Sonntag, 27. März 2016

Fröhliche Ostern

Fröhliche Ostern

Da seht aufs neue dieses alte Wunder:
Der Osterhase kakelt wie ein Huhn
und fabriziert dort unter dem Holunder
ein Ei und noch ein Ei und hat zu tun.
Und auch der Mensch reckt fortbewegt die 
Glieder - er zählt die Kinderchens: eins, zwei und drei...
Ja, was errötet denn die Gattin wieder?
Ei, ei, ei,
ei, ei,
ei



Keramikei von Lotta....:-)


Der fleißige Kaufherr aber packt die Ware
ins pappne Ei zum besseren Konsum:
Ein seidnes Schnupftuch, Nadeln für die Haare,
die Glitzerbrosche und das Riechparfum.

Buntes Ei mit Blumen, Erzgebirgsschnitzerei


Das junge Volk, so Mädchen wie die Knaben,
sucht die voll Sinn versteckte Leckerei.
Man ruft beglückt, wenn sies gefunden haben:
Ei, ei, ei,
ei, ei,
ei.

selber gefilzt...:-)



Handbemalte Keramik, Bettina Weise



Filztruhe Ina Jeromin


Und Hans und Lene stecken in die Jacke,
das liebe Osterei - wen freut es nicht?
Glatt. wohlfeil, etwas süßlich im Geschmacke,
und ohne jedes innre Gleichgewicht.
Die deutsche Politik.....was wollt ich sagen?
Bei uns zu Lande ist das einerlei -
und kurz und gut: Verderbt euch nicht den Magen!
Vergnügtes Fest! Vergnügte Osterei!

Kurt Tucholsky

Links, von Gretel, Mitte Seiko Keramik Chemnitz, Rechts vom Taschenbuchladen Freiberg


von der Frühlings-Messe Chemnitz

Das Schaf war der Meinung, das Wetter ist ja zum Davonlaufen.....:-)

Fröhliche Ostern!

Erzgebirgshase


Verlinkt zu Bunt ist die Welt bei 

Mittwoch, 23. März 2016

Das Geheimnis der Hebamme in Freiberg

Eigentlich wollte ich zuerst von der Buchmesse Leipzig berichten und dass ich vor lauter Quatscherei mit zwei Blogger-Mädels Lotta und Gretel überhaupt nicht zum Bücher anschauen  gekommen bin. Die beiden haben bereits darüber berichtet....
Auch am Stand vom Knaur-Verlag, wo man die Freiberger Historienroman-Schriftstellerin Sabine Ebert treffen konnte, bin ich nicht gewesen.

Ich hatte ja schon seit Wochen die Kinokarten für die Freiberger Vorpremiere der Bavaria Verfilmung  Sabine Eberts ersten historischen Romans 'Auf den Spuren der Hebamme' bei mir liegen. 

Was ich sonst noch in Leipzig gemacht habe, außer mit einer teuren Eintrittskarte mit Mädels zu schwatzen, schreibe ich demnächst.

Heute erstmal das große Freiberger Ereignis im Kinopolis am 22. März 2016, kurz nach der Leipziger Buchmesse.



Zunächst war ich erschrocken, dass der Film 180 Minuten, sprich 3 Stunden, gehen sollte. Dann war ich allerdings  überrascht, als plötzlich, na klar....an der spannendsten Stelle, das Licht anging und die ersten eineinhalb Stunden schon um waren.


 In der Pause gab es Freiberger Freibier (was für ein Name...!). 



Die Hauptdarsteller von Marthe und Christian standen zur Fotosession bereit und grinsten auch in meine Kamera....ich konnte mein Glück gar nicht so richtig glauben....:-)


Danach gab es noch in letzter Minute...denn .die Schlange an der Toilette hörte nicht auf nach dem Freibier...
....ein Buch mit Signatur von Sabine Ebert und den beiden wunderbaren Schauspielern Ruby O. Fee und Steve Windolf.

