Donnerstag, 29. Januar 2015

12tel Blick Januar - Neue Projekte

Nachdem Tabea angekündigt hat, den 12tel Blick auf den 30. des Monats zu verlegen, konnte ich mir noch länger Gedanken machen, welcher 12tel Blick es dieses Jahr werden wird.

Die Entscheidung war nicht einfach. Zuerst war ich mir ganz sicher, das neue Schmetterlingsbeet auszuwählen. Aber ich denke, das werde ich ohnehin öfters fotografieren und darüber berichten.
Also habe ich mich für ein Motiv außerhalb meines Gartens entschieden. Es sollte etwas sein, was Veränderungspotential hat und trotzdem einen Blick in die Natur zulässt.

Herausgekommen sind zwei Monatsblicke für mich und ein zusätzlicher Monatsblick für den neuen Bürgergarten (Gemeischaftsgarten).

Zuerst mal meine beiden Motive:


Der erste zeigt den neu entstandenen Spielplatz im Albertpark. Mmm, er war etwas umstritten. Zuerst wurde eine sehr schöne Holzkletteranlage von einem Tag auf den anderen weggebaggert. Sie war sicherheitstechnisch nicht mehr durch den TÜV gekommen. Dann eine Weile nichts. Später die Granitsteine (steiniger Garten in der steinigen Stadt....überall Steine....)
Das ist jetzt sicher Geschmacksache. In der Natur klettern Kinder ja schließlich auch gerne auf Felsen herum. Hier gibt es nun Kletterfelsen in allen Varianten. Da lange Zeit das Geld für einen neuen Spielplatz gefehlt hat, wird nun erst dieses Jahr noch ein riesiges Klettergerüst aus Holz dazugebaut.
Diese Projekt möchte ich gerne mitverfolgen.


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Der zweite Blick ist ein Blick  auf Freiberg. Der Bürgergarten liegt dort oben am Ende einer Kleingartensiedlung (Herders Ruh).
Man sieht viel Himmel und ein bisschen Grünes aus den Schrebergärten. Ich bin gespannt.



So, und nun kommt der letzte Blick für die Webseite des Bürgergartens, die ich gerade erst erstellt habe. Ich bin noch am Herumbasteln und das Design der Seite wird sich bestimmt noch verändern. Da es ein Wordpress-Blog ist, musste ich erst mal alles ganz neu lernen.

Ich hab den Blick auf den Teich gewählt, weil er das Herzensprojekt des Bürgergartens ist.


Ja, im Moment ist dort nicht viel zu sehen, aber das wird sich ändern....


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Zur Bürgergarten-Homepage Freigärten e.V. kommt ihr hier.

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Noch ganz viele 12tel Blicke könnt ihr bei Tabea anschauen




Monatscollage Januar - viel Schnee und Sonne

So schnell geht das...der Januar ist schon wieder fast vorbei.

Birgitt , vom Blog Erfreulichkeiten, sammelt am Ende des Monats Collagen, damit man sich noch mal rückblickend über seinen Monat Gedanken machen kann. Da ich die Aktion letztes Jahr schon auf einigen Blogs verfolgen konnte, habe ich heute auch meine erste Januarcollage für dieses Jahr zusammengestellt.



Es war von allem etwas dabei. Wir hatten massig Schnee, sind in Holzau Skifahren gewesen und dann kurz danach noch mal in Rechenberg wandern gewesen, als alles wieder grün war.

Im Garten hab ich die ersten Schneeglöckchen entdeckt, als mal kein Schnee war...jetzt gibt es gerade "indische Besen" im Garten (muss ich später noch mal erklären).

Ich war ziemlich oft bei unserem Bürgergarten (unten Mitte), um Fotos für die neue Homepage zu schießen (darüber morgen mehr) und ich habe mich auf die Suche nach dem 12tel Blick gemacht und kann mich nun kaum entscheiden, welchen ich nehmen soll.

