzdem gehe ich gern auf Pilzjagd (fotografische) ;-) :-)

    Tja, die reizen wohl zum "Fußballspielen" ;-) Kenne ich auch noch ... Meine Kinder waren da immer ganz heikel und wollten nie Pilze essen. Das änderte sich erst im Erwachsenenalter.

    Deine Pilze in der Pfanne sehen sehr lecker aus! Ich mag sonst eigentlich gern Pilze. Und die Bilder mit den Beschriftungen finde ich auch klasse!

    Eine Ringelnatter habe ich bei uns noch nie gesehen! Das heißt, in meiner Kindheit, aber das ist sehr lange her ...

    Liebe Grüße und noch einen schönen Abend!
    Sara

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  10. toll, Champignons im Garten, was will man mehr.
    Da habt ihr aber eine schöne Ausbeute gehabt und ein gelungenes Abendessen, ich finde meist nur die Ungeniessbaren, eine Rotkappe habe ich schon einige Jahre nicht mehr gefunden.

    LG Alex

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  11. BOAH ! Der Wahnsinn !!! Das ist ja echt der Hammer... Mhm, die Schoptintlinge haben wir leider auch massenweise und Missy bringt sie mir immer mit dem Kommentar: schau mal, Mama, ich hab ja ein Schlumpfhaus gefunden !!! *grmpf*
    Isst du die Schopftintlinge eigentlich auch im jungen Stadium ? Ich habe gelesen, dass man sie jung essen kann... Als Kinder haben mein Bruder und ich - mutig wie ich heute ja finde - fleissig mit Pilzführer unterm Arm Pilze gesammelt und meine arme Mutter musste diese dann zubereiten. Zum Glück haben wir uns nie vergiftet *lach* - heute traue ich mich das überhaupt nicht mehr, denn mir fehlt einfach die ausreichende Kenntnis. Viele Pilze kenne ich noch, aber bei den meisten weiß ich nicht mehr ob genießbar oder nicht. Die Ringelnatter ist ein tolles Exemplar ! Bei uns leben Schlingnattern und die halten nicht so schön still wie die Ringlnatter. Da wird man ganz schnell ganz fest umschlungen und das ist nicht sehr angenehm. Aber wir mögen sie und sie leben am anderen Ende des Grundstücks - wir kommen uns auf den 1500qm bisher nicht in die Quere.
    Hab noch eine schöne Woche und viel Spaß beim Rasenmähen ! GLG, Christine

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  12. Bei euch ist eindeutig noch die Welt in Ordnung, so eine Vielfalt an Pilzen habe ich hier noch nie gesehen.Vermutlich liegt es daran, dass ich nicht die richtigen Stellen kenne. Dabei hätte ich so gern mal einen 'Echten Reizker' gefunden und gegessen. Meine verstorbene Mutter -eine Masurin- hat immer von diesem Pilzen geschwärmt ! Dein Sohn ist ein Glückspilz----so einen Reisen-Steinpilz zu finden wird ihn sicherlich motivieren weiter zu suchen.
    LG
    Sisah

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  13. Wie ich sehe, hattest du auch großen Erfolg bei der Pilzsuche. Hexenröhrling - hört sich nicht wirklich sympathisch an, aber zum Glück gibt es bei den Röhrlingen keinen, mit dem man sich ins Jenseits befördern kann. Er sieht dem Gallen-Röhrling sehr ähnlich (bis auf die roten Stellen), allerdings warnt der angeblich durch gallebitteren Geschmack, dass er Brechdurchfall auslösen kann. Hier gibt es im Spätsommer / Frühherbst viele Wiesen-Chamipgnons, aber da traue ich mich wegen der Verwechslungsgefahr nicht dran.

    Liebe Grüße

    Vera

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