Martha und Christian...Filmszene


Markgraf Otto der Reiche, Stadtgründer von Freiberg - Filmszene


Hier noch ein Statement von Sabine Eberts Facebook-Seite:

Großes Kino gestern in Freiberg: 600 Menschen strömten ins Kinopolis, um die einzige öffentliche Vorpremiere der ARD-Verfilmung von "Das Geheimnis der Hebamme" mitzuerleben. Gefeierte Gäste des Abends waren die Schauspieler Ruby O. Fee (Marthe), Steve Windolf (Christian) und Ilja Roßbander (Jonas), ebenso Bavaria-Producerin Christina Henne. Ja, und ich war auch dabei :-)), ebenso meine Freunde von der IG "Mark Meißen 1200" mittelalterlich gewandet und mit Schwertkampfvorführungen. 




Der Film kam beim Publikum toll an, die meisten wollen ihn sich trotzdem noch einmal am Karfreitag auf TV anschauen. So soll es sein! (Sabine Ebert)


Sabine Ebert 2.v.l.


Da ihr ja leider nicht dabei sein konntet, gibt es aber eine Chance, doch noch etwas über die Geschichte der Entstehung von Freiberg zu erfahren. Der Film kommt am kommenden Freitag, also Karfreitag im ARD. Da braucht man ordentlich Knabberzeug, wenn man von Anfang bis Ende durchhält....:-) 
Das Buch wurde neu aufgelegt und enthält nun Bilder zum Film und ein neues Cover.

Hier gibt es die wichtigsten Daten zur Bavaria Filmproduktion.



Demnächst also meine Beiträge zur Leipziger Buchmesse abseits des Mainstreams .....:-)

Sonntag, 20. März 2016

Lost Places #3 - Zittau Altes Zollhaus

Normalerweise sammele ich Fotos von Lost Places aus Freiberg, aber diesmal liegt mir ein ganz besonderer Ort in Zittau am Herzen.
Es ist nicht irgendein Lost Place, sondern mein eigener, ganz persönlicher verlassener Ort.
Während meiner Studienzeit in Dresden hatten wir eine kleine Wohnung am Studienort meines Mannes.
Er musste aus dem Wohnheim ausziehen, da man dort als wissenschaftlicher Mitarbeiter der Uni nicht mehr wohnen durfte. Das ganze spielte sich 1989/90 ab und Wohnraum war immer noch sehr knapp. Die wenigen verfügbaren Wohnungen waren im katastrophalen Zustand...heute würde der Tierschutzverein kommen, wenn man seine Katze so wohnen lassen würde.....:-)

Letztes Jahr waren wir mal wieder dort schauen....leider war nicht mehr viel übrig und die obere Etage, in der wir gewohnt haben, auf Nimmerwiedersehen verloren.

Februar 2015

Wir waren gerade auf der Durchreise zu unserem schönen Ferienort im Riesengebirge, als sich uns dieser erschütternde Anblick bot. Das Gelände war großräumig abgezäunt und ich musste die Fotos durch den Maschendrahtzaun machen. Das beobachtete ein Mann, der gerade auf seinem Sonntagsspaziergang unterwegs war und er fragte mich natürlich, warum ich diese Mauerreste  fotografiere.
Man sieht ja nicht viele Menschen, die Ruinen fotografieren.....:-)



Er erzählte mir, dass nach einem großen Brand das Gebäude schwer geschädigt wurde und anschließend der Rest in sich zusammenviel.
Aber er machte mir Hoffnung, dass die denkmalgeschützten Fenster in einem neuen renovierten Gebäude zu sehen sein würden. Ich glaube, er mochte dieses Haus auch sehr und fand seinen Untergang sehr traurig.....meinen Gemütszustand konnte ich gar  nicht beschreiben....
Ich lasse die Fotos auch erstmal so schief, wie ich sie fotografiert habe...ich konnte mich damals gar nicht richtig konzentrieren....und ich konnte nur das Objektiv durch den Maschendraht schieben.



