Freitag, 7. Februar 2014

Buchempfehlung - Die 300 besten Pflanzen für jede Gartensituation

Manche Pflanzen in meinem Garten müssen immer mal wieder umziehen. Entweder hat die Farbe doch nicht ins Beet gepasst oder der Standort war falsch. Das zeigt sich dann meistens erst nach dem zweiten Gartenjahr, wenn die Staude nicht mehr blühen will oder ständig mit herabhängenden Blättern im Beet steht, wie meine Iris sibirica, die an einem sonnigen, trockenen Standort beinahe eingegangen wäre. Sie liebt geradezu feuchte Böden, mag es aber trotzdem sonnig.

Meine Erfahrung ist, das beim Pflanzenkauf die Angaben auf dem Sortenetikett meist nicht ausreichen, um den optimalen Standort herauszufinden.

Wer seine Beete gerne selbst gestaltet und nicht nach perfekten Pflanzvorschlägen der Gartenzeitschriften, kann in dem folgenden Buch eine gute Pflanzenauswahl finden.

Die 300 besten Pflanzen für jede Gartensituation. 
Martin Haberer. 2011. 192 S., 309 Farbfotos, Klappenbroschur.
ISBN 978-3-8001-6953-5. € 9,90


Der Autor hat 300 Stauden und Gehölze ausgewählt und nach den häufigsten Gartenstandorten sortiert.



Ein Platz an der Sonne
Schatten und Licht
Schöner Schatten
Steine, Sand und Mauerritzen
Keine Angst vor nassen Füßen

Jedes Kapitel enthält zuerst die Stauden und anschließend eine kleinere Auswahl an Gehölzen. Sie sind alphabetisch nach ihrem botanischen Namen geordnet. Wenn man in lateinisch nicht so bewandert ist, findet man im Inhaltsverzeichnis zusätzlich die Sortierung nach dem deutschen Pflanzennamen. 

Leider konnte ich im ganzen Buch keine Hydrangea finden, dabei finde ich gerade die Hydrangea paniculata, die Rispenhortensien, sehr pflegeleichte Gehölze.
Gut gefällt mir die Sortenauswahl im Kapitel der Steingartenpflanzen, von denen ich selber einige im Garten habe, wie die Küchenschelle, Dalmatiner Glockenblume oder verschiedene Hauswurze.



Zu jeder Pflanze gibt es ein Foto mit 3 Symbolen, die kurz und übersichtlich über Wuchshöhe, -breite und Blütezeit informieren. Für die empfohlene Anzahl pro Pflanzgruppe muss man allerdings erst in der Einleitung nachschauen, was ich etwas umständlich finde. Darunter gibt es den Steckbrief zur Pflanze, der u.a. Pflegemaßnahmen, Angaben zum Wuchs oder Verwendungsbeispiele enthält.

Möchte man gerne das unkomplizierte Geranium (Storchschnabel) in den Garten pflanzen, findet man Sorten für schattige und für sonnige Plätze.



Der Blühkalender ist hilfreich, wenn man sein Beet so gestalten möchte, das ganzjährig etwas blüht.




In den Klappen des Einbands findet man zwei Gestaltungsvorschläge - ein sonniges Beet mit Präriecharakter und ein Schattenbeet für Hosta-Fans. Eine Angabe zur Beetgröße und Pflanzenanzahl wäre hier sicher noch hilfreich gewesen.

Die Einbandgestaltung finde ich farblich etwas sehr grell und unnatürlich. Davon sollte man sich auf keinen Fall abschrecken lassen.

Da das Buch so schön klein und leicht ist (ca. A5 Format), kann ich mir gut vorstellen, damit in der Tasche zur Gärtnerei zu fahren und dann nach Bedarf nachzuschlagen, ob die ausgewählte Pflanze wirklich zum Standort passt. Es eignet sich aber auch sehr gut, um an langen Winterabenden sein Wunschbeet zu planen.

Kommentare:

  1. Ich muss gestehen, dass ich früher viel mehr Gartenbücher gelesen habe! Aber es freut mich natürlich sehr, dass Du für mich die Seite mit den Geranium aufgeschlagen hast!!!! Geranium renardii zählt übrigens zu meinen Lieblingssorten!
    Viele Grüße von
    Margit

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  2. Vielen Dank für den Tipp! Das Buch hört sich wirklich hilfreich an! Ich kaufe meine Pflanzen meist in der Gärtnerei Gaissmayer, da gibt es auf der HP viele schöne Tipps rund um die Pflanzen! Ja, das Musikerviertel ist auch sehr schön...ich werde berichten...;-) LG Lotta.

