Sonntag, 23. November 2014

Günstig gärtnern mit Hochbeeten

Günstig Gärtnern mit Hochbeeten? Geht das denn? 

Muss man nicht viel investieren in haltbare dicke Holzleisten?
Und hat denn jeder einen (Hobby)-Schreiner zu Hause? Wer handwerklich begabt ist, für den sind Hochbeete eine tolle Sache. Findet man doch im Baumarkt ausreichend preisgünstiges Material dafür. Fehlt dann nur noch die Idee für die Ausführung, aber auch da wird man im Netz fündig. Es gibt Online-Bauanleitungen und einige schöne Bücher über den Hochbeetbau.

 
Mein erstes Hochbeet war nicht besonders günstig. Ich habe es mir von einem 'Herrn Holzwurm' bauen lassen. Aber es ist perfekt für meinen Garten, der zu einem großen Teil aus geneigten Flächen besteht. Der Gartenboden weigert sich, Karotten aufzunehmen und die ehemalige Schadstoffbelastung der Freiberger Bergbauregion (Blei, Arsen) macht mir große Sorgen. Wir wohnen auf einer ehemaligen Halde.



Jetzt aber zu den günstigen Hochbeeten. Die gibt es wirklich! Gefunden habe ich sie in einem kleinen Buch von Rita Linhart.


Nachdem ich nun mit der Befüllung meines ersten Hochbeetes endlich fertig war, fand das Gartenjahr noch kein Ende. Also wurde weiter gegärtnert und gepflanzt. Dabei fallen immer irgendwelche Kompostdinge an. Also wohin damit? Ein zweites Hochbeet musste her.

"....Ich war mal ein Holzlatten-Komposter...."
 
Zwei Jahre hat er mir schon treu als Kompostmiete gedient und ist nicht zerfallen. Letztes Jahr wuchs dort der Hokkaido mit den langen Ranken drauf, aber noch ohne Folie.
Jetzt habe ich Teichfolie von der  Verhüllung des Weinfasses übrig gehabt und los ging es. Nur noch zuschneiden, innen und außen antackern, fertig! Inzwischen ist das Teil schon wieder zur Hälfte gefüllt, da im Herbst so viel Material anfällt. Ich bin bei der Laubschicht angekommen....na klar...von der gemieteten Blutpflaume des Nachbarn.


Im Frühjahr kommt dort der halb zersetzte Kompost aus dem benachbarten Thermokomposter rein (in dem die Zersetzung immer nicht so gut funktioniert) und dann geht es los, das günstige Gärtnern. Ich freu mich schon drauf.
Das Hochbeet steht am Fuß unseres Hanges, wo es sehr feucht ist, was Gärtnern auch nicht einfach macht. Es ist das ehemalige Flussbett des Münzbachs, der nun ein paar Meter weiter hinter unserem Garten durch einer Röhre fließt.


Dort gibt es einen Garten mit Haus aus dem 19. Jh.. Diese Woche mussten drei riesige Fichten gefällt werden, die ich von meinem Computerzimmer aus sehen konnte. Die Wurzeln hatten leider die Röhre des Münzbachs erreicht. Ja, so leid, wie mir das immer tut, wenn hier in der Stadt Bäume verschwinden. Aber der Nachbar hat mir erlaubt, seine Fichtenzweige mitzunemehmen.
Ich habe sie jetzt auf die Beete gelegt, damit das viele Laub von der Blutpflaume dort liegen bleiben kann. Und die eine Fichte hatte so tolle Nadeln, dass ich sie gleich für etwas weihnachtliches verwenden kann und keine teuren Zweige kaufen muss.


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In meinem großen Hochbeet wächst in einer kleinen Kiste im Moment schon Spinat. Er ist reserviert für das Weihnachtsessen, weil er etwas ganz besonderes ist!!! Diese Kiste darf von sich berichten:

"....Ich war mal ein Kaminkorb..."