Ich kann mich noch gut an unseren riesengroßen Schlüssel erinnern, mit dem wir durch die Tür mussten. Findet man heute überwiegend in alten Burgen und Schlössern.
Dieses große Teil zu verlieren, war fast ausgeschlossen....

Wir wohnten unterm Dach mit Zimmern, die von einem riesigen Gemeinschafts-Flur abgingen.
Denn ursprünglich war das Gebäude ein Altes Zollhaus.

Für alle, die jetzt schnell auf Google Maps springen müssen...Zittau liegt im Dreiländereck Deutschland, Tschechien und Polen.



Wir hatten alte Kachelöfen in den Zimmern, für die man vom Hinterhof die Kohlen bis unters Dach schleppen musste....natürlich ohne Fahrstuhl.

Auch der Umzug gestaltete sich nicht einfach. Erst mussten große Leitern beschafft werden, um an die Decken heranzukommen...die genauen Maße habe ich leider nicht mehr im Kopf.
Das Dach über unserer Wohnzimmerdecke war zum Glück trocken...:-)
Mein Mann hatte allerdings nachts öfters Alpträume, dass es aufs Betttropfen würde.

Unsere beiden Nachbaromis kamen ein paar mal jammernd bei uns vorbei. ob wir ihnen nicht mal wieder das Dach über ihrem Wohnzimmer reparieren könnten....es tropfte auf den Fernseher.

Schade, dass ich davon kein Foto habe, aber Omi Nr. 1 hatte tatsächlich einen Regenschirm über dem TV-Platz.....:-) Damals war das natürlich nicht zum Lachen.

Zittau, Altes Zollhaus, Herwigsdorfer Straße 2

Wenn wir duschen oder Baden wollten, mussten wir einen großen Badeofen anheizen, um nicht in der kalten Badewanne zu erfrieren.
Die Toilette hatten wir in WG mit Omi Nr. 2, eine ganz liebe Frau, die aus dem Sudetenland vertrieben war.
In der Küche heizten wir mit einem alten Kohleherd, wie aus Omas Zeiten.
Na ja, ich war ja froh über diese Wohnung, denn unsere Freunde hatte es schlimmer erwischt....ein Plumpsklo auf halber Treppe.....:-( Und in Zittau ist es ähnlich kalt, wie in Freiberg.

Das folgende Foto stammt von einem Zittauer Fotografen, der mir netterweise die Erlaubnis gegeben hat, es zu veröffentlichen.

Hier sieht man doch tatsächlich, wo wir oben rechts gewohnt haben. 
Die Aufnahme stammt aus der ersten Zeit nach dem Brand.

Quelle Mario Israel  Zittau
Hier könnt ihr lesen, was mit dem Haus passiert ist. Es gibt wunderbar gruselige 360° Fotos eines Fotografen, der sich Jens Ruppert nennt und seinen Bericht dazu:

Die Ruine des alten (ehemaligen) Zollhauses in Zittau, lange Zeit leerstehend fiel dann einer Brandstiftung zum Opfer. Das komplette obere Dachgeschoss ist ausgebrannt, dadurch dem Regen preisgegeben. Nach und nach, wie hier auf dem Foto zu erkennen, brechen die Decken durch. Man hört, wenn nur leicht der Wind geht, ein beständiges Knacken und Rieseln im Inneren. Im Nachgang des Fotos wird man sich des Risikos erstmal bewusst.


Es gibt auch andere Fotografen, die den Ort zum Fotoshooting nutzen....

Laut diesem Bericht muss der Brand am 24. August 2007 gewesen sein.

Es gibt sogar ein YouTube-Video darüber, dass ich hier aber nicht teilen möchte...zu traurig.

