Hosta 'Red October' und 'Tenryu'

Eigentlich bin ich gar kein Hosta-Sammler. Im Frühjahr bin ich zur Dresdner Staudengärtnerei Jentsch gefahren, um mir ein paar neue Stauden auszusuchen. Es gab noch Lücken in meinen Beeten. Ich hatte mir vorher einen Wunschzettel geschrieben und gehofft, einige Pflanzen davon kaufen zu können, da unsere Baumschule am Stadtrand nur ein eingeschränktes Sortiment hat.

Gleich am Anfang der Gärtnerei empfing mich eine riesige Auswahl an besonderen alpinen Steingartenpflanzen. Nachdem ich mir die herrlichen Saxifraga alle durchgeschaut hattte, fiel mir der Wunschzettel ein. So etwas stand ja eigentlich nicht drauf.....
Ein paar Schritte weiter gab es die Reihen mit den Stauden. Aber ganz hinten fiel mein Blick auf eine riesige Auswahl an Hostas in allen Größen und Blattvarianten.




Ich suchte mir zwei Stück aus, die ich vorsichtshalber in den Topf gepflanzt habe. Die Schnecken hatten bereits eine meiner Gartenhostas schon wie Schweizer Käse ausschauen lassen.
Im vorderen Topf steht die Hosta 'Red October' und jetzt habe ich gelesen, dass es eine ganz besondere Rotstiel-Funkie ist. Ich bin total überrascht, denn sie blühte im September los, als die Blätter sich schon zu verfärben begannen. Auch wenn die Blüten sicher nicht das späktakulärste an Hostas sind, finde ich das schon erstaunlich.


Die zweite Hosta heißt 'Tenryu' und scheint auch etwas besonderes zu sein. Sie hat  im Sommer geblüht, aber die Blütenstiele wollten gar nicht mehr aufhören, zu wachsen. Sie steht in der Mitte der Töpfe, rechts am Tisch - vielleicht sieht man noch diese langen Triebe....


Sie ist noch klein, aber ich habe schon tolle Fotos von ihr beim googeln gefunden.
Im September standen beide Töpfe noch am Beetrand vor der Hortensie 'Limelight', weil es dort so schön schattig ist.


Sie standen auf den Untersetzern, um Staunässe zu vermeiden.


Irgendwann, als der Regen weniger wurde, habe ich mal die Untersetzer umgedreht...und dieser Anblick hat mich geschockt. Ich lasse das Foto mal klein. Wer möchte, kann es zoomen...


Die Schnecken dachten wohl, das sie ein besonderes Paradies gefunden haben. Tut mir leid, Schnecken...


Ach so! Ein paar Stauden habe ich auch mitgenommen. Ich glaube, die standen alle nicht auf dem Wunschzettel!

Welche Erfahrungen habt ihr mit der Überwinterung von Hostas im Topf?

Kommentare

  1. na gut das du die MONSTER gefunden hast, die lieben Hosta
    die wäre schnell weg gewesen
    sehr schön herbst bilder
    liebe grüße
    regina

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  2. Ich habe auch Hostas im Topf und bisher nur gute Erfahrungen beim Überwintern gemacht. Nur bei den Minis bin ich vorsichtig.
    Deine Schneckenfarm ist ja schon schön groß. ;) Und das Futter gleich obendrauf. Schnecken sind doch ganz schön hinterlistig, aber das wusste ich schon immer. :D

    Viele Grüße
    Margrit

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  3. Meine Hosta im Topf, ich habe nur eine, hat bisher schon manchen Winter überstanden. Gut hast du den Untersetzer mal umgedreht...
    liebe Grüsse Eveline

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  4. Ich habe sehr gute Erfahrungen mit dem Überwintern der Hostas im Topf gemacht! Eventuell ein wenig abdecken mit Reisig...aber auch das muss wahrscheinlich nur in strengen Wintern sein. Viel Spaß noch mit deinen Zöglingen...LG Lotta.

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  5. Die Gärtnerei kannte ich noch gar nicht, sieht aber vielversprechend aus. Wir fahren meist zum Gartenbau Müller nach Leuben, weil es nahe ist, aber dort ist das Angebot auch nicht so groß. Ich habe schon überlegt, Hostas unter die ausgedünnten Bäume und Büsche zu pflanzen. Aber wenn dann auch wieder die Schnecken alles fressen.... Im Topf hatte ich noch keine. Liebe Grüße

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  6. Also ich kann Dir sagen, dass die Überwinterung meiner Hostas im Topf ohne Probleme funktioniert hat! Ich habe die Töpfe einfach im Garten stehen lassen und nur das Laub, das es drauf geweht hat, als Schutz liegen lassen! Bin jetzt aber schon am Überlegen, wie lange es noch Hostas in meinen Gärten geben wird, weil das Schneckenproblem einfach gigantisch ist! Die haben bei mir sogar die im Topf angefressen!
    Viele Grüße von
    Margit

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  7. Schock - so viele Schneckeneier! Bei uns krabbelt es im Moment gruselig. Alle Schnecken sind unterwegs.
    Red Oktober hab ich auch, bei mir ist sie sehr schwierig. Ich warte auf das nächste Jahr, wenn sie wieder zickt, nimmt sie Flugstunden.
    Toll sehen die Hortensien bei dir mit dem Brennholz aus!

