Sonntag, 22. Dezember 2013

Bei den Elfpunkteengeln in Seiffen

Seit wir am Rande des Erzgebirges wohnen, machen wir jedes Jahr einen Ausflug nach Seiffen, wo das ganze Jahr über Weihnachten ist. Weil man im Dezember dort kaum einen Parkplatz findet, fahren wir schon Ende November hin. Dann ist es abends schon zeitig dunkel und es kommt auf jeden Fall vorzeitige Weihnachtsstimmung auf. Ein Ziel ist immer das Grüne Haus, aber dazu gleich mehr....


Zuerst wanderten wir auf den Schwartenberg (789 m). Das Wetter war dieses Jahr ausgezeichnet. In der Schwartenbergbaude gibt es einen sehr lustigen Wirt und gutes Essen.


Der Schwartenberg liegt an dem neuen Kammweg Erzgebirge-Vogtland, der ab nächstem Jahr in 17 Tageswanderungen ohne Gepäck bewandert werden kann.


Am Nachmittag, als es so langsam dämmerte, schauten wir beim Grünen Haus von Wendt & Kühn vorbei. Schon in den Fenstern wird man von riesigen musizierenden Engeln begrüßt.


Sofort, wenn man das Haus betritt, wird man verzaubert vom Lächeln der Engel mit den grünen Flügeln, die in Grünheinichen gefertigt werden. Genau elf Punkte hat jeder Flügel.
Die Engel sind, wie in einer Galerie, in beleuchteten Vitrinen ausgestellt oder stehen auch mal ganz übergroß auf Sockeln.


 Spieldosen und musizierende Engel in allen Varianten


oder  ganze Engelorchester


Nur auf die Engel schauen.....nicht auf die kleinen weißen Schilder daneben....




Man braucht eine ganze Weile, bis man alles bestaunt hat. Auf der Empore erfährt man etwas über die Geschichte der Grünheinichener Engel, seit der Gründung im Jahre 1915 durch Grethe Wendt. Bis heute werden nach ihren alten Zeichnungen neue Engel entworfen. Jedes Jahr kommen einige dazu.

Ein Besuch im Grünen Haus ist immer wieder faszinierend.

Inzwischen wurde es langsam dunkel und aus allen Schaufenstern leuchteten die Schwibbögen, Pyramiden, Räuchermännchen und Nussknacker 


und die Seiffener Kirche sieht abends fast so aus, wie in unserem Fenster


Es war der fünfte Besuch in Seiffen.


Sonst bin ich aber gar kein Sammler....

Ich wünsche allen Lesern Frohe Weihnachten
und einen guten Start ins Neue Jahr!

Freitag, 20. Dezember 2013

Gestempelte Weihnachtsgrüße

Für diejenigen, die jetzt noch neugierig sind, was denn in den Adventskalendertüten drin gesteckt hat, verrate ich heute ausnahmsweise mal die Nr.1. Dort war nämlich ein Stempel drin, mit dem man etwas selber herstellen kann. Nicht die Weihnachtskarten......sondern Kekse.
Der Keksstempel war gleichzeitig das Versprechen für einen gemeinsamen Backnachmittag.



Ohne weiter drüber nachzudenken, habe ich einen ganz normalen Mürbeteig gemacht, den wir sonst auch für die Ausstechformen nehmen. Nach einer Stunde im Kühlschrank wurde der Teig ausgerollt, mit einem kleinen Glas runde Formen in der Stempelgröße ausgestochen und dann der Stempel aufgedrückt....


 Eigentlich hatte ich mir das ideal für Kinderhände vorgestellt, aber es erwies sich als ziemlich kompliziert. Wenn man zu sehr drückt, ist der Keks natürlich hinüber. Wenn man aber nur leicht drückt, ist das Muster nicht zu erkennen.

Nach ein paar Fehlversuchen hatte mein Sohn keine Lust mehr drauf und nahm die Standard-Ausstecher.....und es gab Monde, Sterne, Tannenbäume und sogar Delfine...so wie jedes Jahr.


Ich habe mich mit dem restlichen Teig abgemüht und war schon ganz froh, das man den Schriftzug halbwegs erkennen konnte. Nach dem Backen war davon nicht mehr viel zu erkennen.


Mit einem neuen dunklen Teig wollte ich es besser machen und habe ihn ziemlich gut gekühlt....aber es passierte fast das gleiche. Der Teig blieb manchmal auch in den Ritzen des Stempels kleben.

Bis mein Blick auf das entfernte Schild fiel. Beim Aufklappen kam eine perfekte Anleitung für den Teig und den Umgang mit dem Stempel zum Vorschein....
Zum Glück waren wenigstens ein paar Kekse halbwegs gelungen. Einen neuen Teig gibt es aber erst nächstes Jahr wieder. 