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Inzwischen habe ich ein Bloggerin gefunden, die in Zittau in einer alten Villa wohnt, die sie schrittweise renoviert...:-)
Jana vom Blog Villa mit Türmchen hat für mich ein ganz aktuelles Foto gemacht und stellte fest, dass die Ruine nun ein Carport für Baufahrzeuge geworden ist......???


Februar 2016

Ich hoffe ganz sehr, liebe Jana, dass du noch die Zeit findest und die alte Mandau Kaserne hier verlinkst. Dieser berühmte Zittauer Lost Place war Bestandteil unserer Fotoausstellung im Schloss Freudenstein über die Industriearchitektur in Sachsen.

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In Memorian....Zittau, Herwigsdorfer Straße 2, Altes Zollhaus.

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Hier unten dürft ihr euch jetzt wieder zahlreich verlinken. Ich freue mich schon auf eure Beiträge.




Montag, 14. März 2016

Chemnitzer Frühling

Der Frühling lässt sich hier immer noch  nicht blicken. Gestern das gleiche Herbstnebelwetter, wie auch schon die Tage zuvor. Gerade rechtzeitig viel mein Blick aufs Cover der Freien Presse.
'In Chemnitz ist der Frühling'....stand dort...wie kann das sein, wo doch Freiberg gleich um die Ecke ist?


Ach so.....eine Messe, in der Halle...gute Idee bei dem Wetter. Also schnell den Rest der Familie überredet und zum Sonntagsausflug nach Chemnitz zum Chemnitzer Frühling gefahren.


Der Eintritt war überschaubar und nicht zu viel für eine ganze Familie. Natürlich wurde man in der kleinen Halle von den üblichen kitschigen Blumenanpflanzungen im Holländer Stil begrüßt, die nicht so mein Ding sind....... an diesem grauen Tag aber doch ein bisschen das Gefühl von Frühling aufkommen ließen....:-)



Ansonsten war aber alles im grünen Bereich....


Abseits dieses Mittelstreifens gab es unheimlich viel zu entdecken. 

Leider wieder viel zu viel für mein kleines Budget, das ich einstecken hatte und auch zu viel für meine Samenkiste....:-)


Es war eine kleine, ganz gemütliche Messe zum Thema Garten mit überwiegend regionalen Anbietern. Nicht nur große Märkte, wie Obi & Co., sondern einfach mal der Gartenfachmarkt Richter aus Chemnitz, den ich noch nicht kannte, weil mich meine Wege überwiegend in die andere Richtung nach Dresden führen.


Auf der Bühne gab es zwei total interessante Vorträge zu den Thema Insektenwelten  und Blütenwelten vom Leiter des sächsischen Verbands der Schreberjugend e.V. , Tommy Brumm.



Für Blümchenliebhaber wie mich gab es Vorführungen zu richtig schönen frühlingshaften und österlichen Blumenarrangements vom Gartenfachmarkt Richter.  

Schneeball

Habt ihr vielleicht noch einen Sack Steckzwiebeln übrig?

Auch Eierschalen sind immer ein wunderschönes Mini-Zwiebel-Gefäß....:-)



Am Stand vom Bioland-Hof Jeebel aus der Altmark hab ich mir 6 Pflanzkartoffeln 'La Ratte' eintüten lassen, die in den neuen Pflanzkartoffelsack kommen sollen.
Falls ihr also noch dringend nach alten oder seltenen Sorten sucht, werdet ihr auch beim Onlineversand  der Firma fündig.



Meine Samenleidenschaft kennt ihr ja inzwischen....es war absolut aussichtslos, dort achtlos dran vorbei zugehen. Das Vollsortiment vom Erfurter Saatgut und vom Quedlinburger Saatgut war aufgebaut. 
Was macht euer Puls beim Anblick dieser Fotos?