Bei allerschönstem sonnigen Fotowetter bin ich durch die Stadt gejagt, hab nach schönen Motiven Ausschau gehalten, Ideen für einen neuen Kalender gesammelt und unzählige Marode Schönheiten für Juttas Projekt fotografiert.

Letzte Woche durfte ich einen Filzkurs besuchen. Entstanden ist meine erster gefilzter
Märzenbecher.




Gestern war ich zu einer Buchlesung von

Wladimir Kaminer 'Coole Eltern leben länger'. 

Falls  Wladimir in eurer Nähe vorbei kommt ...unbedingt hingehen. Er tourt gerade durch ganz Deutschland. So eine lustige Buchlesung hab ich bisher noch nie besucht.....

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Und heute morgen war die Überraschung ganz groß....eine Erfreulichkeit von Birgitt in meinem Briefkasten. Liebe Birgitt, ich hab mich riesig über deine herrliche gedruckte Karte gefreut.



Weitere Monatscollagen könnt ihr bei Birgitt anschauen



Dienstag, 27. Januar 2015

Bilderpingpong #1 - Nur 5 erlaubt

Heute kommt die erste Auflage vom Bilder-Pingpong.

Ausgedacht haben sich das Ghislana und Lucia. Sie posten immer am ersten Dienstag des Monats ein Bild, dass kreativ weiterverarbeitet werden darf. Erlaubt ist alles.....malend, schreibend oder was man sonst noch so gut kann. Am letzten Dienstag des Monats öffnet die Linksammlung, also heute.
Mehr dazu könnt ihr hier lesen. Danke euch beiden für diese kreative Idee!




Ausgangsfoto war folgendes


Abgewandelt von mir



Verändert habe ich es mit 'Pixelmator' (für Mac). Zum Glück gab es Schmetterlinge als Vorlage, die gehören doch irgendwie zu meinem Blog....

Ich bin schon gespannt, was sich die anderen Kreatives einfallen lassen haben.

Sehen könnt ihr das hier bei Lucia vom Blog 'Schreibtischwelten'.

Ansonsten schneien wir gerade total ein. Ich wünsche euch einen schönen Dienstag.
LG Sigrun









Sonntag, 25. Januar 2015

Bunt ist die Welt - Am Wegesrand

Heute ist wieder Zeit für Lottas Fotoprojekt 'Bunt ist die Welt', diesmal mit dem Thema
Am Wegesrand. 

Ich wäre gerne in den Wald gefahren, um zu schauen, was noch alles am Wegesrand wächst. Aber Fehlanzeige. Nichts Buntes. Alles Weiß. 
Natürlich hätte ich auch unzählige Archivfotos dafür parat, aber es sollte doch mal aktuell sein. Freitag war ich auf der Suche nach einer Aufhängung für den Filz-Märzenbecher. Und bin an einem Blumenladen verwundert stehen geblieben. Tulpensträuße bei Schnee und Eis draußen?



Aber die verschneiten Frühlingsgrüße fand ich einfach herrlich. Das bunteste Motiv, was mir an dem Tag am Wegesrand begegnet ist.


Primeln....die idealen Pflanzen im Moment...das Wetter macht ihnen gar nichts aus.

Gekauft habe ich hier aber noch nichts.....auch wenn die Auswahl überwältigend war....


Ein paar Meter weiter gibt es einen kleineren Laden.

Auch hier, Sommer wie Winter,  Blumen draußen auf dem Tisch. Immer liebevoll gestaltet.
Aber zum Glück standen die Tulpen im Laden.


Und dort gab es dann meine Freitags-Tulpen und die Aufhängung für den Filz-Märzenbecher.

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Daraus ist jetzt die bunte Collage für Lottas Sonntagsprojekt entstanden.


Kein Wunder, dass ich Freitag so viele Tulpen auf den Blogs entdeckt habe....und auch ich hab mich anstecken lassen.....