Für alle, die auch gerne mal Kekse stempeln möchten (oder einfach ausstechen) kommt hier das Rezept:
Für 14 Weihnachtskekse

  • 250g Mehl
  • 150g Butter
  • 100g Marzipan-Rohmasse
  • 50g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 Eigelb
  • 1 Prise Salz
Alle Zutaten verkneten, bis ein glatter Teig entsteht. Mindestens 30 Minuten abgedeckt in den Kühlschrank stellen. Backofen auf 175°C (Umluft 150°C) vorheizen, Arbeitsfläche und Stempel (!) mit etwas Mehl bestreuen.
Aus dem Teig golfballgroße Stücke formen und mit dem Handballen leicht platt drücken. Kekse stempeln, auf Backpapier legen und 12-15 Minuten backen.
Abkühlen lassen und verschenken - oder (die nicht gelungenen) selber genießen....



Heute ist Freitag und Zeit, um bei  Annika/ Im grünen Himmel zu schauen, welche Dinge sich bei ihrem Fotoprojekt 'Mit Liebe gemacht #5' eingefunden haben.

Einen schönen 4. Advent!

Keksstempel: ars edition

Sonntag, 15. Dezember 2013

Adventskalender zu Gast bei Teacup-in-the-Garden

Im Regal, das sonst die Gartenzeitschriften aufnimmt, ist jetzt unser 4-Personen-Adventskalender eingezogen, bei dem jeder abwechselnd mit dem Öffnen dran ist.
Nachdem es die letzten Male kleine Stoffsäckchen zum Hängen gab, habe ich dieses Jahr Papiertüten verwendet. Dazu gab es noch die kleinen Schilder zum Gestalten und einen Rot-Weißen Bindfaden.



Nach langem Überlegen, wie ich die Tüten gestalte, habe ich im Netz die herrlichen Zahlen als Druckvorlage gefunden. Sie stammen vom Blog pott-artig und können dort heruntergeladen werden. Vielen Dank an Tina für dieses Freebie.


Es fand sich ein passendes Geschenkpapier, aus dem ich verschiedene Streifen ausgeschnitten und auf die Tüten geklebt habe. Jetzt ist jede Tüte anders gestaltet.
Für  Origami ist der große Sohn Spezialist. Die Fröbel-Sterne waren für ihn kein Problem und man findet sie auf den Tüten 1, 6 und 24. Später können sie an den Weihnachtsbaum gehängt werden.


Als der kleine Sohn kurz nach der Fertigstellung die noch nicht einsortierten Tüten fand, hat er erst mal geprüft, ob wirklich jeder 6 Tüten aufmachen darf.....



Ganz viele Adventskalender-Ideen gibt es bei Markus von Teacup-In-The-Garden bei seiner Blog2Blog-Aktion "Show me your Adventskalender". Ich freue mich, das ich zu Gast auf seinem Blog sein darf. Er wohnt auf einem alten Hofgut, berichtet aus seinem herrlichen Garten, von Ausflügen mit dem Hofhund Sam und zeigt viele Dekoideen.



LG Sigrun

Freitag, 13. Dezember 2013

ORIGAMI Stern Bascetta falten

Diese Woche war ein Besuch in unserem Bastelberg-Laden an der Reihe auf der Suche nach Origamipapier. Diese Läden sind für mich ähnlich gefährlich, wie Gartenshops. Es finden sich immer so viele Anregungen zum Nachmachen - so war es auch dieses Mal.


Neben tollem Papier zum Fröbelstern-Basteln gab es aber auch mein Wunschpapier. 
Das Aureliostern-Papier kann für einen Bascetti-Stern ganauso gut verwendet werden.


Zu Hause angekommen ging die Falterei gleich los. Dafür braucht man wirklich eine gute Anleitung. Da wir öfters solche Sachen fertigen, lohnt sich das Buch für uns. Es enthält auch eine Anleitung für Kasseler Leuchtsterne, die man mit einer Lampenfassung versehen kann.

Die ersten Schritte sind noch einfach
 Man muss insgesamt 30 Quadratische Blätter falten


Die gefalteten Einzelteile steckt man ineinander, sie werden nicht geklebt
Dafür braucht man für jede Spitze einen Gummi, damit der Stern beim Stecken nicht auseinanderrutscht


Wenn die untersten 5 Spitzen fertig sind, ist man schon gut
Dann wird es aber schwieriger 


Man verliert schnell die Orientierung, welche Spitze als nächstes dran ist. Es ist gut, zu wissen, das immer 5 Spitzen zusammengehören müssen. Den Trick hat mir mein Origami-Spezialist (der Große) verraten....

Am Ende war ich froh, das ich das gute Papier nicht verfaltet habe...


