Montag, 25. Juli 2016

Die Zeit vergessen....

Letzte Woche auf dem Weg zu einem Studienfreundinnen-Treffen nach Dresden, 
kurz entschlossen, noch linksseitig der Elbe, Gretel einen Besuch abgestattet, 

bei 30 Grad im wunderbaren Schatten der Korkenzieherweide sitzend und schwatzend die Zeit vergessen. 

Natürlich waren die Kirchenglocken um 18 Uhr nicht zu überhören, aber solche Momente muss man einfach mal genießen...:-))

Zum Fotografieren blieb dann gar keine Zeit mehr, aber einen ganz kurzen Einblick in die Dresdner Hortensienpracht gibt es doch....nein, ich bin nicht neidisch....ich bewundere nur.



Bisher dachte ich, es gibt nur einen Hund im Haushalt....
so schöne Sammelstücke überall.




Dann über das 'Blaue Wunder' auf die andere Elbseite zu den Lingnerterrassen geeilt, natürlich verfahren und gerade so einen Parkplatz erwischt...ein Glücksfall an so einem herrlichen Sommerabend.

Einen traumhafter Blick vom Schlosshof bis weit in Richtung Sächsische Schweiz genossen.


Der Berghang oberhalb der Elbe, zählt zu den besten Wohnlagen Dresdens.....Weißer Hirsch.


Sehr beliebt sind die Raddampferfahrten auf der Elbe Richtung Pillnitz.....das Schiff unten heißt Leipzig, auch wenn die Elbe dort gar nicht langgeht...:-))



 Viel zu schnell ging der Abend vorbei...eine Vollmondnacht verwirrte uns mit einer riesigen Mondscheibe....konnte ich fotografisch leider nicht so gut einfangen.



Fast waren wir die letzten im Biergarten,
...nochmal die Zeit vergessen....:-))




Das nächste Treffen ist schon geplant. 
Wo......?
Auf dem Freiberger Christmarkt im Dezember....das hat einfach Tradition....:-))


Mittwoch, 20. Juli 2016

Lost Places #7 Pozellanwerk Freiberg

Seit 110 Jahren wird in Freiberg Porzellan hergestellt. Anlässlich dieses Jubiläums gibt es im Stadt- und Bergbaumuseum vom 2.7. - 30.10.2016 die Ausstellung 'Weiße Diamanten'. Bevor wir aber in diese Ausstellung gehen, schauen wir mal, wie es angefangen hat mit der Freiberger Porzellanherstellung.



Freiberg war, was viele vielleicht gar nicht wissen, an der Erfindung des europäischen Hartporzellans beteiligt.
'Gottfried Pabst von Ohain, der Freiberger Oberzehntner und beste Hüttenfachmann Sachsens, beaufsichtigte im Auftrag von König August II. seit 1701 die Goldherstellungsversuche von Johann Friedrich Böttger.
'Nachdem Pabst von Ohain die Unmöglichkeit eines Erfolges beschrieben hatte, wurden die Versuche unter Leitung von Ehrenfried Walther von Tschirnhaus und Abraham von Schönberg auf die Herstellung europäischen Porzellans aufgenommen. 
In Dresden entstand ein alchimistisches Laboratorium in dem unter Regie Pabst von Ohains Freiberger Hüttenleute gemeinsam mit Böttger Versuche zur Porzellanherstellung unternahmen, bei deren Weiterführung auf der Albrechtsburg 1706 zunächst das rote Böttgersteinzeug entstand. Nachdem Ohain die Verwendung von Weißer Erde vom Heidelsberg bei Aue und Alabaster angeregt hatte und Tschirnhaus 1708 die Herstellung des ersten europäischen Porzellans gelungen war, wurde das Verfahren zur Herstellung des Meißner Porzellans durch Böttger verbessert und 1710 die Porzellanmanufaktur Meißen zur Aufnahme der Serienfertigung eingerichtet.'' Quelle Wikipedia


Nicht verwunderlich also, dass in Freiberg nach Rückgang des Bergbaus im Jahre 1906 das erste Mal eigenes Porzellan hergestellt wurde, ursprünglich als Zweigstelle der Porzellanfabrik Kahla.
Es wurden Hochspannungsisolatoren, aber auch Haushaltsporzellan gefertigt. Im Zuge der Weltwirtschaftskrise wurde das Unternehmen 1932 stillgelegt. Dieses erste Werk an der Frauensteiner Straße wurde vor einigen Jahren zu einem großen Teil abgerissen. 
In einem Teil befindet sich heute das Landratsamt.

Nach dem 2.WK begann 1945 erneut die Fertigung von Freiberger Porzellan im Gebäude der ehemaligen Hildebrandschen Fabrik am Davidschacht, Himmelfahrtsgasse 8 und 1946 wurde die Freiberger Porzellan GmbH gegründet.

Und dieses Gebäude ist heute ein Lost Place. 


Diesmal handelt es sich um ein riesiges Gebäude über mehrere Etagen. Da es den Rahmen sprengen würde, heute nur mal ein kurzer Ausflug nach innen...


Durch die kaputten Fenster flogen Vögel aus und ein...vielleicht entdeckt ihr das Rotschwänzchen?


Riesige Werkhallen im ganzen Gebäude....




Überall kaputtes Porzellan am Boden....






Unheimliche Treppenaufgänge


Türen....


Küche und Sanitäranlagen...



Aber auch tolle Ausblicke






Graffiti gibts natürlich auch...


Ganz exklusiv ging es unter dem Dach zu...




1960-62 wurde eine neue Produktionshalle von 108 m Länge angebaut.
Das Freiberger Porzellan erhielt mehrfach Messegold in Leipzig.
1969 wurde das Kombinat 'vereinigte Porzellanwerke Colditz' gegründet, mit Freiberg als Bestandteil   des Zusammenschlusses.





