Donnerstag, 12. November 2015

Nimm 4 - Leipziger Stadthühner zum Ausleihen

Hühner in der Stadt....? 
Das geht doch nicht, werden jetzt die meisten sagen. Beim letzten Post zum Federvieh fehlten mir die Fotos, weil es hier im Umkreis weit und breit keine Hühner gibt. 
Leben die glücklichen, freilaufenden Hühner also nur auf dem Lande? 

Dass es auch anders geht, beweist das Projekt 'Nimm 4 - Stadthühner auf Tour' in Leipzig, von dem ich jetzt zufällig gelesen habe. 

Foto: www.stadtpflanzer.de

Ursprünglich stammt das Hühner-Projekt von der Künstlerin Ursula Achterkamp, die 2011 mit
 'Chicks on Speed' an die Idee der Selbstversorgung erinnern wollte, die dem Wirken des Architekten Walter Gropius in der Bauhausstadt Dessau zu Grunde lag.

Gropius baute zwischen 1926 und 1928 im Dessauer Süden eine Siedlung, die der Bevölkerung die Selbstversorgung mit Gemüse aus dem eigenen Garten und die Kleintierhaltung ermöglichen sollte (die heutige Gropius-Siedlung). Inzwischen mussten dort viele Gartenflächen und Hühnerställe zugunsten von Garagen und Swimmingpools weichen.

Bei den 'Chicks on speed' handelte es sich um 4 Hühner, die 2 Jahre lang mit einem mobilen Hühnerstall auf Städtetournee gingen. Sie reisten von Dessau nach Berlin, Prag, Budapest und Leipzig.
Viele Familien haben an dem Projekt teilgenommen und in Kauf genommen, dass die Hühner eine Kahlstelle im Garten hinterlassen haben, wo vorher noch Rasen war. Alle 14 Tage wurden die Hühner weitergereicht. 
Inzwischen haben dir 4 beliebten Hühner ihren wohlverdienten Ruhestand bei einer Familie in der Region und landeten natürlich nicht im Kochtopf.

www.stadtpflanzer.de

Den Leipziger Stadtpflanzern hat die Idee so gut gefallen, dass dort nun seit letztem Jahr 4 Hühner auf Wanderschaft gehen. Sie heißen Heidrun, Paula, Rosa und Ruby.
Sie waren bereits Gast in einigen Kindertagesstätten, um den Kindern zu zeigen, dass  Eier nicht nur aus der Verpackung kommen. Gemietet wurden sie u.a. auch von zwei Pflegeheimen und dem Connewitzer Stadtgarten. Eine Familie hat sich nach dem Ausleihen sogar für eigene Hühner entschieden. 

www.stadtpflanzer.de/ Fasshühner

Also, wenn ich noch in Leipzig wohnen würde....

Wer sich für das Hühner-Projekt in Leipzig interessiert, kann hier noch mehr erfahren:


Für dieses Jahr gehen die Hühner aber erst mal in den Winterurlaub.

www.stadtpflanzer.de

Kommentare:

  1. Die Hühner sind ja süß. Bei uns in der Nähe gibt es etliche Bauern mit Hühnern. Den Tieren ist wirklich immer gern zuzusehen.

    lg kathrin

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  2. Guten Morgen und
    Danke für diesen schönen und interessanten Post! Eine schöne Idee, und wenn sich die Hühner dabei wohlfühlen, ständig zu reisen, eine schöne Sache :O) ( Vor allem für Kindergärten und so ;O) ...)
    Ich wünsche Dir einen wunderschönen Tag und einen guten Start in ein gemütliches Wochenende!
    ♥ Allerliebste Grüße, Claudia ♥

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  3. Klasse, das hört sich sehr gut an. Freilaufende Hühner leben wegen Platzangebot zwangsläufig auf dem Lande! Ich habe gehört, dass es in Amerika mobile Bienenschwärme in riesigen Lastern gibt. Sie werden von Monokultur zu Monokultur gebracht. Das finde ich schrecklich. Da haben es die Hühner bei euch doch richtig gut!