Der Stern sollte eine Weile mit den Gummis zusammenbleiben, damit er auch hält.


Nach dem Entfernen der Gummis zieht man nur noch einen Perlonfaden durch die Spitze und er kann aufgehängt werden.
Jetzt hat der  Herrenhuter Stern einen kleinen Bruder aus der eigenen Werkstatt bekommen...


Ich wünsche allen einen schönen 3. Advent!


Bei Annika/ Im Grünen Himmel kann man heute noch mehr zum Beitrag
  - Mit Liebe gemacht #5 - finden.

Dienstag, 10. Dezember 2013

Der Herrenhuter Stern

Eine liebgewonnene Advents-Tradition ist es, den Herrenhuter Stern aus der Weihnachtskiste zu holen und gemeinsam zusammenzubauen.

Er besteht aus 17 viereckigen und 8 dreieckigen Papier-Zacken, die mit Briefklammern verbunden werden. Wenn man die Anleitung zur Hand hat, ist es nicht schwierig.


Am wichtigsten für meinen Sohn ist jedes Jahr ein Foto von dem halben Stern auf dem Kopf.


Er hängt in der Ecke gleich beim Esstisch und bringt mit den Kerzen zusammen eine gemütliche Weihnachtsstimmung ins Haus




Den Herrenhuter Stern kann man inzwischen auf vielen Weihnachtsmärkten kaufen. Es gibt Sterne aus Papier für innen und wetterfeste für außen in verschiedenen Größen und Farben, auch in Weiß.
Der Stern wird seit über 160 Jahren in Handarbeit gefertigt.



Für mehr Informationen hier klicken.

Freitag, 6. Dezember 2013

Vogelfutter selber machen mit Vivara

Das Leben eines Stadtvogels ist nicht einfach. Immer mehr Häuser entstehen und Bäume verschwinden, die vielleicht als Nistplatz oder Futterquelle gedient haben.



Damit sich die Vögel trotzdem in unserem Garten heimisch fühlen, werden sie von mir rundum verwöhnt. Inzwischen bekommen sie schon im Herbst Futter, damit sie sich an die Futterplätze gewöhnen. Ich freue mich immer, wenn das Paket von Vivara eintrifft und die Vogelrestaurants im Garten eröffnet werden können.

Es macht Spaß, am Frühstückstisch in unsere kahle Kugel-Robinie zu schauen, wo sich die Meisen und Spatzen sammeln und dann entscheiden, welche Futterstelle sie aufsuchen.

In die kleinen Meisenknödelhalter passen 3 Knödel rein. In der Mitte war ein Knödel mit einer Erdnussmischung, der obere mit Insekten.
Hier ist deutlich zu sehen, welche Sorte Meisenknödel im Moment lieber auf dem Speiseplan stehen. 

Vorher - Nachher



Der große Energiekuchen wird auch schon fleißig angeknabbert. Das Zoom hat eine Blaumeise ausgespuckt.



 Unter der Kugel-Robinie liegt ein Apfel. Herr Amsel poste heute für dieses Foto und ließ sich überhaupt nicht stören, weder vom Orkan, noch von mir



Diesmal war bei meiner Bestellung eine große Packung Energiekuchen-Mischung dabei, um Vogelfutter selber herzustellen.

Es fand sich eine alte leere Kokosnuss. Der Maxiblock-Halter sollte einen neuen Energiekuchen bekommen, eine alte Sandkastenform kam zum Einsatz und ein paar Kiefernzapfen.






Vivara-Energiekuchen-Rezept
für 1 Energiekuchen

Zutaten: 30g ungesalzenes Rindertalg oder Frittierfett (z.B. Kokosfett)
90g Energiekuchenmischung
(Vogelfutter mit Fett im Verhältnis 3:1)

Zubereitung: das Fett schmelzen, die Energiekuchenmischung zufügen, in eine wärmebeständige Form gießen, abkühlen



Für die Zapfen habe ich die restliche Mischung erkalten lassen und dann ganz kurz wenig erhitzt. So ließ sie sich ganz leicht mit einem kleinen Löffel in die Öffnungen streichen.



Dann in den Garten hängen und am Anblick der schlemmenden Vögeln erfreuen!


Oder als Weihnachtsgeschenk verpacken.....



Die Anhänger sind eigentlich Druckvorlagen für selbstgebackene Kekse und findet man hier.

Diesen Beitrag schicke ich heute wieder zu Annikas Projekt "Mit Liebe gemacht #4"

LG und einen schönen 2.Advent,
Sigrun

Montag, 2. Dezember 2013

Scharfe Schoten und lange Rüben

Im Frühjahr hatte ich einen Chili in den Topf gepflanzt, um zu probieren, ob er hier ohne Gewächshaus reif wird. Der Traumsommer hat es möglich gemacht.