Noch mehr bunte Sonntagsfotos könnt ihr hier sehen



Freitag, 23. Januar 2015

Erster Märzenbecher - Freitagsblumen

Ja, bei mir ist eindeutig Frühling. Ganz egal, dass es schon wieder geschneit hat. 

Die ersten Schneeglöckchen hatte ich diese Woche im Garten schon entdeckt. 
Am meisten verzaubert hat mich aber der erste Märzenbecher....

....weil er über Nacht auf einmal da war. Aus Filzwolle. Selbstgemacht.



Der verfrühte Frühlingsbote überragt sein Original um einiges. Um ihn so aufzuhängen, wie es seinem Naturell entspricht, suchte ich heute hilfesuchend unser Blumenlädchen auf. Floristinnen haben dafür eine Lösung....da war ich mir ganz sicher.

Und siehe da, nun hängt er ganz bezaubernd an einem dünnen Draht. Und damit das Glöckchen nicht so alleine vom Frühling träumt, hat es noch ein paar Gesellen bekommen.



Fragt mich aber nicht, wie ich das hinbekommen habe. 
Dank der lieben Anleitung in der Bunten Truhe gelingt aber eigentlich alles. Das Filzen hat mir schon im Dezember so viel Spaß gemacht, dass ich es noch mal probieren musste. Komisch ist nur, dass ich mir am Anfang nie vorstellen kann, was aus so einem einfachen Stück Wollvlies entstehen kann.

Den Strauß schicke ich heute mal zum Friday Flowerday bei Helga/ Holunderblütchen. Ich glaube, da gibt es noch so einige Frühlingssträuße zu bewundern.








Dienstag, 20. Januar 2015

Typisch für.....Freiberg

Kebo vom Blog Kebo Homing hat zu einem tollen monatlichen Blogevent aufgerufen, nämlich 


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Seit 2008 ist es für mich Freiberg in Sachsen

Die über 850 Jahre alte Stadt liegt nicht unbedingt auf der Haupt-Touristenroute. Eher im Schatten des ca. 30 km entfernten Dresden. Was aber nicht heißen soll, dass es hier nichts zu entdecken gäbe.

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Dass ich eine Leipzigerin bin, erkennt man daran, dass ich regelmäßig in meinem Lieblingcafé 'Momo' vorbeischaue. Dort gibt es frisch gerösteten Kaffee und den allerbesten, selbstgebackenen Kuchen.
Ich mag eigentlich alles....außer Freiberger Eierschecke....und ausgerechnet die ist .....

....Typisch für....Freiberg.

Also letzte Woche mutig ein Stück bestellt.....Augen zu und durch....ich war wirklich überrascht.

"...lecker!"


Sie ist nur wenige Millimeter dick, ohne Quark gebacken und scheint einem davon zu laufen. Manchmal mit Mandeln obendrauf. Nicht zu vergleichen mit Dresdner Eierschecke, mit der ich aufgewachsen bin.

Der Legende nach erzählt man sich folgendes (Zitat Markenverband):

"Zu Beginn des 13. Jahrhunderts wurde zu Verteidigung gegen Überfälle um die damalige Stadt ein Mauerwall errichtet. Da es zu dieser Zeit noch keinen Zement im Baumarkt zu kaufen gab, wurden die Mauersteine mit quarkhaltigem Lehm zusammengefügt. Bei einer Länge von über 2 1/2 km
wurden dafür natürlich große Mengen an Quark verbraucht. Da der Bau der Mauer natürlich Vorrang vor allem anderen hatte, wurde nun jedoch der Quark zum Backen knapp und die bis dahin beliebte klassische Eierschecke konnte von den Freiberger Bäckern so nicht mehr gebacken werden. Im Ergebnis der Suche nach Alternativen erfanden Sie die Freiberger Eierschecke, welche schnell zum beliebtesten Kuchen der Freiberger Bürger wurde und dies bis zum heutigen Tage noch ist.



