Samstag, 28. Februar 2015

12tel Blick Februar

Am letzten Tag des Monats ist es Zeit für den 12tel Blick bei Tabea. Bei mir gibt es drei Blicke zu sehen.

Blick 1 zeigt den Spielplatz im Albertpark. Bauen kann man im Moment noch nicht, da der Schnee erst vor kurzem weggetaut ist. Die Lage ist also noch unverändert.



Januar - Februar


Freitag Morgen gab es noch mal schönes Wetter für den Blick auf Freiberg. In den Gärten blühen gerade die Haselnussbüsche.


Vor dem Dom (Mitte) gibt es etwas Farbe. Ich war überrascht, dass diesmal das Schloss (rechts) mit zu sehen war. Im Januar-Foto ist es nicht mit drauf. Ich habe jetzt ein anderes Objektiv...also noch mal mit Zoom

Links Petrikirche, rechts Freiberger Dom mit Haselnuss davor

Januar-Februar


Blick 3 gehört wieder den Freigärten Freiberg e.V.



Januar-Februar


Da der Garten sehr sonnig auf dem Berg liegt, wachsen dort schon einige Frühjahrsblüher.


Und unbedingt vorstellen muss ich euch die Gartennachbarn der Freigärten, die ich hinter diesem Tor kennengelernt habe....


Jetzt weiß ich endlich, wo ich meinen Gartendünger herbekomme.....:-)))
Da nächste mal komme ich mit Äpfeln vorbei....


Zu den 12tel Blicken kommt ihr hier


Donnerstag, 26. Februar 2015

Monatscollage Februar - Winter und Frühling

Am letzten Donnerstag im Monat sammelt Birgitt/ Erfreulichkeiten  die Monatscollagen.
Der Februar ist mit 28 Tagen eindeutig zu kurz....aber so rückt der Frühling doch etwas schneller in erreichbare Nähe.


Auch wenn der Februar mit einem Virus angefangen hat, gab es am Ende doch noch viele schöne Ereignisse.
In unseren Winterferien waren wir für ein paar Tage im Riesengebirge, in dem wunderschönen Ort Vrchlabi an der Elbe (Hohenelbe). Wir sind mit Skiern an der Elbbaude und an der Elbquelle vorbeigefahren und mussten dafür auf eine Höhe von 1400m. Der Aufstieg war schon anstrengend, aber das Herunterkommen mit Langlaufskiern war auch nicht gerade die Erholung.

Wir hatten in unserem kleinen alten Hotel ein wunderschönes Dachzimmer und das Frühstück gab es im hauseigenen Kaffee-Stübchen. In meinem Blick war jeden Morgen das Bild von der afrikanischen Frau mit Zigarre.

Wieder zu Hause angekommen, haben wir das Skigebiet in Holzhau (Erzgebirge) noch mal getestet und sind am letzten Samstag endlich den Frühling besuchen gegangen. Die Krokuswiesen im Großen Garten Dresden sind ein wunderschönes Naturerlebnis. Ein Teppich aus Winterlingen und Wildkrokussen zwischen den uralten Bäumen beim Großen Palais. Dort blüht auch eine große Zaubernuss, genau so im Botanischen Garten, dem ich unbedingt auch ein Besuch abstatten musste.

Aber die Zaubernuss auf dem Foto recht unten ist aus meinem Garten.
Das ist ja kein Frühlingsbote, eher ein Zeichen des endenden Winters, würde ich sagen. Die Schneeglöckchen bei mir brauchen noch ein paar Tage, bis sie hübsch genug für ein Foto sind....sie wollen einfach nicht aufgehen. 


Schaut doch mal, was bei Birgitt alles für Monatscollagen angekommen sind.

Mittwoch, 25. Februar 2015

Wanderbuch-Verlosung 'Ein Bett in Cornwall'

Letztes Jahr ist der erste Roman von Alexandra Zöbeli 'Ein Bett in Cornwall' erschienen. Seit dem Sommer wandern nun zwei Exemplare dieser Ausgabe durch das Bloggerland. Mich hat das Buch von Monika/ Country Living in the City erreicht. Heute bin ich an der Reihe, dieses Buch weiterzugeben. Wer es lesen möchte, gibt es bitte im Kommentar an: 'Ich will lesen'. Damit wandert er automatisch in den Lostopf.
Das Buch ist auch als eBook verfügbar.



