Sonntag, 30. November 2014

Gelungene Adventsüberraschungen

Letzte Woche stolperte ich beim Nachhausekommen über ein großes Paket. Nanu? Ich hatte doch gar nichts bestellt! Oder hatte ich irgendwo noch Samentüten oder schlimmer noch,  Zwiebeln für den Frühlingsgarten, bestellt? Das schoss mir für ein paar Sekunden durch den Kopf. Dann eilte ich ins Haus. Der Absender kam mir bekannt vor. Ein Paket aus Erlangen! Und ein ganz lieber Zettel obendrauf:



"....Hier macht dir jemand eine Freude....???"


 Ganz wunderbar verpackt kamen ein paar Birkenlichter zum Vorschein. Eine Erlanger Freundin hatte ganz genau zugehört, als ich ihr erzählte, dass mir genau diese Lichter gefallen.


Sie haben nun einen wunderbaren Platz gefunden. Gleich neben den Waldwichteln, die auch jedes Jahr vorgeholt werden....auch eine Überraschung schon vor längerer Zeit. 


Die fränkischen Waldwichtel aus Holz  sollen eigentlich unsere Familie darstellen....sie haben inzwischen Besuch von den Bücherwichteln bekommen.

Heute kam dann noch ein kleines Birken-Wäldchen dazu, das ich . 
beim Adventsmarkt der Sinne in der Nikolaikirche Freiberg (St. Nikolai) entdeckt hatte.


Ja, und die 2 Bücherwichtel haben auch schon wieder Besuch von Nr.3.....


Die Nikolaikirche wird nur noch für Konzerte und Ausstellungen genutzt. Es ist eine romanische Kirche aus dem 12. Jahrhundert (Bj. 1185-1190).


Und so schön sah es heute von innen aus


Es gab ein Weihnachtskonzert vom Chorus und Capella Spandowia (mit historischen Instrumenten der Renaissancezeit), viele Handwerksstände wie Töpfereien, Holzkunst und Schnitzkunst aus dem Erzgebirge und natürlich einen guten Kaffee und Kuchen von der Kaffeerösterei Momo.
Ihr erinnert euch an mein Lieblingskaffee?

Bei dieser Gelegenheit möchte ich mich gleich mal bei euch für die lieben Kommentare zur Nepal-Charity-Aktion bedanken. Ich bin gespannt, wer sich über die Tüte Kaffee freuen darf.


Es war ein gelungener 1. Advent und vielen Dank an Ingid und Tonja!

Den Post schicke ich heute mal zur 'Adventszeit' bei Lotta.

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Geschenk: Ingrid vom Blog Gedankenstreuner
Birkenlichter: Tonja vom Blog Zeitgeist Living mit Ladengeschäft in Erlangen
Birkenwäldchen: Floristik 'Blumen Borchart' Freiberg
Bücherwichtel: Moses Verlag, gefunden im Taschenbuchladen 

Mittwoch, 26. November 2014

Charity-Aktion für Nepal - Give Away für einen guten Zweck

In unserer Stadt begann gestern offiziell die Weihnachtszeit. Reisebusse bringen nun täglich zahlreiche Touristen zum Freiberger Christmarkt.
Mein Sohn kam gestern mit dem ersten Wunsch-Säckchen nach Hause. 

In dieser besinnlichen Zeit ist es zum Brauch geworden, nicht nur an das eigene Wohl zu denken, sondern vor allem Menschen in Not zu helfen.
Mein Mann und ich waren einmal im Hilton München eingeladen und dort entdeckte ich einen riesigen Weihnachtsbaum gleich am Hotel-Eingang. Am Baum hingen kleine Botschaften. Ich las mir einige durch und stellte fest, dass es Weihnachtswünsche waren. Kinder, die Hilfe benötigten, hatten dort ihren Herzenswunsch aufgeschrieben und es war ein leichtes, so einen Wunsch zu erfüllen. Es waren Kinder, die in Deutschland leben. Auch wenn man es kaum glauben möchte, fängt die Armut manchmal wenige Schritte von der eigenen Haustür entfernt an.

