Dienstag, 28. April 2015

Letzter April-Schnee

Kälte war ja angesagt, aber Schnee? Nach den sommerlichen Temperaturen von über 20 Grad, die wir gestern Mittag noch hatten, wurde am Nachmittag der Garten zuerst mit Gewitter und Hagelkörnern abgekühlt. Heute war ich dann richtig schockiert. Den ganzen Vormittag kam es in dicken Flocken vom Himmel. Da das ein wirklich ungewöhnlich spätes Ereignis ist, musste ich doch mal schnell ein paar Fotos machen.


Eigentlich hat die Natur durch das schöne Frühlingswetter etwas aufgeholt. Im neuen Beet blühen inzwischen die botanischen Narzissen (hinten links) und die Tulpen sind kurz vor dem Aufblühen.


Die botanischen Narzissen sind viel kleiner, als die normalen


Die Tulpen beim Hibiskus scheinen alle noch vom letzten Jahr wiedergekommen zu sein


Die Schachbrettblumen sind auch noch da...sie stehen nur etwas einsam vor der Buchenhecke 
Vielleicht kann ich dort ein paar Zwiebeln aus den Töpfen mit dazu pflanzen


Die Hornveilchen haben schon den zweiten Winter überlebt


Hinter den Traubenhyazinthen hat sich die Küchenschelle kurz verabschiedet,, aber ich hoffe, sie erholt sich wieder


Damit soll aber erst mal Schluss mit den weißen Fotos sein. Ich denke, das war nun wirklich der allerletzte Schnee für dieses Jahr 
Heute Abend war er auch schon wieder verschwunden


Im Zwiebeltopf hatte ich noch eine Schachbrettblume entdeckt
Sie ist aber kaum zu sehen, da der Rest etwas üppig geworden ist


Im Korb sind die Wildtulpen von den dunkelroten abgelöst worden
Im vorderen Topf mit Anemone blanda sollten eigentlich lila-weiße Tulpen wachsen
'Peppermint Stick' laut Etikett,
Entweder ist das Etikett vertauscht oder es muss so sein, aber sie sind gelb
Wenn die Sonne wieder scheint, muss ich sie noch mal festhalten.


Sonntag, 19. April 2015

Frühling im Schmetterlingsbeet

Die Idee war, ein Beet anzulegen, in dem es immer mal blüht vom Frühling bis in den Herbst mit Pflanzen, die auf Schmetterlinge besonders anziehend wirken.

Damit es nicht so kahl im neuen Beet aussieht, habe ich im Herbst wahllos noch Frühjahrsblüher in die Lücken gesteckt und lasse mich nun überraschen, was dort zum Vorschein kommt.


Begonnen hat es letzte Woche mit ein paar sehr späten Krokussen.
Das Braune ist das ehemalige rote Herbstlaub der Blutpflaume


Links am Rand ein Häufchen mit weißer Scilla, die gut von den ersten Brummern besucht wurde
Die Wärme diese Woche hat sie schnell verblühen lassen


Sehr sonnenliebend die Blausternchen




Links daneben  Puschkinien


Narzissen und Tulpen sind als nächstes dran


Hinten rechts gibt es die Sternhyazinthen (Chionodoxa)


zum Glück war das Schild noch dran, sonst hätte ich den Namen nicht gewusst
Sie heißen auch Schneeglanz oder gewöhnlicher Schneestolz, weil sie in ihrer wilden Form im türkischen Gebirge direkt nach der Schneeschmelze blühen (o.k....passt)


Im Hintergrund die gelbe Wolke der Glockenhasel

Als erstes sollten eigentlich Märzenbecher blühen, aber von denen fehlt auch hier jede Spur. 
Ich werde aber nicht aufgeben, denn in einigen alten Gärten in der Gegend habe ich sie wachsen sehen...

Sonntag, 12. April 2015

Bunt ist die Welt #15 - Hamburger Muster

Heute geht es bei Lottas Fotoprojekt 'Bunt ist die Welt' um Muster.

Da wir diese Woche zu einem Kurzausflug in Hamburg waren, stammen meine Muster heute von den Fassaden einiger besonders markant gemusterter Gebäude.


Im Hamburger Hafen fällt als erstes der riesige Koloss der neuen Elbphilharmonie ins Auge. Der Bau dauert schon Jahre an und wird auch noch eine Weile brauchen bis zur Fertigstellung. Aktuell ist die Eröffnung Anfang 2017 geplant....


Ein Gebäude der Gegensätze. Über dem historischen Backsteinsockel eines Speichers erhebt sich der moderne Neubau.
Hier die Ansicht von der hinteren Ecke aus. Nach vorne wird das Gebäude schmaler, wie ein Tortenstück.



Ansicht vom Haltepunkt U-Bahn Baumwall
Hier sieht man die schmale Vorderseite
Die beste Ansicht erhält man wahrscheinlich von der gegenüberliegenden Hafenseite aus


Das Fassaden-Muster ergibt sich aus den unterschiedlichen Wölbungen 

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Typische Backsteinarchitektur  beim Sprinkenhof im Kontorhausviertel



an einer Seite mit rechteckigem Klinkermuster


hier mit rautenförmigen Klinkermuster

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Daneben das Chilehaus, der erste Bau im Kontorhausviertel (1922-24),
ein Hauptwerk der expressionistischen Architektur in Deutschland
Architekt Fritz Höger 


Die Spitze des Gebäudes erinnert an einen Schiffsbug


Das Muster vom Durchgang der Passage

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Hier geht es zu Lottas Mustersammlung




Samstag, 11. April 2015

Frühlings-Topfgarten

Im Frühjahr fällt es mir immer besonders auf,
dass die Natur in unserer Gegend etwas zurück ist. 
Der Topfgarten steht allerdings sonnenverwöhnt auf der Terrasse und hat auch den Schnee von Ostern gut verkraftet.