Worum geht es in dem Buch? 

Das Bett in Cornwall steht in England in einem Bett-und-Breakfast. Unsere Hauptperson Sophie landet in dieser traumhaften Gegend, nachdem sie zuerst den Tod ihres Mannes verkraften musste und anschließend auch noch erfahren hat, dass er sie schon lange Zeit mit einer jüngeren Frau betrügt und sie genau zu diesem Zeitpunkt verlassen wollte. In ihrem Hass und ihrer Trauer flüchtet sie vom Grab ihres Mannes, packt ihre Sachen und den Kater und verlässt die Schweiz. Ziel ist ein Ort, an dem sie schon glückliche Stunden mit ihren Eltern verbracht hat. Cornwall in Südengland am Meer. 
Das Buchcover zeigt genau jenen Ort, in dem sie gestrandet ist. Sie verliebt sich sofort in die Gegend und wenig später in den gutaussehenden, landesbekannten TV-Moderator Jule.  Er hilft ihr bei der Suche nach dem eigenen B&B, aber die Eifersucht auf die vielen weiblichen Fans von ihm, lassen sie nicht an seine Treue glauben. Zu groß war die Enttäuschung über die Untreue ihres Ex-Mannes. Als Sophie endlich glaubt, der glücklichste Mensch zu sein, muss sie erneut darum kämpfen, das Glück nicht zu verlieren.

An mehreren Stellen im Buch habe ich gedacht, dass ein bisschen von Alex auch in Sophie steckt, auch wenn die Geschichte natürlich frei erfunden ist. Sophie wohnt in der Schweiz, hat einen liebenswerten Kater, liebt das Seifensieden, alte Gärten und Häuser, das Kochen und natürlich die Landschaft Südengland. Bestimmt hat Alex schon einige Male in B&B's übernachtet. Ihre Beschreibung von Einrichtungsgegenständen und Farben oder von leckeren Rezepten sind in meinem Kopf abgespeichert, obwohl ich nie Fotos gesehen habe.

Sie schreibt selber über ihr Buch:
"Das Buch soll der Unterhaltung dienen und ist jetzt nicht ein literarisches Meisterwerk *lach*. Es ist schlicht und einfach ein Mädelsroman zum Träumen."

Mich hat das Buch unterhalten, als ich mit Husten und Schnupfen ein paar Tage auf dem Sofa verbracht habe. Es hat meine Krankheitszeit etwas kurzweiliger gemacht. Danke, Alex!

Falls ihr mehr über Alexandra Zöbeli und ihren Blog lesen möchtet, schaut doch mal im Gwundergarten im Züricher Oberland vorbei!
In ihrem Buechkafi schreibt sie gerade über ihren zweiten Roman, der im Mai als eBook erscheint und in einem schottischen Garten am Meer handelt.

Das Buch schicke ich heute noch zum Buch des Monats bei Nicole, damit es noch mehr Interessenten finden kann.
Die aktuelle Ausgabe (nicht diese) von 'Ein Bett in Cornwall' ist im Forever-Buchverlag Ullstein erschienen.







Dienstag, 24. Februar 2015

Bilderpingpong #2 - Ein Herz für.....Chili

Am letzten Dienstag des Monats ist es wieder Zeit, sich Gedanken um ein Foto zu machen, das Ghislana/ Jahreszeitenbriefe und Lucia/ Schreibtischwelten vorgeben.


Für alle, die es noch nicht kennen, sind hier kurz die Spielregeln:

Das Foto ist Ausgangspunkt für die Vielfalt kreativen Tuns:

  • als Inspiration für einen eigenen Text (alle Textformen sind möglich)
  • als Assoziation zum Weiterbearbeiten, Ändern, Verfremden…, digital oder analog
  • für eine Collage
  • als Inspiration für neue Bilder, die gemalt, gezeichnet, fotografiert werden können
  • oder was euch noch dazu alles einfällt…

Am ersten Dienstag im Monat wird das Foto veröffentlicht und zum Mitmachen eingeladen. Ab dem letzten Dienstag im Monat gibt es bis zum Beginn der nächsten Runde die Möglichkeit, das eigene Ergebnis zu verlinken.