Für dieses Jahr habe ich mir etwas besonderes einfallen lassen. Ich möchte mich auch mal bei meinen zahlreichen treuen Lesern für die lieben Kommentare und Verlinkungen bedanken. Auch wenn ich es nicht jedes mal erwähne, freue ich mich riesig über jeden neuen Leser und einen Erfahrungsaustausch mit euch. Wenn es euch nicht geben würde, wäre mein Garten-Horizont immer noch recht eingeschränkt. Ich habe schon so viel neues gelernt, seit ich mit einem eigenen Blog im Netz bin. Heute habe ich für euch den Tisch gedeckt.


Ich unterstütze schon seit ein paar Jahren die Schülerfirma Namaste Nepal S-GmbH Freiberg, mit dem Kauf ihres wunderschönen Nepal-Kalenders. Er ist ein ganz tolles Weihnachtsgeschenk und diesmal verschenke ich ein Exemplar davon an euch. Eine Fotovorschau kann man sich auf der Web-Seite anschauen.


Die weiteren Geschenke stammen aus dem Fairkauf Ladencafe Freiberg. Es gibt hier auch noch einige Dinge aus Nepal bzw. Indien. Wir sind 1993 mit Freunden auf einer Trekkingtour 'Around the Annapurna' durch den Himalaya gewandert und die Bilder der nepalesischen Dörfer vergisst man nie wieder.


1 Päckchen Grüntee Himalaya 'Lasata' fair+bio

1 Tannenbaumanhänger aus Filz Fair Trade aus Nepal


1 Samentüte Let's Spicy-Up your Garden (Kümmel) Fairtrade

1 Tüte mit Papierherzen aus handegeschöpftem Papier (Ethik Art) aus Indien


1 Stern zum Aufhängen - Recycling aus Vietnam (gerollte Zeitschriften)

Die Preise 2-5 werden ergänzt durch eine selbst gefaltete Origami-Blüte für die Welthungerhilfe

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Ich würde mich freuen, wenn ihr zahlreich in den Lostopf hüpft. Wer nur kommentieren, aber kein Geschenk möchte, bitte dazu schreiben. Ihr dürft auch gerne einen Zweitwunsch äußern, falls es mit dem Hauptpreis nichts geworden ist. Kümmel ist ja nicht jedermanns Sache (ich mag keinen im Essen), aber die Doldenblüten sind trotzdem eine Bereicherung für den Kräutergarten.

Den Nepalkalender gibt es  hier auch zum bestellen. Das Geld kommt ausschließlich der Namaste Nepal S-GmbH zu Gute. Daran verdient niemand.

Die Freiberger können ihn u.a. in der Kaffeerösterei Momo kaufen, wo es den leckersten Kaffee von ganz Freiberg gibt und natürlich in allen Buchläden der Stadt.


Als kleinen Zusatz verschicke ich noch 1x frisch gerösteten Nepal-Kaffee.

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Das Kleingedruckte:

Die Steinigergarten-Jury wird die Gewinner unter Ausschluss der Öffentlichkeit ermitteln...Der Rechtsweg ist selbstverständlich ausgeschlossen (muss ja auch gesagt werden).
Teilnahmebedingungen:
Es dürfen nur Leser (bei G+ , Bloglovin oder Google Friends Connect) teilnehmen, denn es ist eine Treue-Aktion (anonymen Kommentare sind schon länger bei mir ausgeschaltet). 
 Außerdem Leser, die regelmäßig hier kommentieren oder mir per einfachem Blog-Link oder Email folgen (das sind ja auch einige).
Bitte teilt mir über das Kontaktformular eure Adrtesse mit, wenn ihr gewonnen habt.



Und bite, bitte nicht traurig sein, wenn es diesmal nicht geklappt hat. Es gibt im Dezember noch ein zweites Give Away  mit selbstgemachten Dingen. Das Bildchen könnt ihr gerne auf eure Webseite mitnehmen.





Sonntag, 23. November 2014

Günstig gärtnern mit Hochbeeten

Günstig Gärtnern mit Hochbeeten? Geht das denn? 

Muss man nicht viel investieren in haltbare dicke Holzleisten?
Und hat denn jeder einen (Hobby)-Schreiner zu Hause? Wer handwerklich begabt ist, für den sind Hochbeete eine tolle Sache. Findet man doch im Baumarkt ausreichend preisgünstiges Material dafür. Fehlt dann nur noch die Idee für die Ausführung, aber auch da wird man im Netz fündig. Es gibt Online-Bauanleitungen und einige schöne Bücher über den Hochbeetbau.