Ein Stück der Stadtmauer heute

Und noch etwas findet man auf der Webseite

"Für alle Freiberger die es in die Welt hinaus gezogen hat, ist es jedoch ein leckeres Stück Heimat, auf das sie bei Heimatbesuchen keinesfalls verzichten wollen."

Überhaupt finde ich, dass die Freiberger sehr heimatverbunden sind.

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Was ist noch Typisch für.......Freiberg?

Schloss Freudenstein Freiberg

Das erste, was dem ordentlichen Touristen auffallen wird, ist die Terra Mineralia im Schloss Freudenstein

Es gab ein verfallenes Schloss und eine großartige private Mineraliensammlung von ungeahnten Ausmaßen.

Frau Dr. Erika Pohl, eine aus dem Erzgebirge stammende deutsch-schweizerische Unternehmerin, überließ ihre Sammlung der TU Bergakademie Freiberg als Dauerleihgabe, um sie der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Das war es wert, ein wunderschönes Schloss auf Vordermann zu bringen.

Die Ausstellung mit Exponaten aus aller Welt eröffnete im Herbst 2008. Inzwischen gehört auch das benachbarte Krüger-Haus zum Ausstellungsfundus. Im Winter kann man im Innenhof Schlittschuh laufen und im Sommer gibt es die 'Freiberger Sommernächte' mit Kino, Konzerten und Public Viewing.


In Freiberg sagt man an der TU Bergakademie "Glück auf!", so selbstverständlich, wie mancherorts 'Servus' oder 'Grüß Gott'.

Seit kurzem darf Freiberg offiziell den Namen 'Universitätsstadt' tragen und auf dem Ortseingangsschild der Welt mitteilen. (Leider konnte ich noch kein eigenes Foto machen, da noch die alten Schilder dastehen).

Foto: Eckhard Mildner/ Freie Presse

Die Universität wurde 1765 gegründet und feiert dieses Jahr 
250 Jahre TU Bergakademie Freiberg.



Von links oben nach rechts unten

1. Das Steigerlied  singt man hier schon am frühen Morgen in der Schule
2. Überall Bergmänner, sogar auf dem WC eines Restaurants
3. Die Bergakademie und myboshi feiern zusammen den 250. Geburtstag
4. Verfallene und oft zusammenstürzende Häuser 
5. Viele neu renovierte Häuser
6. Der Freiberger Christmarkt mit Bergmännern auf der Pyramide
7. Viel Altbergbau....hier die 'Alte Elisabeth'
8. Trabbi im Hinterhof
9. Normalerweise viel Schnee im Winter

Ja, und jetzt hätte ich es fast vergessen, was noch typisch ist....


'Freiberger Bier' war die erste sächsische Brauerei, die ein Bier nach Pilsner Art braute.

Freiberg ist eine Stadt mit großer Bergbaugeschichte.

Sabine Eberts Historienromane 'Die Hebamme' und 'Blut und Silber' handeln in Freiberg und man kann die Stadt 'Auf den Spuren der Hebamme' erkunden.

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Auch typisch für Freiberg: holprige Straßen, kaum Spielplätze, wenig Radwege

...Na dann 'Glück auf!'....würde der Freiberger jetzt sagen.

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Noch mehr Typisch für....meine Stadt....meine Region....gibt es bei kebo homing

Sonntag, 18. Januar 2015

Bunt ist die Welt - Winterbäume

Heute ist wieder Zeit für Lottas Fotoprojekt 'Bunt ist die Welt', diesmal mit dem Thema Winterbäume. 

Also mal nachgeschaut, was mir die letzte Zeit an blätterlosen Baumschönheiten begegnet ist. Da ist sogar etwas Farbe dabei, was man bei so einem Projekt nicht auf Anhieb vermutet.