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  3. Guten Morgen, das ist bestimmt ein tolles Buch, Haberer kenne ich persönlich von den Semperviventreffen. Ich glaube, das ist ein Staudenbuch, da wirst du sicher keine Sträucher finden, oder irre ich? Über die Hydrangeas kannst du dich auch sehr gut im Netz informieren, schau mal bei Horstmann, Baumschule, da findest du viel zur Information.

    Sigrun

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  4. Das Büchlein habe ich auch und schaue gerne rein.
    Man findet doch immer noch neue Anregungen, obwohl es so klein ist.
    VG
    Elke

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  5. Ein guter Tipp.
    Mir geht es auch so, viele Pflanzen muss ich umsetzen - der Standort hat nicht gepasst oder sie sind langsam zu groß und üppig geworden.
    Mir kribbelt es übrgens schon ordentlich in den Fingern, kann die Saisoneröffnung kaum erwarten :-) Lg

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  6. Sehr interessant!
    Lieben Gruß von Ariane

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  7. Man kann es ga rnicht mehr erwarten und
    liest darum zu gern Gartenbücher :-)
    Dank für den Tipp!
    Ganz viele gemütliche Wochenendsgrüße
    sendet dir Urte

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  8. Das Buch ist bestimmt nicht schlecht, ich glaube für die Gestaltung meines Gartens sollte ich mir auch so ein praktisches Nachschlagewerk zu legen. Die Etiketten, die den Pflanzen beigegeben sind, sind oftmals wirklich nicht sehr aussagekräftig, das stimmt wirklich.

    lg kathrin

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  9. So ging mir das früher auch, liebe Sigrun. Als ich noch einen Garten hatte, den ich zu einem gewissen Teil noch selbst gestaltete. Später hatten wir überwiegend eingewachsene Gärten, da fiel das nicht mehr so ins Gewicht. Bis auf den derzeitigen ;-) ...
    Klein und leicht ist immer gut ... selbst gebe ich derzeit einen ganzen Teil Bücher aus meinem gesamten Buchbestand weg. Mit der Zeit hat sich einfach zu viel angesammelt. Aber ich erinnere mich noch sehr gut an die Zeit, als ich aus der damals noch gemütlichen größten Buchhandlung unserer Stadt kaum herauskam und immer auf dem aktuellsten Stand war, auch ganz ohne Internet. So manches Buch kam damals mit heim. Inzwischen ist es umgekehrt, recherchiere ich überwiegend im Internet oder gehe wieder in die Öffentliche Bücherei, um mir da aktuelle Bücher auszuleihen.
    Bei Garten hab' ich inzwischenan Büchern auch fast alles durch. Manches setzt man doch nie mehr in die Tat um. Damit hätte man in jüngeren Jahren beginnen müssen. Aber manche Bücher schaut man auch einfach gerne an. Z.Zt., bin ich noch bei Wildkräutern und der Knospenheilkunde (Gemmotherapie) ... mal schaun was da noch alles so kommt ... oder ob ich davon noch ganz abkomme und mich wieder verstärkt kulturellen und sozialen Dingen widmen werde.

    Ja - es stimmt, bei uns ist die Natur inzwischen schon recht weit. Wir hatten auch nie viel Schnee, nur mal eine kurze Zeit. Und lange kalt war es auch nicht. Da bin ich wirklich gespannt, was die Natur uns dieses Jahr zeigen wird bei dem so ganz anderen Winter dieses Mal.

    Liebe Grüße
    Sara

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  10. Das sieht toll und informativ aus auf den Bildern, danke für den schönen Tipp! Bei den Bildern juckt es schon wieder kräftig in den Fingern. Habe mal zufällig auf einem Ausverkauf eines erstanden, das hieß "Lazy Blumengarten" von Ute Bauer. Das war ähnlich gegliedert. Einfach schön, an tristen Winterabenden in Gartenlektüre zu versinken..
    Hab einen schönen Abend!
    Liebe Grüße
    Bianca

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