So eine Wildblumenwiesen-Mischung und auch die Packung Schmetterlingstreffpunkt gab es zum Glück schon in meiner Vorratskiste...:-)



Beim Ständer vom Bingenheimer Bio-Saatgut war mein Kontingent schon aufgebraucht...zum Glück....:-)



Am Stand der Zeisigwaldschänke bekam ich einen kostenlosen Eierkuchen mit Apfelmus geschenkt...daher musste ich nicht verhungern. Gartenverrückte hungern nämlich lieber, als an einer wunderschönen Blumenzwiebel vorbeizugehen....

Zeisigwaldschänke Chemnitz mit leckerem Eis

Kurz vor Ende des Messetages stand ich jammernd vor einer winterharten Schokoladenblumenzwiebel.....die wollte ich doch schon immer mal haben...nicht die Wegwerfpflanzen von den Gartenmärkten. Ich bekam sie dann für  meine letzten 5 EURO, obwohl sie eigentlich 6 EURO gekostet hätte. 
Die Verkäuferin schaute sehr verständnisvoll und wünschte mir viel Glück damit.


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Da ihr bis hier durchgehalten habt, könnt ihr euch jetzt entspannt zurücklehnen und lauschen

Für Lottas 'Bunt ist die Weit' habe ich zu den heutigen Fotos noch  Musik mitgebracht. 
Das Lied widme ich heute dem lieben Mann an meiner Seite, der meine Gartenverrücktheit teilen muss. Er war natürlich gestern Nachmittag längst zu Hause, um Biathlon im TV zu schauen. Schließlich gibt es auch Züge nach Freiberg und die Eintrittskarte war gleichzeitig die Fahrkarte.

Mein Lieblingslied von Whitney Houston, hier ein Live Konzert von 1999....ursprünglich aus dem Kinofilm  'Bodygard' mit Kevin Kostner...:-) 




Liebe Lotta....endlich weiß ich, wie es funktioniert, ein You Tube Video zu bloggen...manchmal braucht man einfach eine kleine Anregung zum Glück......

Ein paar Fotos schicke ich zu Brittas Makro-Montag.

Der Post ist nicht gesponsert...ich berichte hier nur über Produkte und Firmen, die ich selber gut finde..:-)




Sonntag, 13. März 2016

Die Blutpflaume blüht und erste Knoblauchsrauke

Wo bleibt eigentlich der Frühling?
Hier tut er sich im Moment ganz schwer...seit Tagen Nebel, wie im Herbst und eiskalt.
Gestern blieb es den ganzen Tag bei 1 Grad über Null.
Zum Glück habe ich mir letztes Wochenende die Zweige von der Blutpflaume in die Vase gestellt und schon nach wenigen Tagen, fingen sie an zu blühen.



Das Licht kam diesmal kaum ins Zimmer...daher sind die Fotos auch ziemlich düster....
aber mein kleiner neuer Freund von Seiko Keramik musste sich mal wilder aufs Bild drängeln, um gute Laune zu verbreiten...:-)



Die Blutpflaume zählt im Moment zu meinen liebsten heimischen Sträuchern im Garten.
Man hat eigentlich ganzjährig Freude dran.

Im Frühjahr öffnen sich die rosa Blüten,
im Sommer ist es ein wunderschöner rotlaubiger Strauch,
man kann die kleinen roten Blutpflaumen ernten und frisch essen oder zu Marmelade verarbeiten
im Herbst trägt er lange Zeit seine weinroten Blätter, die bei mir als Mulchdecke auf die Beete kommen

und im Winter tummeln sich unzählige Vögel im Geäst.



Wer jetzt behauptet, es gäbe keinen Platz in seinem Garten für so einen riesigen Strauch....
ich habe es selber schon ausprobiert:
Die Blutpflaume eignet sich sogar für kleine Gärten, wenn sie regelmäßig nach der Blüte geschnitten wird. Nur auf die kleinen Pflaumen muss man dann leider verzichten.




Ein bisschen Frühling durfte ich am Freitag und Samstag doch neu entdecken....
Ich war für zwei Tage zu einem Wollefärbeseminar mit Naturfarben im Forstbotanischen Garten Tharandt.