Fangen wir mal oben links (OL) an und arbeiten uns bis rechts unten (RU) vor:

OL In Gemünda/ Oberfranken einen bestrickten Baum vor der Kirche entdeckt
UL Blick auf die Kugelrobinie in meinem Garten, die bald zum Friseur muss (im Sommer versteckt sich dort Nachbars Katze, so dicht ist sie)
Mitte 1 Wiederaufforstung auf der Böhmischen Landstraße beim Skifahren entdeckt
Mitte 2 Am Dienstag bei frühlingshaftem Wetter an der Stadtmauer fotografiert
Mitte 3 Blick in den Abendhimmel von unserem Garten aus
Mitte 4 Verschneiter Wald bei Holzhau
RO Abgestorbener Baum mit Loch
RU Viele kleine Hochzeits-Bäumchen an der Bahndammloipe entdeckt (Hochzeitsallee)

Und hier noch mal der bestrickte Baum von Gemünda in voller Größe, weil er einfach wunderschön ist. Wir hatten dort Sylvester verbracht und das Foto stammt vom Neujahrstag.


Vom Urban-Knitting-Projekt Gemünda muss ich euch unbedingt noch mal ausführlicher berichten. 
Der Baum ist nicht das einzige, was hier bestrickt wurde....und es ist für einen guten Zweck.

Dorfplatz im bunten


"Seit einigen Jahren treffen sich in der Evangelischen Kirchengemeinde Gemünda während der Wintermonate Frauen in der traditionellen "Lichtstube" zum Handarbeiten.
In diesem Jahr haben sie mit Fleiß, Ideen und viel Phantasie den Dorfplatz neu "eingekleidet" - in einer "Urban Knitting"-Aktion...



Urban Knitting oder auch Guerilla Knitting ist eine Form der Straßenkunst, die ihren Ursprung 2005 in den USA hatte. Inzwischen sind die handarbeitlichen Verzierungen von Gegenständen im öffentlichen Raum weltweit zu finden. Das erste gestrickte Graffiti in Deutschland entstand 2010 in Frankfurt...



Mit ihrer aufsehenerregende Aktion wollen Frauen in Gemünda einen Beitrag zur dringend benötigten Innenrenovierung der Kirche leisten." Die Gemeinde Gemünda


Es gibt aber auch herzallerliebste Modell-Vorlagen im Ort.



Und hier geht es zu den anderen Winterbäumen.


Den zweiten Link setze ich zu Ghislanas Sammlung 'Mein Freund der Baum'

Donnerstag, 15. Januar 2015

Rettet die Lachfalte - Portugiesische Oma

Liebe Traude, deine Aktion 'Rettet die Lachfalte' hat mich dazu bewegt, noch einmal in meinem Fotoarchiv zu kramen und mein Herzens-Foto des letzten Jahres vorzuholen.
Normalerweise bin ich eher der Natur- und Tierfotograf. Menschen zu fotografieren, fällt mir schon immer schwer. Auch wenn ich in Indien oft die Kamera gezückt habe, entsteht bei mir oft das Gefühl, ich könnte die persönlichen Gefühle damit verletzten.

Auch mich selbst hier darzustellen, wie ich ernst oder fröhlich durchs Leben gehe, ist mir noch unheimlich. Da bewundere ich schon deinen Mut. Ich habe mir gerade deinen Text zur Aktion durchgelesen und ich hoffe, dass unsere Generation so alt werden darf, wie du es beschreibst.
Es liegt an jedem selbst, ob man den teuren Weg wählt mit Schönheit-OP's und den Traum der ewigen Jugend lebt oder ob man sich zu seinem Alter bekennt und trotzdem fröhlich durchs Leben geht.

Glücklichsein kann man sich nicht erkaufen. Man kann es nur selber leben.