Dieses Mal war mir sofort klar, was ich mit der Grafik machen werde....nur die Umsetzung habe ich mir erst kurz vorher überlegt. Ich habe im Moment noch kein Photoshop und mit Pixelmator komme ich noch nicht gut genug zurecht. Die Zeit hat gefehlt, um das Lernprogramm mal in aller Ruhe durchzugehen. Bis zum nächsten Mal nehme ich mir das ganz sehr vor.....:-))
Ich brauche das Wissen unbedingt für meinen Webdesign-Kurs, den ich gerade mache!!!

Das hier war das vorgegebene Bild:


Entstanden ist diesmal eine Collage. Zuerst habe ich das Bild gespiegelt, dann ausgedruckt und wieder neu zusammengefügt. Am Ende wieder eingescannt und mit Schrift versehen.


Da ich sehr gerne solche Klappkarten selber klebe, ist eine Karte entstanden, und mit den Ausdrucken kann ich jetzt ganz viele solcher Karten herstellen....

Da gestern mein Chili-Tag war, und ich ja immer noch einen Gartenblog habe (grins) hier meine Karte vor den umgetopften Chilipflanzen 'Cayenne', die ich am 25.01. ausgesät hatte. Gestern war ich dann im Capsicum-Fieber und habe unzählige Chili- und Paprika-Samen ausgesät. Darüber demnächst mehr.......Hier also der Focus auf den Chili!


Vielleicht habe ich es diesmal mit der Aussaat ein wenig übertrieben (8 Sorten), aber was ich nicht in meinen Garten pflanze, das kann ich ja verschenken oder dem Bürgergarten zur Pflanzenbörse geben.....:-)))



Das Bilderpingpong #2 wandert jetzt zu Ghislana zur Verlinkung 








Sonntag, 22. Februar 2015

Bunt ist die Welt #8 - Freiberg bei Nacht

Jeden Sonntag gibt Lotta ein Thema vor, bei dem man sich fotografisch austoben kann...
Das heutige Thema ist:

"....Nachtfotos...( nein...nicht Nacktfotos...die kommen später...;-)). Wir ziehen also im Dunkeln los und schauen mal, was uns da so vor die Linse kommt...Vielleicht treffen wir auf ein hübsch erleuchtetes Gebäude...oder wir nehmen den Mond ins Visier. Wer mag, kann sich auch an einer Langzeitbelichtung versuchen..."
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Ende der Woche hatte ich Besuch aus Leipzig und bin abends mit dem Gast losgezogen, um ihm die Stadt mal bei Nacht zu zeigen. Ohne Stativ sind verwacklungsfreie Fotos allerdings schwierig. Deshalb ist die Qualität nicht so optimal. 

Zuerst habe ich mich am Obermarkt umgeschaut. Damit ihr sehen könnt, um wieviel Uhr die Fotos entstanden sind, ein Blick auf das Rathaus. Mir sind ganz schön die Finger erfroren in der sternenklaren Nacht.


Ein kleiner Schwenk zeigt den Stadtgründer Markgraf Otto von Meißen (Otto der Reiche). Wer die Sabine-Ebert-Hebammen-Romane gelesen hat, wird mit dieser wichtigen Figur vertraut sein. Er steht in der Mitte des Löwenbrunnens. Das Reiten auf dem Löwen ist Pflicht für die Doktorverleihung an der Bergakademie...danach wird eine Ordnungsstrafe von 10 EUR an die Stadt gezahlt....


Noch ein Schwenk nach links und man sieht die Leuchte von Lampadius, die leider......nicht leuchtet!!!! Lampadius war der Erfinder der Gaslaterne und hat genau an dieser Stelle 1812 die erste Laterne angebracht. Was dort zu sehen ist, ist ein Nachbau.


Als nächstes gehen wir die Burgstraße runter und mir fällt auf, dass der Taschenbuchladen auch im Dunkeln sehenswert ist. 


Am Ende der Burgstraße befindet sich das Freiberger Schloss Freudenstein, das die Terra Mineralia beherbergt und bis heute zum Eislaufen und Eisstockschießen im Innenhof einlädt. Hier habe ich schon mal drüber berichtet.







Und zum Schluss der Untermarkt mit dem Freiberger Dom, im Dezember per Handy fotografiert. Leider ist der Untermarkt noch ein Parkplatz. 


Bei Lotta könnt ihr noch mehr Nachtfotos bestaunen oder euch selbst verlinken.