Der Garten ist eigentlich in den Wintermonaten nicht für die Öffentlichkeit zugänglich,
also... mit Trick kommt man doch rein...



Eine Kursteilnehmerin war Natur - und Landschaftsführerin und macht regelmäßig Kräuterführungen im Erzgebirge...:-)
Ich habe mich gleich für die nächste Wanderung bei ihr angemeldet.....sie kannte wirklich jedes Kräutlein, was dort auf dem Boden wuchs. 

Heute mal ein Vorgeschmack....die Knoblauchsrauke (Alliaria petiolata)
...leider ohne Duft für euch.

Knoblauchsrauke
Demnächst mehr über den Naturfarbenkurs mit Färberpflanzen aus dem Garten.

Wahrscheinlich eignet sich sogar das Laub der Blutpflaume als Färbepflanze.

Blütenstrauß verlinkt zum Friday Flowerday bei Holunderblütchen


Mittwoch, 9. März 2016

Ein verlassener Garten

Einmal im Jahr schaue ich bei einem ganz bestimmten  Märzenbecher-Vorgarten vorbei, weil diese hübschen Frühjahrsblüher in meinem Garten noch nicht wachsen wollten.
Heute dachte ich, bei so viel Sonnenschein werden die Blüten sich bestimmt geöffnet haben.
Und so war es dann auch. Der Garten ist gar nicht weit weg von meinem Garten.....einfach noch ein bisschen weiter ganz oben auf dem sonnigen Berg. 
Ein Garten, der ein verlassener, verwilderter Ort ist.....ein Lost Place.


Das Haus zeige ich euch heute noch nicht, was zu diesem Garten gehört.
Dafür ein Schneeglöckchenparadies, das ich so noch nicht gesehen habe. Nur ein paar Krokusse und Schlüsselblumen waren zu sehen, aber sonst ist dort alles Weiß und ich musste beim Fotografieren ganz schön aufpassen, nichts platt zu drücken.


Die Blumenpracht befindet sich hinter diesem romantischen Gartenhäuschen, das schon bessere Zeiten gesehen hat.

Ich weiß seit heute, das der alte Mann, dem Haus und Garten gehört, sich nicht davon trennen kann.
Er verkauft es nicht, weil es jemand aus der Familie erben soll, der aber so weit weg wohnt, dass ich nicht glaube, dass sein Traum in Erfüllung geht.


Er kommt aller 2 Monate mal dort vorbei, schwelgt vielleicht in alten Erinnerungen und schaut nach dem Rechten. Er schneidet auch mal hier und da an den Obstbäumen, lässt aber alles auf dem Grundstück liegen, was nun die Nachbarn sehr ärgert. Es ist ein richtiges verwildertes Grundstück inmitten von schicken Häusern. Das fällt natürlich auf.


Das schlimme an der Sache ist, dass ich mich fast ein bisschen in diesen Garten verliebt habe....
Ich glaube, ich muss dort auch mal zu anderen Zeiten schauen, ob vielleicht noch mehr aus der Erde kommt. Ich gehe mal davon aus.


Überall liegen alte Blumentöpfe, die von der Gartenleidenschaft des alten Mannes erzählen...


Die Frühjahrsblüher schicke ich heute zu Siglindes CAM UNTERFOOT.

Ich habe ein neues Objektiv ausprobiert...mit der Festbrennweite 50 mm.


Die Schlüsselblumen haben nur ganz kurze Stengel und waren kaum zu sehen.


Dafür leuchteten die roten Schlüsselblumen 
um so mehr in dem weißen Schneeglöckchenmeer.

Hildegard von Bingen verabreichte die echte Schlüsselblume Primula veris, wegen ihrer heilsamen Inhaltsstoffe bei Husten und fiebrigen Erkältungen.

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Den zweiten Teil dieses wunderschönen Lost Places gibt es demnächst...dann mit Haus.