 
Mein erstes Hochbeet war nicht besonders günstig. Ich habe es mir von einem 'Herrn Holzwurm' bauen lassen. Aber es ist perfekt für meinen Garten, der zu einem großen Teil aus geneigten Flächen besteht. Der Gartenboden weigert sich, Karotten aufzunehmen und die ehemalige Schadstoffbelastung der Freiberger Bergbauregion (Blei, Arsen) macht mir große Sorgen. Wir wohnen auf einer ehemaligen Halde.



Jetzt aber zu den günstigen Hochbeeten. Die gibt es wirklich! Gefunden habe ich sie in einem kleinen Buch von Rita Linhart.


Nachdem ich nun mit der Befüllung meines ersten Hochbeetes endlich fertig war, fand das Gartenjahr noch kein Ende. Also wurde weiter gegärtnert und gepflanzt. Dabei fallen immer irgendwelche Kompostdinge an. Also wohin damit? Ein zweites Hochbeet musste her.

"....Ich war mal ein Holzlatten-Komposter...."
 
Zwei Jahre hat er mir schon treu als Kompostmiete gedient und ist nicht zerfallen. Letztes Jahr wuchs dort der Hokkaido mit den langen Ranken drauf, aber noch ohne Folie.
Jetzt habe ich Teichfolie von der  Verhüllung des Weinfasses übrig gehabt und los ging es. Nur noch zuschneiden, innen und außen antackern, fertig! Inzwischen ist das Teil schon wieder zur Hälfte gefüllt, da im Herbst so viel Material anfällt. Ich bin bei der Laubschicht angekommen....na klar...von der gemieteten Blutpflaume des Nachbarn.


Im Frühjahr kommt dort der halb zersetzte Kompost aus dem benachbarten Thermokomposter rein (in dem die Zersetzung immer nicht so gut funktioniert) und dann geht es los, das günstige Gärtnern. Ich freu mich schon drauf.
Das Hochbeet steht am Fuß unseres Hanges, wo es sehr feucht ist, was Gärtnern auch nicht einfach macht. Es ist das ehemalige Flussbett des Münzbachs, der nun ein paar Meter weiter hinter unserem Garten durch einer Röhre fließt.


Dort gibt es einen Garten mit Haus aus dem 19. Jh.. Diese Woche mussten drei riesige Fichten gefällt werden, die ich von meinem Computerzimmer aus sehen konnte. Die Wurzeln hatten leider die Röhre des Münzbachs erreicht. Ja, so leid, wie mir das immer tut, wenn hier in der Stadt Bäume verschwinden. Aber der Nachbar hat mir erlaubt, seine Fichtenzweige mitzunemehmen.
Ich habe sie jetzt auf die Beete gelegt, damit das viele Laub von der Blutpflaume dort liegen bleiben kann. Und die eine Fichte hatte so tolle Nadeln, dass ich sie gleich für etwas weihnachtliches verwenden kann und keine teuren Zweige kaufen muss.


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In meinem großen Hochbeet wächst in einer kleinen Kiste im Moment schon Spinat. Er ist reserviert für das Weihnachtsessen, weil er etwas ganz besonderes ist!!! Diese Kiste darf von sich berichten:

"....Ich war mal ein Kaminkorb..."

Kunststoffteile halten erfahrungsgemäß nicht sehr lange. In dem kalten Winter vor zwei Jahren war er doch recht häufig in Benutzung und der Boden ist stellenweise durchgebrochen. Bei mir werden solche Dinge gerne bepflanzt. Ein Mini-Hochbeet mit Spinat 'Matador'. Den Boden brauchte ich nicht mal anbohren, der war ja schon kaputt geplatzt.
Jetzt wird der Spinat nachts immer mit Vlies abgedeckt, manchmal auch tagsüber und er steht geschützt im inneren des Holzwurm-Hochbeetes.


Letztes Jahr habe ich bei Elkes Fotowettbewerb-Günstig Gärtnern den 3.Preis erhalten:

Das Buch 'Kompost in der Kiste' vom Ulmer Verlag.