Kunststoffteile halten erfahrungsgemäß nicht sehr lange. In dem kalten Winter vor zwei Jahren war er doch recht häufig in Benutzung und der Boden ist stellenweise durchgebrochen. Bei mir werden solche Dinge gerne bepflanzt. Ein Mini-Hochbeet mit Spinat 'Matador'. Den Boden brauchte ich nicht mal anbohren, der war ja schon kaputt geplatzt.
Jetzt wird der Spinat nachts immer mit Vlies abgedeckt, manchmal auch tagsüber und er steht geschützt im inneren des Holzwurm-Hochbeetes.


Letztes Jahr habe ich bei Elkes Fotowettbewerb-Günstig Gärtnern den 3.Preis erhalten:

Das Buch 'Kompost in der Kiste' vom Ulmer Verlag.



Liebe Elke, wir haben jetzt auch vorsichtig angefangen, mit Regenwürmern zu experimentieren. Sohnemann hat das Thema Bodenlebewesen gerade in Sachunterricht 4. Klasse dran.

Und jetzt zum Schluss noch eine Zusammenfassung meiner  
Günstig Gärtnern Projekte 2014



Günstig Gärtnern mit Hochbeeten und Upcycling


 1. +2. Ich war mal eine Holzlatten-Komposter

3. Ich war mal ein Kaminkorb

4. Ich war mal ein Gurkenglas (Wurmkompost aus dem Glas) ...keine Angst, da kommt noch ein Vlies drüber...


 Dieses Foto schicke ich jetzt zu Elke und ihrem aktuellen Fotowettbewerb. Bis zum 6.12. kann man noch mitmachen.

Kommentare:

  1. Oh, klasse, da freu ich mich drauf! Danke für die Werbetrommel für den Fotowettbewerb.
    Schön, dass du das Buch nutzen konntest.
    VG
    Elke

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  2. Man braucht nur gute Ideen!!!!
    Viele Grüße von
    Margit

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  3. Danke für deinen ausführlichen Bericht!!! Ich bin auch seit Jahren begeisterte Hochbeet Gärtnerin. Anfangs hatte ich gar keine Schnecken darin, doch inzwischen leider ein paar. Aber trotzdem bietet das Hochbeet einen enormen Schneckenschutz, im "normalen" Garten hatte ich gar keine Chance gegen die Schnecken. Außerdem ist es ein rückenfreundliches Gärtnern! Dein Spinat sieht toll aus!!!!!
    Einen schönen Abend wünsch ich dir.
    Lieben Gruß
    Kerstin

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  4. Liebe Sigrun,
    das sind tolle Ideen. Du hast sicherlich gute Chancen, wieder einen Preis bei "günstig gärtnern" zu bekommen. Ich kann leider in Ermangelung guter Ideen nicht mitmachen....Bei der Schwermetallbelastung deines Gartenbodens ist der Gemüseanbau in Hochbeeten auch bestimmt sinnvoll!
    Liebe Grüße
    Kathinka

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  5. Liebe Sigrun,

    wir haben uns vor 3 Jahren 4 Hochbeete gemacht und zwar aus Holzwände von Paletten. Mit den verschiedensten Schichten wurden die Kisten gefüllt und dann als es Zeit war bepflanzt. Ich bin begeistert von den Hochbeeten. Nächstes Jahr im Herbst werden wir sie dann wieder frisch mit den Schichten befüllen.

