Montag, 29. September 2014

Miniteich geflutet - Überwinterung der Teichpflanzen

Nachdem der Septemberregen letzte Woche unseren Miniteich fast zum Überlaufen gebracht hat, ist mir aufgefallen, dass ich dieses Jahr noch gar nicht von unserem Fassteich berichtet habe. So einfach, wie im ersten Jahr war es dieses Jahr dann doch nicht mehr gewesen.
Ich hatte die Folie im Frühjahr zu zeitig entfernt, da ich bei dem sonnigen Frühjahrswetter im Februar/ März nicht mehr auf den verhüllten Kübel schauen wollte. Die Folge war fast vorauszusehen. Das Fass trocknete und wurde undicht.
Dann regnete es am 27. Mai aber so heftig bei uns, dass ich Glück hatte und die Holzlatten wieder aufgequollen sind. Seit dem ist es wieder komplett dicht. (Danach leckte dann unsere Garage....)


Ich habe die überwinterten Pflanzen eingesetzt, diesmal aber in etwas abgespeckter Anzahl. Den Wassersalat habe ich weggelassen, nachdem ich ihn in Südafrika in solcher Pracht gesehen habe, dass mir die Pflanzen in meinem Mini-Teich einfach nur noch unterentwickelt vorkamen. Auch die Wasserhyazinthe ist so wärmeliebend, dass ich sie nicht noch mal gekauft habe. Sie hatte sich zwar vermehrt, aber keine Blüten entwickelt.


Die Überwinterung haben überlebt: Schwimmfarn, Zwergbinse, Froschlöffel, Sumpf-Schwertlilie, Tannenwedel und Nadelkraut

Nicht geklappt hat es bei: Wasserhyazinthe, Schachtelhalm, Wasserhahnenfuß

Neu dazugekommen sind : 1x Nadelkraut zusätzlich, Papageienfeder, 1x Mini-Rohrkolben, 1x Wasserminze


Der Froschlöffel hat zwar wieder geblüht, aber die Blätter sind nahezu verschwunden. Ich glaube, irgendetwas gefällt ihm nicht in meinem Fass, obwohl es eine heimische Teichpflanze ist.
Daher möchte ich nächstes Jahr unbedingt das Hechtkraut ausprobieren. Leider gab es das nicht mehr zu kaufen, nachdem das Fass endlich wieder dicht war.


Die Sumpfschwertlilie hatte keine Blüten und auch der Mini-Rohrkolben hat leider keine Kolben dran. Nur die Blaubinse sieht so aus, wie es sein muss.


Mein Fazit im Moment:
Ideale Pflanzen für einen Mini-Teich sind Nadelkraut zur Sauerstoffanreicherung, Tannenwedel, Binsen, Mini-Rohrkolben und Schwertlilien
Mit 2x Nadelkraut und einem Solar-Springbrunnen hatte ich immer klares Wasser, nur gegen Mückenlarven muss man etwas tun, da keine Fische drin sind.


Auch empfehlenswerte und dekorative Pflanzen für den Mini-Teich sind:
Schachtelhalm, Hechtkraut, Wasserhahnenfuß, Krebsschere, Froschlöffel (muss ich wieder neu kaufen),
Mini-Seerosen....wenn kein Wasserspiel im Teich ist (bei mir ist ein Solar-Springbrunnen in der Mitte - das mögen Seerosen nicht)
Zyperngras, Sumpf-Calla, Sumpfdotterblume

Von der geplanten Überwinterung des Miniteieichs werde ich demnächst berichten. Ich habe schon eine neue Idee.

Den Hortensien gleich gegenüber vom Miniteich bekommt der Regen allerdings sehr gut. Die Limelight hat sich inzwischen ganz schön rosa gefärbt.


Ich hoffe, die Eule bekommt diese Woche nichts mehr zu tun



LG und eine sonnige Woche!

Freitag, 26. September 2014

Herbstfreuden

Wenn auch das Herbstwetter dieses Jahr sehr bescheiden ausfällt, gibt es doch vieles am Herbst, was trotzdem Freude macht. Jeden Tag gehe ich an den schon seit August blühenden Herbst-Anemonen vorbei, die ja eigentlich die weiße 'Andrea Atkinson' sein sollten.


Daneben hat sich die weiße Hortensie 'Endless Summer' nun doch noch entschlossen, weiße Blütenbälle zu bringen, nachdem die erste Serie ziemlich rosa war. Ich hatte sie im Frühjahr erst umgepflanzt, weil sie zu trocken stand und kaum noch geblüht hatte.


Die Rosenfotos gehören schon wieder zum Archiv....der Regen hat ihnen arg zugesetzt, aber einige blühen noch. Die Waldgartenrose von Sara/ Mein Waldgarten hat sich gut eingelebt und hat gleich zwei Monate nach dem Einpflanzen gezeigt, was sie kann....Daneben steht ein Spierstrauch und die Edenrose.


