Montag, 31. März 2014

Frühlingsglocken

Den großen Auftritt im Frühlingsgarten hat hier im Moment die niedrige Glockenhasel bzw. Zwerg-Scheinhasel, Corylopsis pauciflora, mit ihren hellgelben glockenförmigen Blüten. Sie wird nur ca. 1-1,5 (2) m hoch und wächst dafür sehr in die Breite. Es ist ein langsamwachsender Strauch, der sich gut für einen kleinen Garten eignet. Ich wollte an der Stelle nichts hohes pflanzen, um den Nachbarn nicht die Sonne zu nehmen, da Haus und Terrasse sehr dicht stehen.

Am Samstag Morgen war es eiskalt, aber schon so sonniges Fotowetter, dass man noch den Tau auf den Blüten sieht. Die nächtlichen frostigen Temperaturen haben erst mal nicht geschadet.





Die Glockenhasel blüht zur selben Zeit wie Forsythia, ist aber viel heller vom Farbton. Im Beet wechselt sich hier die Zaubernuss (links) mit der Glockenhasel ab und danach ist die weiße Azalee (im Vordergrund) dran.


Der bogige, überhängende Wuchs bietet sich für einen Teppich aus Frühjahrsblühern an. Mit Scilla, Muscari oder Anemonen könnte man hier etwas mehr Farbe ins Bild bringen. Bisher war ich da etwas zu zurückhaltend und es gibt nur Gelb und Weiß im Beet. Nach den Winterlingen blühen die Narzissen seit einer Woche und haben den kurzen Wintereinbruch am letzten Dienstag mit Schnee und Graupel  fast unbeschadet überstanden.


Diese Frühlingsstern-Anemonen würde sich bestimmt auch gut unter der Glockenhasel machen.


Von den Muscari könnte ich nach der Blüte ein paar umsiedeln, da sie an der Terrasse reichlich wachsen. Das dauert jetzt bestimmt nicht mehr lange, bis sie blühen.


Auch mit der Sternmagnolie muss ich mich noch kurz gedulden.


Um die letzten Meisenknödel streiten sich die Spatzen. Erstaunlich, dass sie es schaffen, an den Knödel ranzukommen. Dabei könnten sie es einfacher haben und einfach ins Vogelhäuschen fliegen, aber die Sonnenblumenkerne dort scheinen gerade nicht auf dem Lieblings-Speiseplan zu stehen.


Sonntag, 23. März 2014

12tel Blick im März

Heute ist es wieder Zeit für den 12tel Blick in den Garten. Die Sonne hat uns die letzte Zeit ordentlich verwöhnt und ich bin die ganze Zeit mit der Gartenschere am herumschnippeln gewesen. Inzwischen sind die Rosen geschnitten, die Kugelrobinie eingekürzt, die Lavendelbüsche gestutzt und Gräser geschnitten. Das Kiesbeet sieht erstmal noch kahler aus, als im Februar. Auch die Buchenhecke im Hintergrund verliert gerade ihr Laub und man kann fast durchschauen.


Der 3-Sorten- Frühlingszwiebeltopf  durfte aus der geschützten Ecke in die Sonne. Die Tulpen waren hier eindeutig die Stärkeren. Krokusse sind nur mit dünnen Trieben zu sehen und die Narzissen...? Hinten in einem Beet waren gestern schon die ersten Narzissen aufgeblüht.....es wird wohl ein Tulpentopf werden.



Das Sandrohr treibt schon ordentlich los. Nach dem milden Winter werden die anderen Gräser bestimmt überlebt haben. Auch an der Bartblume war ein Austrieb zu erkennen und sie wurde gleich gekürzt.


Rings um den Echinacea purpurea habe ich diese neuen Pflänzchen entdeckt. Wenn das kleine Sonnenhüte wären, würde ich mich riesig freuen....


Die Clematis wächst dieses Jahr zum ersten Mal von oben weiter. Sonst war sie jeden Winter bis unten abgefroren. Die Katzenminze werde ich noch teilen, da sie letztes Jahr schon sehr üppig war.
Wie das Kiesbeet entstanden ist, könnt ihr hier anschauen.


Im Hintergrund blüht die, letztes Jahr gepflanzte, Japanische Mandel-Kirsche Prunus tomentosa.
In der linken Ecke vor der Buchenhecke wird demnächst die Sternmagnolie Magnolia stellata ihre weißen Sternblüten aufklappen.



Unter der Sternmagnolie ist eine Frühlings-Sternanemone eingezogen und leistet den verspäteten Schneeglöckchen Gesellschaft...