Montag, 16. Februar 2015

Typisch für....Fasching

Typisch für......diesmal mit einem neuen Thema bei Kebo homing.......Fasching.



Eigentlich wollte ich das Thema auslassen, da Fasching bei mir keine besonders wichtige Rolle mehr spielt. Das war schon mal anders. Als ich noch Studentin war, studierte mein Mann an einer Hochschule, die einen eigenen Faschingsclub hatte und das Erscheinen dort war sozusagen Pflichtprogramm. Obwohl ich nie große Lust auf solche Veranstaltungen hatte, war es am Ende immer lustig.

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Später musste ich mir nur noch Gedanken um die Faschingsverkleidung meiner Jungs machen. Das war nie besonders schwierig, da wir immer eine riesige Kostümauswahl  zur Verfügung haben. Bei uns ist Fasching eigentlich ganzjährig. Inzwischen ist die Sammlung so groß geworden, dass mein kleiner Sohnemann als Ninjakämpfer, Zauberer, Jäger, Cowboy, Ritter, Pirat.....und so weiter.....mit seinen Freunden ums Haus rennt. Zum Fasching geht er nicht mehr...das ist ihm zu kindisch.....

Wenn er ohne Verkleidung draußen ist, klingelt es spätestens 30 min später an der Haustür...."muss nur schnell noch mal hoch. Hab noch was vergessen"....und dann steht kurze Zeit später ein Starwars-Kämpfer vor mir.


Wir haben eine riesige Auswahl an Kopfbedeckungen und manche Kostüme sind Wendekostüme. Ich finde, die Sachen gehören zu den besten und am häufigsten genutzten  'Spielzeugen' die wir überhaupt haben. Kann ich wirklich allen mit kleinen Kindern nur empfehlen, eine Verkleidungskiste anzulegen.



Und zum Schluss muss ich noch erwähnen, dass meine Kinder zweisprachig erzogen worden sind. So etwas ist ja ein großer Vorteil, oder?

Genau, sie reden manchmal fränkisch-sächsisch....vor allem wenn es um die Faschingskrapfen geht.

Ich weiß immer nicht, ob ich in ihrer Gegenwart nun Krapfen, wie in Franken sagen soll oder doch lieber Pfannkuchen, wie man in Sachsen sagt.... so wie ich das mal gelernt habe.
Die Bäckersfrau versteht natürlich hier auch kein fränkisch....da kommen meine Jungs schon etwas durcheinander. Also doch Pfannkuchen? Äh ja, und dann gibt es ja noch die Eierkuchen, die in Franken Pfannkuchen heißen und zu denen der Papa der Jungs Plinse sagt.

Also sogar dreisprachig? Anlässlich von Kebos Aktion wären hier also mal ein paar unserer Pfannkuchen-Krapfen, gekauft beim Freiberger Lieblingsbäcker.


Allen, die gerne Fasching feiern, wünsche ich einen tollen Faschingsdienstag! Mit ganz vielen Faschingskrapfen-Pfannkuchen...oder Knieküchle, nein Kniakiachl, wie bei Kebo.



Sonntag, 15. Februar 2015

Bunt ist die Welt #7....von oben herab

Heute hatte Lotta für ihr Fotoprojekt 'Bunt ist die Welt' die Idee, dass man auf einen Turm oder Berg steigt, um Fotos .....von oben herab zu schießen. Eigentlich liegt Freiberg ja schon auf dem Berg, aber es gibt noch Steigerungsmöglichkeiten.

Mein Plan war, auf den Petriturm zu steigen, den höchsten Turm der Freiberger Altstadt, errichtet am höchsten Punkt Freibergs auf 405 m ü. NN. 


Dort oben, im 72 m hohen Turm aus dem 13. Jhdt., wohnten vom 15. Jhdt. bis 1905 die Türmer, um die Stadt vor Feinden oder Stadt-Bränden zu warnen. Die kleine Türmerwohnung habe ich schon mehrmals bestaunt. Nur Fotos hatte ich noch nie von oben gemacht. Das schöne Wetter der letzten Tage wollte ich nutzen, um das nachzuholen.


Leider war die Besteigung des Turms nicht möglich. Der wohl einzige verantwortliche Mann mit dem wichtigen Schlüssel war erkrankt und ich konnte trotz mehrerer Telefonate niemanden finden, der mir die Tür geöffnet hätte....arme Touristen!