Liebe Elke, wir haben jetzt auch vorsichtig angefangen, mit Regenwürmern zu experimentieren. Sohnemann hat das Thema Bodenlebewesen gerade in Sachunterricht 4. Klasse dran.

Und jetzt zum Schluss noch eine Zusammenfassung meiner  
Günstig Gärtnern Projekte 2014



Günstig Gärtnern mit Hochbeeten und Upcycling


 1. +2. Ich war mal eine Holzlatten-Komposter

3. Ich war mal ein Kaminkorb

4. Ich war mal ein Gurkenglas (Wurmkompost aus dem Glas) ...keine Angst, da kommt noch ein Vlies drüber...


 Dieses Foto schicke ich jetzt zu Elke und ihrem aktuellen Fotowettbewerb. Bis zum 6.12. kann man noch mitmachen.

Freitag, 21. November 2014

12tel Blick November

Das Jahr neigt sich langsam dem Ende zu und das vorletzte Bild für 2014 ist heute an der Reihe.

Das Wetter hat sich diese Woche endlich mal so verhalten, wie man das von einem Novemberwetter gewohnt ist. Nebelig, Grau, dauernieselnd und bei max. 4 °C am Tag. Die Wiese hätte noch mal gedüngt werden müssen, der Herbstdünger steht in der Garage. Vor lauter Pflanzerei hab ich das immer nach hinten geschoben und nun....ist es wohl zu spät!


Es blüht immer noch im Garten. Die Margerite im Herbstbeet sieht inzwischen aus, wie ein UFO.
Aber heute geht es ja um das Kiesbeet. Dort blüht nur noch die einzige Blüte von Clematis 'Präsident' und links im Beet die dunkelrote Duftrose (namenlos) in Augenhöhe. Wenn ich die Gaura (Prachtkerze) nicht doch abgeschnitten hätte, würde sie immer noch blühen.

Einen lieben Dank noch mal an Sara/ Waldgarten, die mir eine selbstgemachte Steinblume geschenkt hat. Das war eine Überraschung...ein Weihnachtspäckchen im November mit ganz vielen Samentüten, Holzsternchen, ein Baby-Boo....hat alles schon seinen Platz gefunden.


Alchemilla wurde mehrfach geteilt und die Einzelstücke wieder eingepflanzt. Die feuerroten Blätter von dem Miniatur-Bäumchen im Topf gehören zum Kugel-Amberbaum 'Gum Ball'.
Ein Gummiball....?

Die Samenstände von Echinacea werden von den Meisen besucht. Wunderschön finde ich die blühenden Gräser, die ich von unserem Wohnzimmerfenster aus sehen kann.


Davor, das Birkenfutterhäuschen, das inzwischen auf der Terrasse steht. Es ist schwer zu sehen (mangels Zoomobjektiv), aber es sitzt gerade eine Meise drin. Sie mögen kein Fotoshooting und man wird sofort hinter der Scheibe bemerkt....


Wenn die (Nachbars-)Katze nicht da ist, kommen  reichlich Vögel vorbei. Ich habe einige stachlige Fichtenzweige unten reingesteckt. Das soll angeblich Katzen abwehren (ich denke, am besten wäre Blaufichte). Habt ihr Erfahrung mit so etwas?
Es wirkt im unteren Bereich wie ein Regendach und so bleibt wenigstens das Amselfutter trocken.
Ja, der aufgespießte Apfel ist eigentlich nur Deko....wer sich so etwas ausgedacht hat! Amseln können doch nicht dort hoch fliegen....


Zum Schluss noch mein UFO im Herbstbeet



Noch mehr November 12tel Blicke findet ihr, wie immer, bei Tabea

 
Meine 12tel Blicke kann man hier zusammenfassend anschauen. 
Im Dezember gibt es dann alle 12tel Blicke noch mal in einem Post als Rückblick.