    Sigrun

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  8. Ich habe 3erlei schöne Hostas (grün, gelb/grün und weiß/grün) alle im Beet und sie sind riesig geworden. Den ganzen Sommer kommt Schneckenkorn unter die Hostas und ich habe keine Fraßstellen mehr. Im Herbst lass ich sie stehen und im Winter abfaulen. Ich putze nichts weg. Im Frühling bohren sich dann doppelt so viele Spitzen wieder durch. Ich säge immer mit einem Küchenmesser Teile davon ab und verschenke sie.

    Alles Liebe
    Ariane

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  9. Mit Hostas habe ich leider kaum Erfahrungen, liebe Sigrun und im Topf auch gar nicht. Ich hatte wenige Exemplare in einem früheren Garten. Schade daß Planthunter ihr Gartentagebuch stillgelegt hat. Sie hätte Dir sicherlich Tipps geben können, hatte auch eine separate Hosta-Seite und in ihrem Garten wuchsen auch viele dieser Exemplare. Doch sie werden wohl leicht von einem Virus befallen, so habe ich das in Erinnerung.
    Ich wünsche Dir jedenfalls viel Glück damit und hilfreiche Tipps von anderen!
    Ein paar Schneckeneier fand ich auch schon - mal ... es hält sich hier aber in Grenzen, da der Garten insgesamt (noch) sonnig ist. Nur an den Steinen - der Beetbegrenzung - finde ich auch diese Eier. Im ersten Jahr goss ich sehr viel, das hat das Ganze sicherlich gefördert. Aber in diesem Jahr hat das Gießen sehr nachgelassen, weil vieles ja inzwischen eingewachsen ist und schon mal ein paar trockene Tage aushält oder ich gehe nur noch gezielt mit der Gießkanne bei.
    Deinen lieben Kommentar habe ich bei mir auch noch beantwortet.

    Liebe Grüße und hoffentlich klart es auch bei Euch heute noch auf (wie bei uns gestern!)
    Sara

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  10. Hallo Sigrun,
    ich habe nur 3 Funkien und die stehen in Beeten im Garten, mit der Topfpflanzung habe ich es bisher noch nicht versucht. Meine sind mittlerweile auch wieder ziemlich durchlöchert, aber dafür, dass wir dieses Jahr so megaviele Schnecken hatten, geht es eigentlich noch. Sei froh, dass Du die Eigelege entdeckt hast, so kannst Du sie wenigstens entfernen. Ich darf gar nicht daran denken, wie viele unentdeckte Eigelege sich jetzt in meinen Beeten befinden...

    Liebe Grüße, Bärbel

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  11. Huach, so viele Schnecken-Eier!!!
    Liebe Sigrun,
    meine Hosta (leider weiß ich nicht den Namen) habe ich, weil sie immer von den Schnecken abgefressen wurde, in einen großen Blumentopf gepflanzt. Sie steht auf der Terrasse und überhaupt nicht im Schatten. Zu meiner Überraschung hat sie sich so gut gemacht, dass ich sie vor ein paar Tagen geteilt habe. Ich hoffe, beide Teile wachsen wieder gut an. Im Herbst warte ich, bis sich die Blätter abziehen lassen und decke den Topf mit Tannengrün ab.
    Viele liebe Grüße
    Ursula

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  12. Halo Sigrun
    oha, da haben die Schnecken ja fleißig Nachkommen produziert... So ein Gelege habe ich neulich unter Moos gefunden und für die Amseln offen liegen lassen.
    Ich habe eine Hosta, die ich im Topf überwintere, sie steht an der Hauswand und da klappt es ganz gut.
    VG
    Elke

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  13. Gut, dass Du den Untersetzer gedreht hast. Nicht auszudenken wenn aus diesen Eiern laute süße kleine Schneckchen geworden wären. Das hätte für Deine ganze Nachbarschaft gereicht. Ich habe auch einige Eier gefunden als ich die Regentonnen nach dem Leeren umgedreht habe.
    Liebe Grüße von Marie

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