Als ich diese Oma in Portugal entdeckte, habe ich nur ganz kurz gezögert, ein Foto zu machen. Ich habe sie natürlich gefragt. Auch wenn ich kein Portugiesisch kann, hat sie sofort ihre Ernsthaftigkeit in ein Lächeln verwandelt. Sie hat sich so darüber gefreut, und ich hätte mich gerne mit ihr unterhalten. Ich war ganz verzaubert von diesem Moment. Es war der schönste Glücksmoment im ganzen Urlaub (mit Hindernissen, wegen Lufthansastreik....).
Ihre lieben Verwandten hatten ihr einen Sicherheits-Faden um den Hals gelegt, damit das Strickzeug nicht zum Boden fallen konnte. Sie saß in der Natur gegenüber von ihrem Haus, direkt an der Straße. Mitten im Leben. Etwas Grünes strickend.

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Glücklich alt werden. Von lieben Menschen umgeben sein, die sich auch im Alter kümmern. 
Auf der Straße sitzen und mit anderen Leuten schwatzen. Über das eigenen Leben nachdenken. Die Natur genießen. Stricken. Lachen.

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Rettet die Lachfalte


bei Traude/ Rostrose

Mittwoch, 14. Januar 2015

Sarah Friebel ist Mittelsächsin des Jahres 2014

Heute Morgen schlug ich die Zeitung auf....und mein Herz hüpfte deutlich in die Höhe....

Sarah Friebel (19) ist von den 8 nominierten Kandidaten zur Mittelsächsin des Jahres 2014 gewählt worden.
Sie sagt, dass ihre Oma ihr ganz fest die Daumen gedrückt hat und allen Bescheid gesagt hat, dass sie anrufen sollen.
Ich konnte Steffen Judersleben, den Projektkoordinator von Namaste Nepal,  noch zu einem Facebook-Eintrag auf der eigenen Seite aufrufen, damit möglichst viele davon erfahren.



Ganz sehr hat sicher auch eure Unterstützung geholfen. Vielen Dank an alle, die hier mit abgestimmt haben!

Sarah wird sich, bevor es zum Studium geht, um das Kaffeeprojekt der Schülerfirma kümmern, dass sie 2011 mit ins Leben gerufen hat. Einige von euch durften den leckeren, frisch gerösteten Kaffee ja bereits verkosten.

"Sarah hat die Schülerfirma mit ihrem Engagement geprägt." (Steffen Judersleben, Projektkoordinator)


Montag, 12. Januar 2015

Abenteuer Skiausflug nach Böhmen

Der Januar ist der Monat der guten Vorsätze. 

Verstaubte Fitnessgeräte werden aus dem Keller geholt, Zeitschriften nach den neuesten Diättrends abgesucht und die Fitnessstudios freuen sich über zahlreiche Neu-Anmeldungen. Alle wollen im Januar mehr für ihre Gesundheit tun, weniger essen und die Sünden der Weihnachtszeit abtrainieren.

Wir hatten dieses Jahr das Glück, nach Weihnachten Ski fahren zu können. Da fürs Wochenende Frühling angekündigt war, hat der schneesüchtige Mann mich letzten Mittwoch zu einem Ausflug überreden können. Ziel....das Böhmische Erzgebirge.


Unterwegs hatten wir (zum Glück) noch mal schnell zum zweiten Frühstück angehalten und freudig festgestellt, dass die Bäckerei Dienel in Nassau auch einen Filiale in Freiberg hat. Es war noch alles weihnachtlich dekoriert....hier in der Weihnachtsgegend würde sich keiner daran stören. Es sah wunderschön aus mit dem vielen Schnee und der Kranz kann sich auch sehen lassen....er schwebte frei im Raum.


Nach der kleinen Stärkung ging es dann weiter nach Holzhau, zum Parkplatz an der Fischerbaude.
Das erste Mal seit einem Jahr hatte ich Skier an den Füßen. Letzten Winter hatte ich nur einmal die neuen Schuhe ausprobiert, sonst war ja kein Winter.
Inzwischen ist das Böhmische Erzgebirge gut mit der deutschen Erzgebirgsregion verbunden. 
Wir wandelten auf den Pfaden der 'Alten Böhmischen Landstraße'.