Für das geplante Schmetterlingsbeet habe ich schon ein paar neue Pflanzen gefunden, u.a. die Schmetterlingshortensie...leider bin ich auch am Zwiebelregal vorbeigekommen....


Von einem Herbstausflug sind wir schwer beladen nach Hause gekommen....


Alles für 1 EUR...an solchen Ständen kann ich nicht vorbeigehen, ohne etwas mitzunehmen

Bis unser Apfelbaum abgeerntet werden kann, dauert es aber nicht mehr lange


Montag, 22. September 2014

12tel Blick September

Man sieht es ganz deutlich, der Herbst hat Einzug gehalten. Der wilde Wein steht feuerrot vor Nachbars roter Garage. Die Fetthennen leuchten aus dem hinteren Beet, während der Purpur-Sonnenhut sich verabschiedet. Die Blüten dürfen noch ein bisschen dran bleiben, auch wenn sie schon fast verblüht sind. Die Prachtkerze ist ein Dauerblüher, auch wenn die beste Zeit im Juni war.


Die Königskerze vor der Fichte blüht zum zweiten Mal und im hinteren Beet hat sich das Geranium 'Philippe Vapelle' zum Glück erholt. Die Blätter sehen alle wieder gesund aus. Neben dem "Zierapfel", der wohl keiner ist, wächst eine Mini-Tomate....ich hab sie nicht dort hin gepflanzt....mal sehen, ob sie noch rot werden.


Die Fetthennen sind eine Pracht, obwohl die grünen Raupen im Frühjahr so stark gewütet hatten. Neu ist die rotblättrige 'Garnet Brocade' (oben rechts), die letztes Jahr noch ganz klein in einer Herbstschale wohnte.

Der wilde Wein hat sich als allererstes sein Herbstkleid angezogen.


Im Kiesbeet hat sich das Pampasgras dazu entschlossen, doch noch Wedel zu zeigen, ganze 2 Stück...

Die Bartblume blüht. Da der letzte Winter so mild war, ist sie nicht erfroren. Den Winter hat auch die Schokoladenblume überlebt. Sie war noch als Knolle in der Erde, als ich sie zufällig beim Pflanzen der Sterndolden gefunden habe. Jetzt steckt sie im Topf und hat 1 Knospe!!! Also, nächsten Winter kommt sie ins Haus. Im Moment steht sie an der sonnigsten Stelle im Beet.



Ja, und beinahe hätte ich es vergessen. Es sind tatsächlich Astern im Beet gewachsen, obwohl ich gar nicht mehr wusste, dass ich dort überhaupt welche gepflanzt hatte. Ganz viele Sämlinge. Ich hatte erst gehofft, dass es Sonnenhüte sind, aber Bärbel (Maifelder Gartenlust) hat die kleinen gleich richtig erkannt.

Kissen-Aster Aster dumosus 'Prof. Anton Kippenberg'



Forster Rosentraum

Hier noch mal die letzten Monate im Überblick.



Noch mehr 12tel Blicke gibt es bei Tabea


Mittwoch, 17. September 2014

Apfel oder Zierapfel

Heute war ich mal wieder schauen, was mein letztes Jahr gepflanzter Zierapfelbaum macht. Er hat im Frühjahr ganz hübsche Blüten gehabt und ich freue mich schon eine Weile über drei rote Äpfelchen. Langsam bin ich aber doch ins Grübeln gekommen. Normalerweise sollen Zieräpfel doch klein sein und sich gut zum dekorieren eignen und meine haben fast die Größe unserer Topaz-Äpfel....Irgendetwas stimmt da nicht, oder?


Also schnell mal in der Gartenkiste nach dem Sortenschild gekramt.....und sogar gefunden. Es soll ein Malus 'Liset' sein. Aber die Früchte auf dem Bild sehen komplett anders aus.  Der 'Liset' soll erbsengroße, granatrote bis braunrote Früchte haben. Meiner kann ganz gut mit Tennisbällen mithalten.


Vielleicht können mir ja die Blüten weiterhelfen, denn die veredelten Äpfel blühen weiß und die Zieräpfel eher rosa oder rot. Aber in meinen Fotos vom April konnte ich nur diese weißen Blüten vom Topaz finden.

 
Leider habe ich wohl vergessen, ein Foto zu machen, aber ich würde sagen er hat rosa geblüht.


Dieser Baum war ein 'Oktoberangebot' vom letzten Jahr zum Mini-Preis. Man wollte den Baum loswerden und ich wollte ihn retten....