Nun, dann eben nicht. Es gibt noch einen Berg als Alternative, um auf die Altstadt zu schauen. Beliebtes Ziel ist die 'Reiche Zeche', ein Ort oberhalb der Stadt mit historischen Bergbauanlagen und einem tollen Rundumblick.



Bemerkenswert ist für mich der Waggon rechts unten, der für 8 (!!!) Personen (Sitzplätze) zugelassen war....so fuhr man in den Berg ein.
Überall auf dem Gelände stehen solche alten Grubenwagen herum, auch die Schienen sind teilweise noch erhalten. Ein paar Bauarbeiter haben belustigt vom Turm auf mich herunter geschaut. Ich habe sie etwas um ihre Aussicht beneidet.



Eine Schiene befindet sich unmittelbar am Abhang. Da muss man beim Fotografieren höllisch aufpassen.



Unten rechts der Blick nach Westen zum Wäldchen 'Herders Ruh' (einer Grabstätte von Herder, Oberberghauptmann). Links oben der Blick auf die Gebäude eines Industriebetriebes (der Grund meines Umzugs nach Freiberg....)
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Nun aber zu einem freieren Blick auf die Altstadt von Freiberg. Dafür begibt man sich wieder etwas abwärts zurück zur ehemaligen Schachtanlage 'Alte Elisabeth'.



Auf dem folgenden Foto sieht man links die Jakobikirche, in der Mitte den Donausturm und rechts den (leider geschlossenen) Petriturm.



Weil es so toll dort oben war, musste ich gleich noch mal die Panorama-Funktion vom Handy ausprobieren. Der Abgrund am Hügel hat allerdings zu einer verkrampften Haltung geführt...es ging überall steil abwärts.



Das Gelände der 'Alten Elisabeth' ist der beste Platz zum Drachensteigen im Herbst. 



Der blaue Himmel an meinem Fototag war wirklich ein Traum.....irgendwann mal hole ich den Petriturm-Besuch aber nach.

Noch mehr Berg- und Turmfotos gibt es heute bei Augen-Blick von Lotta.



Ab sofort gibt es meine eigene Seite auf Facebook zum Thema  'Freiberger Stadtfotos'. Wer mag, kann dort auch mitlesen. Da wird es einige Fotos mehr, als hier im Blog, geben. 
Follow me on Facebook:  Bergstadtfotos aus Freiberg

Freitag, 13. Februar 2015

Dresden - 70 Jahre nach der Bombennacht

Genau heute vor 70 Jahren, in der Nacht vom 13. auf den 14. Februar wurde Dresden bombardiert und in Schutt und Asche gelegt. Die Folgen sind noch heute zu spüren.

Die Frauenkirche 
Eröffnet: 1745, Zerstört: 1945: Wiederaufbau: 1994-2005

Katastrophe und Trauma (Quelle www.13februar.dresden.de)

Am 14. Februar folgten amerikanische Bomber, am Vormittag des folgenden Tages barst das ausgeglühte Mauerwerk der Frauenkirche unter der Last der steinernen Kuppel. Der späte Einsturz der Kirche wurde zur symbolischen Vollendung der Katastrophe; der verbleibende Schuttberg markierte nun das Zentrum einer 12 Quadratkilometer großen Fläche nahezu vollständiger Zerstörung. 
»Dresden war jetzt wie der Mond«, berichtete der amerikanische Schriftsteller und Augenzeuge Kurt Vonnegut.
Quelle Archiv DVB - Ruine der Frauenkirche bis 1994

Inmitten dieser aufgerissenen, zerschmetterten, verschütteten Stadtlandschaft waren Tausende Menschen getötet worden – erschlagen von Bomben oder einstürzenden Gebäuden, verbrannt in der Gluthitze des Feuersturms, erstickt in den Kellern unter der brennenden Stadt. Der elende Zug der Überlebenden, die sich aus dem zerstörten Stadtzentrum schleppten, wurde für Dresden zum Sinnbild des verlorenen Krieges. Die Erfahrung von ohnmächtigem Ausgeliefertsein und Todesangst, von Zerstörung und Verlust war nun eingeschrieben in die Biografien der Menschen und der Stadt.
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Ich bin in Dresden geboren und habe selber einige Jahre dort gelebt. Als ich noch studiert habe, war die Semperoper gerade neu renoviert. Oft habe ich vor dem Trümmerhaufen der Frauenkirche gestanden, der als Mahnmal für die schrecklichen Ereignisse von 1945 bleiben sollte. Es war eine sehr düstere Gegend. Kein Vergleich mit dem Dresden von heute. Bei allem Wahnsinn.....für mich ist es das größte und schönste Ereignis für Dresden nach dem Krieg. 
Ich kann es heute kaum glauben, dass ich mal vor einem schwarzen Trümmerhaufen gestanden habe und bin so glücklich, dass die Frauenkirche wieder zum alten Stadtbild gehört.






