Noch mehr 12tel Blicke vom März gibt es bei Tabea zu sehen


LG Sigrun

Mittwoch, 19. März 2014

Märzenbecherwiesen im Polenztal

Nach den Krokussen könnten jetzt die Märzenbecher im Garten blühen und ein paar Insekten anlocken. Meine, im Herbst gesteckten Zwiebeln sagen leider nicht allzuviel...nur ein einziger grüner Stängel ist zu sehen.


Die heutigen Fotos kommen von einer Frühlingswanderung durch das Obere Polenztal in der Sächsischen Schweiz, als das Wetter letzte Woche so herrlich war. Dort blühen im Moment die Märzenbecher  (Leucojum vernum L./ Frühlingsknotenblume), die sich auf den Wiesen entlang der Polenz ausgebreitet haben.
Da die Märzenbecher unter Naturschutz stehen, dürfen die Wiesen nicht betreten werden. Teilweise sind sie sogar eingezäunt. Manchmal wachsen sie zum Glück bis an den Weg ran und man muss sie nicht nur aus der Ferne anschauen.


Hier sieht man im Hintergrund die Polenz. Die Märzenbecher mögen die feuchten Wiesen des Tals, die nicht vor Ende Juni gemäht werden.


Es gibt verschiedene Möglichkeiten, durch das Polenztal zu wandern. Am einfachsten ist es, an der Bockmühle zu parken, da dort gleich in der Nähe die größten Märzenbecherwiesen zu finden sind.

Wir sind von der Heselichtmühle in Richtung Bockmühle gewandert. Von oben hat man einen guten Überblick über das Tal...und auch dort findet man Märzenbecherwiesen.



Wandermöglichkeiten kann man gut auf dieser Karte ansehen

Aktuelle Berichte zur Blütezeit finde ich hier sehr gut beschrieben.

Viele Informationen rund um die Urlaubsgegend: www.hohnstein.de






Möchte man im Garten die Märzenbecher verwildern lassen, braucht man einen ähnlichen Standort, wie im Polenztal. Sie fühlen sich auf feuchten, nährstoffreichen Böden im Halbschatten von Laubgehölzen wohl. Dann bilden sie dichte Horste, die nach einiger Zeit geteilt werden können. Mit etwas Glück säen sie sich selbst aus.

Wenn die Märzenbecherblüte vorbei ist, starten die Buschwindröschen, von denen einige jetzt schon zu sehen waren. Sie wachsen dort genau so gut, wie Bärlauch, den wir noch nicht entdecken konnten.



Falls es mit meinen Märzenbechern etwas werden sollte, muss ich mich wohl noch eine Weile gedulden. Der trockene Winter war erst mal nicht so gut. Wahrscheinlich war das der Hauptgrund, das es nur einen grünen Stängel gibt.


Montag, 10. März 2014

Wildkrokusse als erste Frühlingsboten

Schon seit Februar blühen jetzt die Elfenkrokusse  an der Lavendelheide, die ich gar nicht gepflanzt hatte. Sie waren beim Umzug aus dem vorherigen Garten mit eingewandert.





Das herrliche, sonnige Wetter der letzten Tage hat nun auch die anderen Wildkrokusse geöffnet.
Vor 4 Jahren hatte ich eine Mischung aus 5 verschiedenen Sorten im Garten verteilt.  Toll sehen solche Krokusse eigentlich in einer Krokuswiese aus. Wildkrokusse samen sich selbst aus und können sich dadurch rasch ausbreiten.
Wahrscheinlich würden sie aber bei uns dem Rasenmäher zum Opfer fallen, denn man sollte erst mähen, wenn das Laub verwelkt ist.


Deshalb wächst ein Teil unter der Buchenhecke.  Allerdings wird der Standort immer schattiger, da die Buchenhecke dichter wird. Besonders üppig blühen sie dort im Moment nicht.


Von dieser weißen Sorte mit den lila Streifen gibt es nur noch eine einzige Blüte. Zwiebeln sind aber noch in der Erde, wie man an dem Grün ringsum sieht.


Besser geht es den Krokussen, die im sonnigen Beet an der Terrasse gelandet sind. Eine Sorte konnte ungestört wachsen...




Die zarten lila Blüten kämpfen sich durch einen Lavendel. Das ist dann der Nachteil, wenn man Krokusse ins Beet pflanzt. Am Ende des Sommers weiß man bei Umpflanzaktionen nicht mehr, wo die Frühjahrsblüher gewachsen sind.



 Letztes Jahr haben wir die Krokusse nur einen Tag sehen können, da der Schnee so lange drauf lag...sie sind so robust, dass sie sogar unter dem Schnee gewachsen sind.

LG Sigrun