    Liebe Grüessli
    Julia

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  6. Hallo Sigrun,
    wir haben auch zu unseren stabilen Hochbeeten, einige Holzkomposter aufgebaut und nutzen sie als vorrübergehende Hochbeete. Damit nutzen wir den Platz, den die wachsenden Sträucher später einnehmen werden. http://sanspareil2.blogspot.de/2014/09/preiswertes-hochbeet.html
    Viel Glück für den Wettbewerb!
    LG Sigrid

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  7. Zu einem Hochbeet werde ich in diesem Leben wohl kaum noch kommen, liebe Sigrun, aber früher war das immer eine Option. Und klar, warum soll man es nicht günstig herstellen können.Do it Yourself, wie man es damals noch ausschrieb ..... und meist war das dann der Mann im Haus, der diese Ambitionen hatte. ;-)

    Das ist natürlich auch eine gute und günstige Idee mit dem teil-kaputten Plastikkorb!

    Ich hätte da wohl im Moment kaum etwas beizusteuern ... müßte mal scharf überlegen ... aber was ist günstig - bei mir - im Garten? Vielleicht das wiedergefundene Vogelhaus, das mein Sohnemann mal gebaut hat, das die Vögel aber nach wie vor verschmähen ;-) Denn zuerst wollte ich eines am Stab kaufen ... doch wozu kaufen, wenn man noch ein Haus hat, das man im Strauch direkt befestigen kann? ;-)
    Doch ich schaue nachher mal bei Elke vorbei - vielleicht fällt mir ja auch noch etwas ein ...

    Liebe Grüße
    Sara

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  8. Liebe Sigrun,
    das ist eine gute Idee für einen Beitrag, ich glaube, diese Idee werde ich mir klauen und auch einmal meine Hochbeete zeigen;-)
    Sie sind auch alle aus wieder verwerteten Materialien, auch wenn sie so nicht ewig halten werden, das macht nix.
    Liebe Grüße, Margit

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  9. Tolle Ideen

    Liebste Grüße zu dir :-)

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  10. Ich glaube, mit dem Kunststoffkomposter haben die Meisten schlechte Erfahrungen gemacht. ich hatte einen hier als wir einzogen, den hab ich gleich abgeschafft. Kompost muss anständig beluftet werden und manchmal rühren wir auch darin, dann geht es schneller.
    Würmer im Glas? Interessant, hab ich noch nie gehört. Wie ist das mit dem Plastikteil und der Schadstoffbelastung? Ich hab da immer ein wenig Angst davor und trau mich nicht ran.
    Bin gespannt, wie es deinem Komposter im nächsten Jahr geht, die Fichtenzweige kannst du ja schreddern und auch reingeben.

    Sigrun

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    1. Ich hoffe, es ist unproblematisch, da es kein chinesischer Mörtelkübel ist....LG Sigrun

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  11. Kann mir mal jemand einen Hobby-Schreiner vorbei schicken ;-)
    Ich halte schon immer ausschau, was ich als Hochbeet verwenden könnte, aber mir ist bisher noch nichts vor die Füße gefallen und die fertigen waren mir echt bisher immer zu teuer. So verschiebe ich das Hochbeet von Jahr zu Jahr.
    Liebe Grüße

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    1. Wie wäre es mit EURO-Paletten? LG Sigrun

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  12. Das sind gute Ideen!
    Liebe Grüße,
    Markus

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  13. Hallo liebe Sigrun,
    das ist ja ein sehr informativer Post mit tollen Buchvorstellungen. Ich bin auch ein absoluter Fan von Hochbeeten, weil ich auch so einen steinigen Gartenboden hab. Leider geht aber für die Hochbeete irgendwann der Platz im Garten aus.
    Übrigens ... den Brandmalkolben gibt's gerade für wenig Geld bei Lidl.
    Lieben Gruß,
    Trixi

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  14. Tolle Ideen! Ich lern ja gerne immer wieder dazu!
    LG Ariane ☃

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  15. Liebe Sigrun,
    warum bin ich eigentlich nicht schon vorher darauf gekommen? So simpel und Teichfolie haben wir ja jetzt genug :-)).

    Liebe Grüße Alexandra

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  16. Hallo Sigrun.
    Tolle Idee das mit den Hochbeeten.
    Schönen 1. Advent und liebe GRÜße Jana.

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