Mittwoch, 19. November 2014

Neue Leidenschaft für Helleborus

Kennt ihr den Unterschied zwischen Helleborus niger und Helleborus orientalis

Ich bisher nicht. Eigentlich war ich der Meinung, es gibt Christrosen und die brauche ich nicht, weil ich sie bei den Schneemassen, die hier normalerweise schon oft im Dezember vorkommen, ohnehin nicht sehen würde. Das wären dann eher Schneerosen, aber unsichtbare!
Jetzt habe ich doch eine Christrose und sie steht im Topf.....für den Fall, das es doch noch schneit.
Sie nennt sich Helleborus niger 'Silverline' und wollte wieder mal gerettet werden, als ich im Baumarkt war. Eigentlich wollte ich solche armen Pflanzen nicht mehr kaufen, aber ich kann nicht anders..... die meisten Blüten sahen elend aus, aber sie hat sich schnell erholt.


Als ich vor einiger Zeit einen Artikel in 'Mein schöner Garten' (3/2011) über eine Lenzrosen-Züchterin gelesen hatte, war ich begeistert. Helleborus 'orientalis' blühen zu einer Zeit, wo doch sonst kaum etwas im Garten wächst. Den Traum vom immerblühenden Garten kann man sich tatsächlich mit Christrosen und Lenzrosen erfüllen.

Dieses Frühjahr war ich aufs neue begeistert von den zahlreichen Fotos auf einem meiner Lieblingsblogs, dem Hillside Garden (meiner Namensvetterin)...:-)))) Dort blühen viele Exemplare von  Helleborus 'orientalis', im März. Es sind die Lenzrosen.

Ich habe letztens ein "Testpaket" (der Test war nur von meiner Seite)  bei einer Versandgärtnerei bestellt. Ganz vorsichtig habe ich die Rose 'Gertrude Jekyll' als Wurzelstock und noch etliche Allium-Zwiebeln bestellt. Mein Urvertrauen in Versandgärtnereien ist ziemlich angekratzt, seit ich mal großes Pech mit  Gä. Pö. hatte.

Jetzt war ich so überrascht von der Top-Qualität, dass ich sofort wieder auf der Webseite gelandet bin....


Es gab ein Helleborus-Sortiment aus 6 verschiedenen Sorten als Spezialangebot.

'Passen die denn überhaupt alle noch in den Garten? Na klar! Und wenn nicht, gibt es ja immer noch Blumentöpfe!'

Mein GG rollt inzwischen mit den Augen, wenn die  Postbotin mit einem neuen riesigen Paketen vor der Haustür steht....er hat eben Angst, wir könnten eines Tages in einem Dschungel leben.


Ich werde nicht für diesen Post bezahlt! Aber ich sage euch trotzdem mal, wo es das gerade zu kaufen gibt. Es ist die Gärtnerei 'Naturwuchs'. So liebevoll verpackte Pflanzen im allerbesten Zustand habe ich schon lange nicht mehr gesehen.
Erstaunlich ist, dass dort mit einem Christrosen-Sortiment geworben wird, bei dem man sich überraschen lassen darf, welche 6 Sorten im Paket sind. Ich war mutig!

Im Überraschungspaket waren folgende Helleborus

Helleborus niger macrantha



Helleborus 'Betty Ranicar' (gefüllt, Weiß)




Helleborus orientalis 'Blue Lady' (Dunkelrot)




Helleborus orientalis 'Red' (Rosa mit Weiß)




Helleborus orientalis 'Joy'




Helleborus orientalis 'Pink Lady'


 Wenn ich das jetzt richtig gelernt habe, sind es 2 Christrosen und 4 Lenzrosen, die im März blühen könnten. Die Christrosen habe ich in den Topf gesteckt und 3 der Lenzrosen ins Beet gepflanzt. Wenn ich dann noch das Laub der Blutpflaume dort verteile, wird es ein richtiges Purpurbeet.


Diesmal kam zusätzlich zu unseren heimischen Steinen auch noch ein Ziegelstein zum Vorschein. Das ist der Grund, warum ich hier eigentlich gar nichts gerne einpflanze. Im Herbst, wenn der Lehmboden aufgeweicht ist, geht es wenigstens etwas besser. Nachdem ich diesen Ziegel endlich herausbefördert hatte, war die Grabegabel verbogen. Ich hoffe, GG bekommt das wieder hin.


