Donnerstag, 2. April 2015

Marode Schönheiten #8 - Alte Gerberhäuser

Am ersten Freitag (heute schon Donnerstag) des Monats sammelt
 Jutta K. Marode Schönheiten.

Heute bleibe ich noch mal im unteren Stadtteil, dem Nikolaiviertel von Freiberg, in der man einige sehr alte Gerberhäuser findet. Es ist der älteste Teil der Stadt, in dem der erste Silberfund Geschichte geschrieben hat. 
Münzbach und Mühlgraben sind inzwischen in Rohrleitungen verschwunden.


Man erkennt die Gerberhäuser an den vorstehenden Obergeschossen und an den sehr hohen Dachböden, die für die Trocknung der gegerbten Tierhäute notwendig waren.
Mühlgraben 25 ist der marode rechte Teil eines Doppelhauses.



Die linke Hälfte Mühlgraben 23 ist saniert. 
Komisch, wenn man direkt neben einer Ruine wohnt...kommt hier aber öfters vor.
Rechts daneben (in der Lücke) muss bis 1995 ein Gerberhaus gewesen sein, dass durch Brandstiftung zerstört worden ist.


In der entstandenen Lücke ist  hinten ein Gerberhaus zu erkennen. Die Vorderseite habe ich vergessen, anzuschauen.

Die Schneebilder stammen aus dem Januar....heute liegt hier noch viel mehr Schnee, dank Tief Niklas...:-)))


Dieses Gebäude ist das ehemaliges Gerberhaus der Lohgerberei Lorenz in der Nikolaigasse 15.


Links daneben wohnt die rote Katze, die sich gerne ein paar Streicheleinheiten abholt... in einem sehr schicken Haus. 


Der Schriftzug 'LOHGERBEREI LORENZ' ist noch ein wenig zu erkennen,
Türbogen mit Jahreszahl 1820
Leider ziemlich hässlich zugemauert



Die Rückansicht vom Badegässchen aus gesehen.

Das Nachbarhaus ist offenbar schön länger hinüber
Im Bild rechts die Nikolaikirche 



Über das Gerberhandwerk in Freiberg hatte ich hier schon mal berichtet.

Das Wasser hat man in der Gegend aber auch zu angenehmen, geselligen Zwecken genutzt. 
Im Badegässchen 2 soll es  seit 1473 eine Badestube mit Wirtschaft (Bierausschank) gegeben haben.

Hier könnt ihr noch mehr Marode Schönheiten besuchen.


Kommentare:

  1. Ich stelle mir das auch seltsam vor, direkt neben einer Ruine zu wohnen. Bei uns sieht man das auch öfters. Ein sehr interessanter Ausflug war das durch Freiberg, diese alten Gassen sind einfach toll und haben ein eigene Geschichte.
    glg Susanne

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  2. Guten Morgen, liebe Sigrun,
    ich versuche mit immer vorzustellen, wie die Häuser noch bewohnt waren....schade, daß soviele einfach zerfallen....neben einem solchen Haus zu woihnen, ist sicherlich ein seltsames Gefühl ....
    Danke für diese wieder so interessanten Einblicke!
    Ich wünsche Dir einen schönen Tag und ein fröhliches Osterwochenende!
    ♥ Allerliebste Grüße, Claudia ♥

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  3. Ein wunderbarer Beitrag! Leider verschwinden immer mehr historische Bauten! Jedenfalls ist das bei uns der Fall! Oder sie werden so lange dem Verfall ausgesetzt, bis sie nicht mehr zu retten sind!
    Viele Grüße von Margit

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  4. Ein wunderbarer Beitrag! Leider verschwinden immer mehr historische Bauten! Jedenfalls ist das bei uns der Fall! Oder sie werden so lange dem Verfall ausgesetzt, bis sie nicht mehr zu retten sind!
    Viele Grüße von Margit

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  5. Danke für diesen tollen Beitrag.
    Ich habe ihn gerade in meiner Aktion verlinkt und bewunder diese große Auswahl, die du da an Maroden Schönheiten zusammen gestellt hast.
    Eigentlich schade, hätte man diese Gebäude früher saniert, dann wären es mit Sicherheit Schönheiten geworden,
    aber so leisten sie wenigstens eine wunderschönen Beitrag !
    Hab ♥lichen Dank dafür und
    dann wünsche ich dir noch ein fröhliches Osterfest
    Liebe Grüße
    Juta

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  6. Liebe Sigrun,
    danke, daß du uns wieder auf einen kleinen Stadtrundgang mitnimmst. Mich interessieren deine Beiträge immer sehr! Mich erstaunt es, daß noch so viele alte Häuser vorhanden sind. Schön wäre es, wenn diese erhalten und saniert werden könnten.
    Liebe Grüße
    Kathinka

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  7. Ich mag solche alten Hütten!
    In Berlin findet man nicht mehr viele alte Häuser.
    Und schon gar nicht die passenden Geschichten.
    Vielleicht sollte ich mal auf die Suche gehen.
    Liebe Grüße
    Andrea

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  8. Danke für deine schöne Stadtführung. Wenn die alten Mauern und Häuser erzählen könnten, dies wäre sicher sehr spannend.
    liebe Grüsse Eveline

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  9. Liebe Sigrun,
    so viel zu bestaunen. Deine Filzarbeiten sind richtig toll geworden. Die Bilder wunderbar anzusehen. Die Projekte egal welcher Art sind doch ein Augenschmaus und alte Schönheiten kann man nie genug bewundern. Toll finde ich auch wenn jemand den Mut aufbringt solche alten Gebäude zu restaurieren . Wieviel Herzblut da hinversteckt sehen wir oftmals in der eigenen Familie. Eine Tante meines Mannes ist nämlich ein Burgfräulein ;-)).