Anlässlich dieses bedeutsamen Tages habe ich die Aufzeichnungen meiner Mutter über die Kriegsereignisse vorgeholt. Es kostet mich einige Überwindung, weil mir diese doch sehr persönlichen Unterlagen, die Tränen in die Augen treiben. Heute möchte ich trotzdem davon erzählen. Es wäre in ihrem Sinne gewesen.
Sie ist Jahrgang 1936 gewesen und in Grimma bei Leipzig aufgewachsen. Dort hat sie überwiegend das Kriegsgeschehen rund um Leipzig mitbekommen. Es gab aber Verwandte und Bekannte im nahen Dresden. Sie war 9 Jahre, als diese Ereignisse passierten.

"Obwohl Leipzig von Grimma 30 Km entfernt ist , hörten wir die Bombenangriffe. Im Februar 1945, als sich mein Vater noch zu Hause befand, fuhr meine Mutter mit mir in die Wasastraße 42 zum Besuch von Familie Kästner. Bei ihnen hatte meine Mutter bis zu ihrer Verheiratung am 5.Oktober 1935 als Hausangestellte gearbeitet. Am 11.Februar, dem Geburtstag meiner Mutter, fuhren wir wieder heim. Eigentlich sollten wir noch länger bleiben, aber meine Mutter sagte, dass die 'Kohleferien' von mir zu Ende gingen und wir deshalb nach Hause müssten.
Das Durcheinander auf dem Dresdner Hauptbahnhof habe ich im Gedächtnis behalten. Die Sirenen wechselten innerhalb von wenigen Minuten. Es kam Voralarm, Fliegeralarm, Entwarnung und gleich danach Fliegeralarm. Die Menschen hasteten, Kinder weinten. Auf Umwegen landeten wir schließlich wieder in Grimma. Dort konnte der planmäßige Unterricht nicht beginnen, weil es keine Kohle zum Heizen der Schule gab.
Am 13.Februar sank Dresden, die herrliche Kunststadt, das Elb-Florenz, in Schutt und Asche durch einige furchtbare Bombenangriffe angloamerikanischer Bomben-Geschwader. Als die Menschen in den Großen Garten flüchteten, warf man Phosphorbomben auf sie. In ihrer Qual stürzten die Menschen in die Elbe, doch wenn sie auftauchten, brannte der entsetzliche Phosphor weiter. Die Angriffe vom 13. Februar 1945 waren die grausamsten dieses verheerenden Krieges...." Inge Solka (1936-2010)
In unserem Wohnzimmer hing das folgende Gemälde vom Dresden aus der Zeit Canalettos. Meine Eltern haben sehr an diesem alten Stadtbild gehangen. Das Bild hängt bis heute noch dort.
Canaletto - Der Altmarkt zu Dresden von der Schlossgasse aus
Dieses Stadtbild ist endgültig vorbei und nur noch auf Canalettos Gemälden erhalten. 
Anders verhält es sich mit dem Bild, was im Esszimmer hängt:
Dresden vom rechten Elbufer unterhalb der Augustusbrücke
Durch den Wiederaufbau der Frauenkirche und der Restaurieruung der Gebäude an der Elbe ist dieser Blick heute wieder möglich geworden. Nur aus der anderen Richtung gesehen trübt die neue Waldschlösschenbrücke die Szene. Deshalb wurde der Stadt der UNESCO-Welterbetitel aberkannt. 