    Sigrun

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  4. Mich erinnert das an die Idee der Gartensiedlungen des Briten Howard. Wir haben in Dresden ein paar davon (eine gleich um die Ecke und da werden die Gärten nur noch selten genutzt) und die berühmte Gartensiedlung von Hellerau. Ich liebe das ja, wenn ein wenig Landleben in die Stadt zieht. Wenn unser Garten nur ein wenig größer wäre.....Ein großartiges Projekt.
    Liebe Grüße

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  5. Von den Leipziger Hühnern habe ich auch schon gelesen. Schade, dass Leipzig so weit weg ist...
    Richtig praktisch finde ich auch Mietenten (gegen die Schnecken). Leider auch alles zu weit weg :-(
    Herzliche Grüße, Angela

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  6. Was es nicht alles gibt. Aber die Idee ist nicht schlecht. Hühner on the road ;-))).
    Viele Grüße
    Ursula

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  7. Eine tolle Sache! Die Kids an unserer Schule hatten auch schon mal Leihhühner!
    Viele Grüße von
    Margit

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  8. Und bitte gut einzäunen am besten auch noch oben ein Netz,und nachts alles gut verschließen. Denn auch in der Stadt wird der Fuchs heimisch und der Habicht und Falke mag Hühner!
    So sah ich in der Familie haben mitten in einer Stadt auch einen großen schönen Hühnerhagen mit Hahn und ein großem Stall.

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  9. Ich habe schon von solchenLeihhühnern gehört. Finde ich eine tolle Idee. Ich hätte ja zu gerne eigene Hühner, aber es fehlt am Platz und verschiedene andere Faktoren halten uns -noch - davon ab ;-). LG Birthe

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  10. Ist ja krass....Hühner zum Ausleihen? Habe ich noch gar nichts von gehört...schau an...;-). LG Lotta.

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  11. Och doch, das habe ich auch schon gehört, liebe Sigrun. Um ehrlich zusein, mich stört das Krähen eines Hahnes nicht! Die Autos sind da viel schlimmer, alle künstlichen Geräusche! Bei uns im Dorf gibt es ja noch sehr viele Hühner. Das ist wirklich sehr schön! Wovon ich weiß, daß es in unserer Stadt Braunschweig inzwischen auch Stadtbienen gibt. Etwas, was in früheren Jahren auch nicht üblich war. Eine gute Entwicklung! Den Okerbienenhonig habe ich schon öfter gekauft.

    Also Hühner und auch Schafe würde ich mir auch mal ausleihen. :-) Im Ernst! Sogar mein Mann spricht ab und zu von wenigstens EINEM Schaf, das ihm die Rasenmäherei erspart *lach* Gut, dann müßte ich den Rasen gründlich nach ungünstigen Kräutern überprüfen, denn die Tierchen dürfen schließlich nichts Giftiges fressen.

    Eine gute Idee und wenn es auf Facebook zu sehen ist, teile ich es gern mit einem Hinweis, daß man es doch in BS auch so handhaben möge. :-)

    Liebe Grüße
    Sara

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    1. Ja, Facebook gibt es...ich habe den Link nur nicht hier eingefügt. Du findest es unter der Suche
      'Nimm 4 - Stadthühner auf Tour'. Wollte die Aktion auch vom Bürgergarten aus teilen.
      LG Sigrun

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  12. Ohja, und wo ich gerade Fraukes Kommentar sehe ... bei uns ist es ganz schlimm, da kommen Marder, Iltis, die sind nachts sehr oft unterwegs und wenn die Hühner nicht im festen Stall schlafen können und selbst da, wenn er nicht ganz dicht ist, dringen diese Tiere noch ein! Ich hoffe, die, die die Hühner leihen, bekommen diese Schulung gleich mit auf den Weg bzw. werden überprüft, ob sie die entsprechenden Voraussetzungen bieten können.

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    1. Den Marder gibt es ja wirklich fast überall. Es scheint aber schon zwei Jahre lang gut gegangen zu sein. Der Stall macht eigentlich einen guten Eindruck, wenn ich das erste Foto so sehe. Nachts sind die Hühner bestimmt sicher vor Eindringlingen.
      LG Sigrun

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  13. Das ist eine tolle Idee, gerade für Kinder. So lernen sie die Hühner und Eier zu schätzen und nehmen die Supermarkteier vielleicht nicht mehr als selbstverständlich.
    VG
    Elke

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