Übrigens haben wir in Sachsen heute einen Feiertag, den Buß- und Bettag.
Über den Sinn lässt sich streiten. Ich finde ihn unsinnig. Der Mann ist in China (ohne Feiertag) und der Sohn wird sich bei dem grässlichen Wetter langweilen. Na, vielleicht hab ich ja noch eine Idee.
Also, allen sächsischen Lesern auch einen schönen Feiertag.-)))



Sonntag, 16. November 2014

Her mit dem Laub! Die Blutpflaume hat genug....

'Alles im Garten Gewachsene soll im Garten bleiben.' 

Dieser Spruch stammt von Dr. Konrad Näser, der nach Karl Försters Tod, im Jahr 1970, als Züchtungsleiter in Potsdam-Bornim gearbeitet hat. Seine Geschichten, Erfahrungen und Tipps kann man nun regelmäßig in der Zeitschrift 'Garten-Flora' lesen. Im Novemberheft strahlt mich ein laubrechender Herr Näser auf Seite 19 an.
Diesmal geht es um den Winterschutz empfindlicher Gartengehölze, wie Herbst-Anemonen, und was man alles mit dem Herbstlaub noch anstellen kann.


Macht Ihr das gerne...Laub rechen? Einige werden bestimmt stöhnen bei dieser Frage. Für mich war das schon im Elterngarten immer die Hauptaufgabe des Herbstes. Dort waren es die alten Obstbäume, die überall in unserem Leipziger Garten wuchsen. In der Gartenecke, neben dem normalen Kompost und von Brombeersträuchern eingerahmt, wurde es dort liebevoll von meinem Vater aufgeschichtet. Nie wäre er auf die Idee gekommen, etwas aus seinem Garten wegzufahren.


Diese Tage kann man recht häufig beobachten, wie große, mit Laub gefüllte Säcke, zum Recyclinghof geschafft werden. Dieses Bild stammt aus einem Freiberger Kleingarten, aber man sieht auch deutlich, dass hier Kompostwirtschaft betrieben wird und einfach nun kein Platz mehr im Garten war.


Besser fand ich dann schon diesesen Garten ein paar Schritte weiter. Hier ist das Herbstlaub kein Problem, da über dem Teich ein riesengoßes Netz gespannt wurde.


Wie schauts nun aber in meinem Garten aus? Her mit dem Laub....musste ich letztens zu meinem Nachbarn sagen. Das erste Mal, als ich das Laub für mein Hochbeet brauchte und nun, um die empfindlichen neu gepflanzeten Stauden, wie die Anemone japonica 'Wirbelwind' (erstes Foto), zu schützen. Sie blüht zur Zeit jeden Tag schöner.

Obwohl der Nachbargarten genau so jung ist, wie unserer, gibt es am Ende seines Grundstücks eine riesige Blutpflaume, die der Bauträger schon vor längerer Zeit gepflanzt hat. Und nun jage ich jeden Tag, wie ein Wirbelwind durch seinen Garten...er ist mir sehr dankbar dafür, könnt ihr euch vorstellen, oder?
Dabei hab ich doch auch eine Blutpflaume gepflanzt...gleich, als wir eingezogen sind. Hier mit Blüte Ende März


Ich muss sie aber immer wieder schneiden, da sie an einer Stelle steht, wo ich nun keinen Schatten gebrauchen kann. Dort ist der Küchengarten.

So üppig sah es dagegen im Nachbargarten aus


Diese Blütenpracht wurde mit leckeren kleine Blutpflaumen im August belohnt. Die kann man tatsächlich essen. Der Nachbar hat sich mit den Kernen abgemüht und Marmelade gekocht.


Das ganze Jahr bietet die Blutpflaume den Vögeln Schutz


Jetzt bedeckt ein warmer Purpurteppich mein neues Schmetterlingsbeet


Der andere Nachbar fragte mich gestern nun, ob ich mit Absicht das Laub in der Farbe 'Rot' dort hingetan habe. Schließlich bin ich ja für verrückte Ideen bekannt....
Aber ganz zufällig hat sich hier eine Kombination ergeben, an die ich gar nicht gedacht habe.
Auf der Ecke wirft die Deutzie gerade ihr gelbes Herbstlaub ab.

Jetzt hoffe ich nur, dass es mal ordentlich stürmt....das ist ganz schön zeitaufwendig, jeden Tag nur Kleinstmengen einzusammeln. Und dass das Laub dann im Beet liegen bleibt.