Ich freue mich, dass meine Mutter den Wiederaufbau miterleben durfte. Ich halte ihre Aufzeichnungen in Ehren und vielleicht werde ich hin und wieder mal an diesem 13. Februar daraus berichten.
Mein Dank hier an den Vater, der mich mit den Fotos unterstützt hat. Nur die Ruine habe ich leider nie fotografiert. 
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Denken wir heute einfach mal daran, dass in dieser Zeit das deutsche Volk ein Volk war, dass zu einem großen Teil aus Flüchtlingen bestand. Flüchtlinge aus Schlesien, Pommern, Böhmen. Und die Flüchtlinge, die in Deutschland kein Zuhause mehr hatten, weil es weggebombt war. Das sollte nie in Vergessenheit geraten!
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DER MDR SENDET HEUTE EINE SONDERSENDUNG AUS
Bundespräsident Joachim Gauck wird am Nachmittag zur Gedenkveranstaltung in der Frauenkirche reden.
Aus Anlass der Bombenangriffe auf Dresden vom 13. bis 15. Februar 1945 und mit Blick auf die Geschichte unserer Stadt erinnern wir an die Opfer von Nationalsozialismus und Krieg. Wir erinnern damit daran, dass Deutschland diesen Krieg in die Welt getragen hat, der im Februar 1945 auf so furchtbare Weise auch unsere Stadt zerstörte.
16 Uhr Auftakt auf dem Neumarkt: Übertragung der Gedenkveranstaltung aus der Frauenkirche
17.15 Uhr – Begrüßung und Ansprachen von Oberbürgermeisterin Helma Orosz, Bundespräsidenten Joachim Gauck sowie Prof. Dr. Hans Müller-Steinhagen
18 Uhr – Zusammenschluss der Menschenkette beim Geläut der Dresdner Kirchenglocken“

Donnerstag, 12. Februar 2015

Indische Besen

Die letzten Tage hat Tauwetter eingesetzt, der gesamte Schnee ist vom Dach gerutscht und ich kann mich langsam auf die Suche nach den ersten Frühlingsboten machen.
Eine Sache wollte ich aber noch schnell erklären, bevor es endgültig vorbei ist mit dem Winter.

Das sind die Indischen Besen in meinem Garten. Wenn ich meine zusammengebundenen Grasbüschel anschaue, denke ich manchmal an die Zeit in diesem exotischen Land zurück, in der ich vieles nicht verstanden habe.


Indien ist ein Land, das in seinem Müll zu ersticken droht. Überbevölkerung, Armut, Umweltverschmutzung. Man kann es nicht beschreiben, man muss es sehen und riechen, um eine Vorstellung zu haben. Dennoch gibt es sie, die Bemühungen, das Land zu putzen. Jeden Morgen fegen Millionen von Indern mit seltsamen Besen den Boden. Das ritsch-ratsch habe ich noch heute im Ohr. Viel Staub hat es gemacht, aber sauber? Konnte es einfach nicht werden.


Die Besen werden aus Grasbüscheln gefertigt. Ein sehr umweltfreundlicher, nachwachsender Rohstoff. Weil die Besen deshalb aber nicht lange hielten, gab es immer Arbeit und Neue mussten gefertigt werden. Wenn man nicht aufgepasst hat auf seine Besenproduktion, konnte es schon passieren, dass eine hungrige Kuh mal keine Plastiktüten oder Kartons gefressen hat, sondern die leckeren frisch gebundenen Besen.


20 Jahre ist das schon her, dass ich die Indischen Besen fegen gehört habe. Ich kann mir gar nicht mehr vorstellen, dass ich mir dort den Winter gewünscht hatte. Weihnachten unter Palmen war schon etwas eigenartig.


Abb.: संमार्जनी । Hyderabad - హైదరాబాద్,  حیدرآبادAndhra Pradesh
[Bildquelle: 
Peter Gibbons. -- http://www.flickr.com/photos/92631888@N00/3075762628/. -- Zugriff am 2010-09-29. -- Creative Commons Lizenz (Namensnennung, keine Bearbeitumg)]



Im Jahr 2019 würde ich gerne wieder nach Indien fahren. Dann möchte der derzeitige indische Premierminister es geschafft haben, Indien vom Image des schmutzigsten Landes der Welt zu befreien.

"Bis 2019, dem Jahr des 150. Geburtstags von Freiheitsheld Mahatma Gandhi, soll Indien sauber werden. Der 2. Oktober ist der Geburtstag Gandhis."

Mehr zur Aktion 'MycleanIndia' bei Spiegel-Online.

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Ergänzung zum Post: Ich habe 1993/94 für ca. ein Jahr in Indien, in der Nähe von Bombay, dem heutigen Mumbai, gewohnt.