Rad-und Skiwege sind richtig gut ausgeschildert. Eine positive Entwicklung der letzten Jahre.


Die Auswirkungen der ehemaligen tschechischen Industrie sind in der Kammregion noch zu spüren.


Wenn die kleinen Bäumchen nicht wären, würde einen dort oben der Wind nur so davonpusten....
Leider war nicht geloipt und wir fuhren etwas mühselig auf der Handloipe nach Langewiesen.


Nach ca. 10 km (und 2 Stunden ohne Pause) kamen wir zur Baude in Langewiesen. Dort kann man normalerweise bei Pilsner Urquell und Szegediner Gulasch rasten. Leider nicht an diesem Mittwoch. Wahrscheinlich waren alle nach den Feiertagen erschöpft und mussten sich erholen.


Es blieb uns nichts übrig, wir mussten hungrig durch den Tiefschnee weiterfahren. Auf zur nächsten Baude Richtung Nove Mesto. 6km oder 8km....? Mir kam es vor, wie 20......


Leider war Nove Mesto nicht unser Pausen-Ziel. Wir kennen eine gemütliche Baude am Fuß des Stürmers, also weiter durch den eisigen Wind. 
Es war gespenstisch. Die Windräder machten Krach, wie ein Propellerflugzeug.



Nach 3 1/2 Stunden Skifahren ohne Pause kamen wir an der Mikulov-Baude an. Ich hätte das Schild umarmen können!!!!


Und hab mich gefreut, wie die kleine Schnee-Maus, endlich Pause machen zu können, bis......

......mir einfiel, dass der Sohnemann an dem Tag keinen Hausschlüssel dabei hatte. Er war wegen einem Schulausflug mit dem Rucksack los und der Schlüssel steckt immer im Ranzen!!!!
Die Telefonnummer der Schule hatte ich mir schnell von einer Freundin besorgt. An diesem Tag gab es für ihn Schule (Hort) bis 17 Uhr.


Nach dem 3-Gänge-Menü mit Knoblauchsuppe, Gulasch mit Knödeln und Palatschinken mit Eis....!!!!.......ging es die letzten 10 km auf der Bahndammloipe von Moldava nach Holzhau zurück bis zum Auto. Da ich der Meinung war, den Berg zum Auto hoch nicht mehr zu schaffen, ist der liebe Mann vorgefahren und ich wollte unten im Teichhaus auf ihn warten.

Unterwegs hatte ich also viel Zeit zum Fotografieren. Die Bahndammloipe ist sehr gemütlich zu fahren. Es ist geloipt und geht immer leicht bergab. In Neu-Rehefeld kommt man an der Hochzeitsallee vorbei.


Am Teichhaus erwartete mich schon ein großer schwarzer Hund. Es sollte belgische Waffeln geben....

.....aber leider musste man auch hier von den Feiertagen entspannen. Ein Krankheitsschild verzierte die Tür.


Da standen wir nun, der Schneehund und ich, d.h. er saß und wollte auch rein. Ich hatte kein Netz und wartete geduldig auf den Mann. Und fotografierte.....

.....wie immer, wenn es langweilig ist.


Ich freundete mich also mit ihm an.....mein Leidensgefährte in der Kälte....dafür wollte er eine Nahaufnahme. Dann kam auch Frauchen mit dem Auto angefahren, aber die Gaststätte blieb zu....

Der Mann hat zum Glück keine Bierpause mehr unterwegs eingelegt...:-)))
Gesamtstrecke: ca. 30 km

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Mal sehen, ob der Winter noch mal zurück kommt. Im Erzgebirge sind die Ski-Bedingungen nach dem warmen Samstag nur noch bescheiden.