Es ist ja nicht das erste Mal, das ich mich über meine Pflanzen wundere. Meine Herbstanemonen sind rosa, statt weiß und die rote Sterndolde blühte weiß. Die Verwechselungen stammen aber überwiegend aus dem Gartencenter. Obwohl die Herbstanemone ein Geschenk von einem Gärtner-Freund ist. Es sollte die weiße 'Honorine Jobert' sein.......


Wenn ich mich genug an den 3 Äpfeln gefreut habe, werde ich einen kosten...dann bin ich mal gespannt! Aber ich kann kaum glauben, dass ich einen Zierapfel gepflanzt habe....








Freitag, 12. September 2014

DIY - Anzuchttöpfe selbst gemacht - Buchempfehlung Spaß im Garten

Sichher ist das jetzt nicht die Zeit, in der man Anzuchttöpfe benötigt. Das nächste Frühjahr ist auch noch nicht in Sicht....also könnte das Thema warten. Nicht warten kann aber mein fast 10jähriger Sohn. Ich habe das Gefühl, wenn man 10 wird, befindet man sich an einem entscheidenden Wendepunkt im Leben.

Mein Sohn auf jeden Fall!!!!

Es fing damit an, dass er vor zwei Wochen sämtliche Kinderbücher aus seinem Regal aussortierte und mich mit dem Stapel vor vollendete Tatsachen setzte. Dann ging es weiter mit seinen Kassetten und T-Shirts. Schließlich gab es noch ein paar Playmobil-Sachen, die vom Thema nicht mehr seins waren. Die gefährlichen Sachen durften natürlich bleiben, wie Polizei, Agenten oder Piraten. Als nächstes war das Hochbett dran. O.K, das war kein Problem, schließlich konnte man den unteren Teil abschrauben und alles in ein Couchähnliches Möbelstück, wie beim großen Bruder, verwandeln. Als nächstes überraschte er mich damit, dass er seine Junior-Zahnpasta nun wirklich nicht mehr braucht und rannte mit brennendem Mund beim Zähneputzen durch die Gegend. Daran war die Zahnpasta des großen Bruders Schuld. Und nicht zuletzt muss man mit fast 10 Jahren doch unbedingt eine eigene Pflanze im Zimmer haben. So eine hat er auch schon beim großen Bruder bewundert, der sich vor einigen Jahren eine Litschi aus einem Kern gezogen hat.

Bis zum Frühjahr kann man damit aber nicht warten, denn der 10. Geburtstag ist schon am Sonntag!!!


Ich habe dieses lustiges Buch im Schrank gefunden, das ich letztes Jahr in unserem Presse-Shop entdeckt hatte. Wenn man die Tageszeitung im Urlaub abbestellt und spendet, bekommt man einen Gutschein, den man für Bücher einlösen kann.

Es heißt "Spaß im Garten" und wurde im DORLING KINDERSLEY Verlag veröffentlicht.

Im Buch geht es darum, den Spaß, den Kinder ohnehin am Gärtnern haben, mit kreativen Ideen zu unterstützen. Es wird erklärt, wie man mit Samen umgeht, damit er keimt, es werden Tipps für einen Bio-Garten gegeben und es wird auf preiswerte Recycling-Ideen eingegangen. Richtig zum Fürchten sieht die gruselige Vogelscheuche aus alten Konservendosen aus.

 
Da Kinder ja bekanntlich sehr ungeduldig sind, werden 10 anspruchlose und schnell blühende Blumen vorgestellt, wie Kapuzinerkresse oder Bechermalve. Dabei kommen ungewöhnliche Pflanzgefäße, wie ausrangierte Körbe oder alte Farbdosen auch zu einem neuen Auftritt.



Mohnblumen könnten wir nächstes Jahr probieren. Ich bin schon beim Samen sammeln.

Für dieses Jahr ist die Zeit für Gartenblumen leider vorbei.  In meiner Samenkiste habe ich noch Samen von einer blauen Passionsblume (Passiflora caerulea) gefunden, die ich schon längst mal aussäen wollte. Denn blühen sollte die Pflanze auch noch, sonst hätte der Sohn auch den Affenbrotbaum (Geldbaum/ Crassula) zum Vermehren genommen.

Im Buch gibt es eine Anleitung, wie man schnell und kostenfrei zu einem Anzuchttopf mit Bewässerung kommt. Aber wie es bei mir mit allen Rezepten ist, wurde die Ausführung etwas abgewandelt.
 

Dafür halbiert man zuerst eine Wasserflasche und macht in den Deckel einen Schlitz (1). Ich habe mit dem Handbohrer ein kleines Loch durchgebohrt und einen Wollfaden durchgeschoben (Stoffstreifen wird empfohlen). Danach sollte eigentlich der Deckel aufgeschraubt werden und alles verkehrt herum in den unteren Teil gesteckt werden. Bei uns hat das nicht funktioniert, da die Flasche oben zu schmal war und durchgerutscht ist. Sie sollte also oben dicker sein, als unten.