Auch nach 1990 wurde noch weiter produziert. Der Betrieb lief durch mehrere Besitzer...
Kaum zu glauben, dass so ein Gebäude nun einfach so verlassen in der Gegend herumsteht.

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Seit 2000 produziert die Firma Freiberger Porzellan am neuen Standort an der Zuger Straße und hat längst nicht mehr die Größe von früher.

Geschichtswissen aus dem Buch
Freiberg und Umgebung
Die Geschichte von Menschen und Unternehmen der Berg- und Universitätsstadt
ISBN 3-9805699-0-X 
Altmühltal-Verlag

Als nächstes folgt ein Besuch der Ausstellung 'Weiße Diamanten'. 

Hier unten könnt ihr eure Lost Places verlinken.


Samstag, 16. Juli 2016

Das Schmetterlingsbeet im Juli

Im zweiten Sommer blüht es üppig im Schmetterlingsbeet und einige Stauden haben sich sogar schon vermehrt. 
Wo das Beet sich befindet, könnt ihr auf meinem gezeichneten Gartenplan sehen. 
Es folgt dann noch mal ein genauer Plan von diesem Beet, damit man es bei Gefallen nachpflanzen kann. 



Im Juli blühen hier Schafgarbe, weißer Lavendel, eine weiße Rose, Kronenlichtnelke, Salbei,
die ersten Sonnenhüte, Indianernessel  und das Geranium 'Rozanne'. Demnächst auch der Schmetterlingsflieder.
Die Kronenlichtnelke hat sich bereits überall ausgesamt und für Nachwuchs gesorgt...da muss wohl einiges ausgegraben werden.






Vor der verblühten Deutzie hat sich eine riesige Wilde Karde eingefunden (ca. 1,80 m hoch)....letztes Jahr hatte ich sie im Nachbarbeet. Die Zufallspflanzen finde ich immer besonders spannend.
Anfassen ist nicht ratsam, dafür aber bewundern....:-)



Ganz neu im Garten ist der lila Mohn im Nachbarbeet, den ich ständig vergesse, zu fotografieren.
 Die letzten beiden Tage war hier eher gruseliges, kaltes Regenwetter. Na, wenigstens kein Schnee, wie auf der Zugspitze....:-)
Birgitt hatte mir letztes Jahr ein Samentütchen geschenkt...vielleicht ist er ja davon...
bei ihr gibt es gerade den lila Mohn zu bewundern.



Die Schmetterlinge fehlen im Moment noch auf den Fotos...meistens kommen sie aber ab Juli zahlreicher vorbei.
Dafür gefällt es den Bienen und Hummeln dort sehr gut.




Wenn ich es schaffe, möchte ich, wenn die Sonne wieder scheint, 
eine Freiberger Schmetterlingswiese besuchen.

Mehr über das Projekt 'Sächsische Puppenstuben gesucht' kann man hier nachlesen.

Freitag, 8. Juli 2016

Blumenwiese am Wernerplatz

Noch bin ich da und werde den 12tel Blick am Wernerplatz in Freiberg verfolgen. Mit dem Datum habe ich es diesmal nicht so genau genommen. Ob ich in Zukunft dort noch beobachten kann, ist ohnehin ungewiss. Das Guerilla Gardening Projekt habe ich aber nicht aus den Augen verloren.

Diesmal zuerst ein Anfang-Juli-Blick  


Im hinteren Teil hat sich ein roter Farbpunkt eingefunden. Manchmal setzen sich tatsächlich Leute dort auf die Bänke....danach musste ich das gleich mal selber ausprobieren, aber so richtig gemütlich ist es einfach nicht. Wenn die Sonne scheint, hat man Null Schatten.
Leider ist von den Samenbomben, die wir mit Gretel und Lotta beim letzten 12tel Blick so fleißig verteilt haben, nichts zu sehen. Denn überall sprießt dick der Löwenzahn. Ich hab ein paar der größten Blätter erstmal abgerissen.

Eine Säule ist auch ganz üppig bewachsen, aber es fehlt eine Rankhilfe, damit die Pflanze nach oben ranken kann. So findet nichts Halt an den Granitsäulen und es entstehen nur große Büsche.
Die schmalen Bäumchen dahinter sind grün geworden.

Bei mir warten noch immer die selber bepflanzten Milchtüten auf ihren Einsatz.
Ich wollte ganz sicher sein, dass die Pflanzen schon ein bisschen groß sind, bevor ich sie dort aussetze...das folgt dann nächste Woche.


In einer Milchtüte wächst Kapuzinerkresse. Die Prunkwinde hat bereits zum Blühen angefangen...zum Fotoshooting setzte natürlich gerade wieder der tägliche Regenguss ein....:-)

Ich bin im Moment angenehm überrascht...das Amt für Grünflächen scheint im Urlaubsmodus zu sein und die Wiese rings um die Bänke blüht gerade vor sich hin.

Es ist zwar kein Vergleich mit einer Brachflächen-Blumenwiese, wie ich sie heute an einer ehemaligen Bergbauhalde gesehen habe...dort gab es sogar einen Schachbrettfalter......,

....aber trotzdem schön. Natternkopf, Gelber Hornklee, Wiesenklee, Schafgarbe.
Ich bin gespannt, wie lange es so bleiben darf.

Hier noch ein Überblick der ersten 6 Monate


Ende Juli gibt es noch ein Foto...für die Milchtüten werde ich eine der unberankten Säulen nehmen...mal sehen, wie das Projekt ausgeht.


Ganz lieben Dank für eure zahlreichen Kommentare zum letzten Post und die vielen aufmunternden Worte...:-)