    Herzlichste Grüße und schöne Ostertage

    Alexandra

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  10. Liebe Sigrun,
    es macht mich immer wieder traurig, wenn so alte Gebäude verfallen. Es ist doch ein Stück
    Geschichte. Die ich meine erhalten bleiben soll. Schade eigentlich.
    Danke für die Einblicke bis bald Ursula

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  11. Liebe Sigrun,
    schöne alte marode Schönheiten hast du nun hier gezeigt. Es gab nun wieder viel wissenswertes zu lesen über Freiberg.
    Schade, ein ganz interessantes altes Gebäude wird gerade bei uns abgerissen und ich habe es nicht fotografiert.
    Hoffe bei dir schmilzt auch wieder der Schnee weg. Bei uns ist es noch weiß, aber nicht mehr so schlimm wie gestern.

    Ein schönes Osterfest wünscht dir
    Paula

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  12. Schön wäre es, wenn diese Häuse in ihrem Stil erhalten bleiben könnten, aber das kostet. Und ist vielleicht nicht für jeden machbar. Du zeigst interessante Einblicke, danke.

    Schöne Feiertage
    Margrit

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  13. liebe Sigrun,
    das war jetzt ein interessanter und schöner Ausflug mit Dir,
    ich stell mir dann immer vor, wie es wohl war als sie noch bewohnt waren und welche Menschen darin gelebt haben.
    ich wünsche Dir ein frohes Osterfest
    liebe Grüße
    Gerti

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  14. An das Gerberhaus, welches abgebrannt ist, kann ich mich noch gut erinnern...es ist so schade, dass diese GebäudeRt immer mehr verkommt. Klar war da Brandstiftung am Werk, denn natürlich kostet so eine Sanierung viel Geld..schade. Ganz lieben dank für deine hübsche Karte, ich habe mich sehr gefreut! Der Leipziger Osterhase hat auch Karten verschickt, aber da ist ihm wohl der Streik der Post dazwischen gekommen...;-). Schöne Ostertage! LG Lotta.

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    1. Nicht wundern...mein iPad funkt mir oft dazwischen...;-)

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  15. ...sehr interessant, liebe Sigrun,
    und schade, dass es doch einige Ruinen in dem Viertel gibt...nicht alle haben Charme...ich finde es toll, wie du dich für die Stadt, in der du lebst, interessierst und berichtest,

    lieber Gruß Birgitt

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  16. Wow, so ein aufschlussreicher Bericht über die Gerberhäuser. Sehr schade, dass so etwas historisches nicht erhalten wird. Deine Fotos sind sehr beeindruckend!

    Frohes Osterfest und liebe Grüße :-)

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  17. Liebe Sigrun,

    in Deiner Stadt scheint es ja noch reichlich solche maroden Schönheiten zu geben. Schade, dass sie dem Verfall so preisgegeben werden, zumal es sich hier um spezielle Häuser handelt, die auch zur Geschichte der Stadt gehören.

    Ich wünsche Dir wunderschöne Osterfeiertage!

    Liebe Grüße
    Jutta

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  18. Einen schönen "Rundblick" hast Du uns da gegeben. Hoffentlich finden wenigstens einige davon einen Liebhaber, der sie sorgsam wieder herrichtet.
    LG ZamJu

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  19. ...ich nochmal, liebe Sigrun,
    mit einem riesigen Dankeschön für die schöne Karte, die ich heute aus dem Briefkasten holen durfte...ich freue mich sehr darüber,

    lieber Gruß Birgitt

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  20. Liebe Sigrun,
    wunderschöne marode Schönheiten zeigst du da.
    Ich liebe auch diese alten Bauten, wo jede Wand und jedes Fenster soviel zu erzählen hat,
    doch renovieren, bzw die Renovierung bezahlen möchte ich dann doch lieber nicht.
    Deine vorgestellten Häuser ließen sich bestimmt ganz phantastisch wieder herrichten und wären dann echte Schmuckstücke.
    Dein Freiberg Stadtrundgang war mal wieder herrlich.
    Ich wünsche dir und deiner Familie ein wunderschönes Osterfest.
    Herzliche Grüße
    Kerstin

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  21. Liebe Sigrun,

    wenn man erst einmal anfängt, kommt man aus dem Entdecken gar nicht mehr heraus. So gehts mir bei unserer Stadt auch immer wieder. Obwohl ich hier schon immer lebe ... und es ist sehr spannend!
    Gerbereien gab es bei uns wohl nicht. Jede Gegend hat ihre Sehenswürdigkeiten.
    Das Häuseken aus Natursteienn ist ja wirklich uralt! Da wundert es, daß es zu einem quasi Neubau gehört! Vielleich that man auch nur die untere Außenfassade antik belassen und das innere ist intakt? Zumal daneben eine Garage zu sein scheint? Oder steht das Ganze unter Denkmalsschutz?

    Wenn ich mal wieder Zeit habe, zeige ich auch mal wieder Marode Schönheiten .... aber die Zeit rennt mir einfach weg, da schaffe ich gerade die wesentlichen Garten-Posts, die mir am wichtisten sind, noch.

    Schon interessant, was für halb-verfallene Häuser es bei Euch noch gibt!

    Zu den Primeln hatte ich gerade bei mir noch geantwortet. Ich kenne sie hauptsächlich schon seit meiner Kindheit als Schlüsselblumen.

    Liebe Grüße und ein schönes Osterfest Dir und Deinen Lieben
    Sara

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