Zum Glück hatten wir noch eine Verpackung von  leckeren Cherrytomaten übrig. Der untere Teil der Wasserflasche passte perfekt auf den Tomatenbehälter. Also noch mal ein Loch in den Boden gebohrt, Wollfaden durchgesteckt und mit Aussaaterde gefüllt (2).

Dann durfte der Sohn die Samenkörner ins Gefäß legen, dünn mit Erde bedecken und vorsichtig Angießen. Obendrauf kam der Deckel, der schon zwei Belüftungs-Schlitze hat. In den unteren Teil kommt der Wasservorrat, der über den Wolldocht den Topf immer feucht hält. Ein kleines Mini-Anzuchttöpchen ist fertig, um das man sich kaum noch kümmern muss. 


Natürlich wird das jetzt nichts mehr zum 10. Geburtstag, aber das Gefühl, einer eigenen Pflanze beim Wachsen zuschauen zu können, ist wahrscheinlich erst mal ausreichend. Hoffentlich ist das eine Pflanze, die schnell keimt....

Mittwoch, 3. September 2014

Beeren-Mix aus dem Naschgarten

Ab Juni wird mein Garten zum Naschgarten. Keine große Ernte, aber genug, um täglich beim Vorbeigehen die eine oder andere Beere zu naschen.
Nach den Erdbeeren folgen die roten und schwarzen Johannisbeeren und die Jostabeeren im Juli, gefolgt von ein paar Heidel- und Stachelbeeren.  Diesmal haben wir es nicht geschafft, vor dem Urlaub alle Beeren zu essen. Der Rest wanderte in mein kleines Gefrierfach.

Nach dem Urlaub gab es dann die nächste Beerenschwemme. Die Fränkische stachellose Brombeere (keine Sortenbezeichnung, nur aus Franken mit umgezogen) war mit Naschen alleine nicht mehr zu bewältigen.


Die Herbsthimbeeren gehören auch zum Naschgarten. Bisher habe ich immer ein paar von den alten Ruten für die Sommerernte stehen gelassen. Sie tragen dann ein zweites Mal. Hier werde ich dieses Jahr aber alle im Herbst kürzen, da mir die Herbst-Beeren besser schmecken. Sie sind größer und aromatischer und tragen viel besser.

Brombeeren sind ziemlich einfach zu pflegen und wachsen wahrscheinlich in jedem Gartenboden. Nur Sonne muss schon sein. Man schneidet einfach nach der Ernte alle abgetragenen Ruten am Boden ab und bindet 3-4 neue Ruten an das Spalier (bei mir ein etwas zu dünner Draht). Die Seitentriebe kürzt man auf ca. 3-4 Augen. Dort wachsen nächstes Jahr die neuen Beeren. Bei mir hängen sie über dem Kompost, der inzwischen wieder gefüllt ist.


Für ungeduldige Gärtner gibt es seit diesem Jahr eine neue Sorte mit dem Namen: Lubera Direttissima Montblanc - eine Direktträgerbrombeere. Sie treibt, blüht und fruchtet in nur einer Saison,  wie die Herbsthimbeeren. Das wäre dann sogar für Balkongärtner attraktiv.


Nachdem die Nacktschnecken sich beim abendlichen Beerenfestessen von den überreif runtergefallenen Früchten bei mir tummelten, musste ein Lösung her. Also schnell die Johannis- und Jostabeeren aus dem Kälteschlaf geholt


und mit den Brombeeren zur Beeren-Mix-Marmelade verarbeitet. 


Die Etiketten zum Selberdrucken findet man u.a. beim Jam Labelizer

Die Himbeeren wandern jetzt täglich mit ein paar frischen Brombeeren und einem Klecks vom Mixed Berry Jam in den Joghurt.....suuuuper lecker!!!!


An die Vermehrung der schwarzen Johannisbeere habe ich mich letztes Jahr gewagt. Dazu schneidet man nach der Ernte von einjährigen Trieben ca. 20 cm lange Steckhölzer und entfernt die Blätter. Die Spitze wird schräg geschnitten, die Basis gerade. Dann steckt man diese Stängel einfach so tief in die Erde, dass noch ca. ein Viertel herausschaut. Mit etwas Glück treibt das Steckholz im Frühling aus. Von meinen drei Steckhölzern hatten zwei ausgetrieben und davon hat eins überlebt und ist jetzt ca. 30 cm groß.


Diese Jahr versuche ich, Jostabeeren über Steckhölzer zu vermehren (linkes Bild). Mir reicht zwar der eine Strauch, den wir haben....aber falls es was wird, findet sich bestimmt ein Abnehmer.....


Diesmal im Topf, um das Gießen im Frühjahr nicht aus den Augen zu verlieren. Im Winter wird er im Beet versenkt.