Helleborus niger macrantha hatte noch keinen Platz im Beet gefunden. 
Von den 6 Herbstpflanzen der erste mit Blüten.

Im Moment zeigen sich die Wildtulpen 'Tulipa turkestanica'. 
Im Topf sollten eigentlich als erstes Schneeglöckchen wachsen, von denen aber jede Spur fehlt. 
Ist die Zwiebellasagne-Idee wieder gescheitert?

In diesem Topf blühten die weißen Krokusse, 
dafür wollen die Wildtulpen nicht so richtig wachsen

Die Netzblattiris (Iris reticulata) wählte sich den kältesten Zeitpunkt für ihre Blüten. Nur zu Ostern erschienen sie für kurze Zeit.
Was dort noch im Topf steckt, weiß ich nicht mehr...das Schild ist verloren gegangen.

Bei diesem Topf scheinen die Zwiebeln nicht in Konkurrenz geraten zu sein. Die Anemone Blanda hat Knospen angesetzt und die Wildtulpen haben schon viel Grün.

Im Garten sieht es noch anders aus.
Dort gibt es sogar noch späte Krokusse, die ich im Herbst um den Flieder gesteckt hatte

Crocus chrysanthus 'Spring Beauty'

Die schöne Farbe der Unterseite sieht man leider nur im geschlossenen Zustand 
oder von unten...:-))

Sonntag, 5. April 2015

Bunt ist die Welt #14 - Hasenzeit

Heute geht es bei Lottas Fotoprojekt 'Bunt ist die Welt' um Hasen.

Am Freitag hat der Osterhase schon mal bei uns vorbeigeschaut, um die Lage zu prüfen und gute Verstecke auszusuchen....
Ich glaube, er hat dabei ziemlich kalte Pfoten bekommen...


Er wäre ja beinahe total im Schnee verschwunden.
Am Donnerstag hat es fast den ganzen Tag geschneit
........ich hoffe, er ist gut nach Hause gekommen und hat sich nicht zu sehr erschrocken
und kommt heute noch mal vorbei.


Die Filzeier waren nur zum Fotoshooting draußen und eins hätte ich beinahe für immer an Niklas verloren


Da haben die Stallhasen, die wir manchmal besuchen und verwöhnen, doch ein wesentlich angenehmeres Leben...keine kalten Füße und immer genug zum Futtern.


Obwohl ich mir nicht sicher bin, ob sie nicht lieber tauschen würden mit den Osterhasen...

Na dann, Frohe Ostern!

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Weitere Hasen findet ihr heute bei Lotta 

Donnerstag, 2. April 2015

Marode Schönheiten #8 - Alte Gerberhäuser

Am ersten Freitag (heute schon Donnerstag) des Monats sammelt
 Jutta K. Marode Schönheiten.

Heute bleibe ich noch mal im unteren Stadtteil, dem Nikolaiviertel von Freiberg, in der man einige sehr alte Gerberhäuser findet. Es ist der älteste Teil der Stadt, in dem der erste Silberfund Geschichte geschrieben hat. 
Münzbach und Mühlgraben sind inzwischen in Rohrleitungen verschwunden.


Man erkennt die Gerberhäuser an den vorstehenden Obergeschossen und an den sehr hohen Dachböden, die für die Trocknung der gegerbten Tierhäute notwendig waren.
Mühlgraben 25 ist der marode rechte Teil eines Doppelhauses.



Die linke Hälfte Mühlgraben 23 ist saniert. 
Komisch, wenn man direkt neben einer Ruine wohnt...kommt hier aber öfters vor.
Rechts daneben (in der Lücke) muss bis 1995 ein Gerberhaus gewesen sein, dass durch Brandstiftung zerstört worden ist.


In der entstandenen Lücke ist  hinten ein Gerberhaus zu erkennen. Die Vorderseite habe ich vergessen, anzuschauen.

Die Schneebilder stammen aus dem Januar....heute liegt hier noch viel mehr Schnee, dank Tief Niklas...:-)))


Dieses Gebäude ist das ehemaliges Gerberhaus der Lohgerberei Lorenz in der Nikolaigasse 15.


Links daneben wohnt die rote Katze, die sich gerne ein paar Streicheleinheiten abholt... in einem sehr schicken Haus. 


Der Schriftzug 'LOHGERBEREI LORENZ' ist noch ein wenig zu erkennen,
Türbogen mit Jahreszahl 1820
Leider ziemlich hässlich zugemauert



Die Rückansicht vom Badegässchen aus gesehen.

Das Nachbarhaus ist offenbar schön länger hinüber
Im Bild rechts die Nikolaikirche 



Über das Gerberhandwerk in Freiberg hatte ich hier schon mal berichtet.

Das Wasser hat man in der Gegend aber auch zu angenehmen, geselligen Zwecken genutzt. 
Im Badegässchen 2 soll es  seit 1473 eine Badestube mit Wirtschaft (Bierausschank) gegeben haben.

Hier könnt ihr noch mehr Marode Schönheiten besuchen.